Morgenmoment
/ 29. September 2022

Guten Morgen,

ein Leck im Meer und eine halbüberraschende Erkenntnis. Dein Morgenmoment kommt heute von Tom Schaffer.

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#1 Möchtest du das teilen?

In den heimischen Pflegeheimen läuft einiges schief. Zu wenig Personal stehen einem System gegenüber, bei dem manche durch den Pflegemangel eigentlich sogar gewinnen. Eine Pflegekraft erzählt uns heute in der Serie "Was ich wirklich denke", dass die Leidtragenden davon nicht nur das Personal sind - sondern auch die Menschen, die Pflege brauchen.

#2 Der Reihe nach

Wer es war? Das ist bisher ungeklärt. Aber dass die Gas-Pipelines von Nord Stream unter der Ostsee bewusst gesprengt wurden, daran gibt es nur noch wenig Zweifel. An drei verschiedenen Stellen tritt nach Explosionen seit Tagen Gas aus. Es handelt sich hauptsächlich um Methan - ein besonders klimaschädliches Gas. Hunderte Millionen Kubikmeter davon drohen in die Atmosphäre zu strömen. Wir sind den Fragen nachgegangen, warum in einer Pipeline, die nicht in Betrieb ist, eigentlich Gas ist - und was dieses Lecks für das Klima nun wirklich bedeuten könnten.

#3 Ignoriert?

Lebensmittelverschwendung ist eines der Problem, das eigentlich alle gerne beseitigen würden. Sie kostet Geld, zerstört Umwelt und Klima und ist moralisch besonders schwer zu ertragen, wenn anderswo Menschen verhungern. Trotzdem hakt es im System und wir kriegen das Problem nicht so richtig in den Griff. Um darauf aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen den heutigen 29. September zum "Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung" ausgerufen. Wir liefern dir in diesem Video ein paar Fakten dazu. 

#4 Besser ginge doch

Auf den ersten Blick wirkt es absurd: Die Corona-Krise hat einen bemerkenswert großen Teil der US-Bevölkerung aus der Armut geholt. Die Armutsrate lag 2021 "nur" noch bei 7,8%. Ein Jahr zuvor waren es noch 9,2%. Millionen Menschen standen trotz Gesundheits- und Wirtschaftskrise also plötzlich finanziell etwas besser da. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sank die Zahl der Armutsbetroffenen stark. Das zeigen neue Zahlen der statistischen Behören in den USA. Der Grund  für diese Entwicklung ist aber recht schnell gefunden. Es waren die staatlichen Hilfen, die vor allem nach den Wahlerfolgen der Demokraten Ende 2020 wegen der Krise beschlossen wurden, die viele Menschen über die Armutsgrenze hoben. Eine Art plötzlicher Sozialstaat zeigte dann, was man im Kampf gegen Armut erreichen könnte, wenn man will. Ende 2021 liefen viele Hilfen übrigens aus, weil vor allem die Republikaner sich dagegen stemmten. 

Auch in Österreich bewahrt der (dauerhafte) Sozialstaat über eine Million Menschen vor der Armut. Da wie dort sollten die Unterstützungen aber weiter ausgebaut werden, um Armut ganz abzuschaffen. 25 Millionen Menschen in den USA und 1,3 Millionen Menschen in Österreich sind trotz bestehender Hilfen armutsbetroffen.

#5 Hast du das gesehen?

Wie finanziert man so einen (verbesserten) Sozialstaat oder Investitionen in eine klimafitte Zukunft? Zum Beispiel über die Besteuerung von großen Vermögen. Darauf verzichtet vor allem Österreich recht stur und man hört immer wieder dieselben Argumente dazu. Eines davon: Die Reichen wanderten halt einfach aus, würde man sie besteuern. Kürzlich bekamen wir das auch auf Tiktok wieder zu hören. Unsere Antwort gibts zur Wiederverwendung hier:

Einen leckeren Tag wünscht dir

Tom

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