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Losst’s eich nix gfoin

Dein aktueller Morgenmoment ist da!

 

Guten Morgen!

Unglaublich, aber wahr: Es ist schon ein Jahr her, seit uns der Verfasser des heutigen Newsletter-Titels verlassen hat. Gültigkeit werden seine Worte wohl keine verlieren. Mehr dazu im Morgenmoment, geschrieben von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Heute vor 10 Jahren starben 1.136 Menschen in Bangladesch. Sie wurden Opfer der Gier der Textilindustrie. Durch die Aufmerksamkeit wurde die Situation etwas besser. Mittlerweile geht die Entwicklung aber wieder in die Gegenrichtung, wie Gewerkschafter Rashedul Alam Raju im Interview erklärt.

#2 Ignoriert

Viel zu lange wurde nur über das Problem geredet. Jetzt ist die Krise an Österreichs Spitälern angekommen. Zwei Menschen starben in einer Notfallambulanz – unbemerkt vom Personal.

Grund dafür ist laut Österreichischem Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) der Personalmangel. Besonders beim Pflegepersonal gebe es enorme Engpässe. Dieses wurde in den vergangenen drei Jahren durch die Coronakrise extrem belastet. Bereits davor wurde vor einem Mangel gewarnt – Überraschung ist die Krise also keine.

Langfristig könne die Gesundheitsversorgung nur gewährleistet werden, wenn die professionelle Pflege mehr Kompetenzen und Geld bekomme, so der ÖGKV. Gesundheitsminister Rauch (Grüne) versucht sich an Reformen, betont er in einem Interview in der ZiB2. Umgesetzt wurde bisher aber nichts.
 

#3 Hast du das gesehen?

Der Sozialstaat schützt uns. Wie viele Menschen in Österreich dank ihm aus der Armut gehoben werden, hat Marie für das Momentum Institut berechnet. Auf TikTok hat sie die genauen Zahlen dazu – und eine Erklärung, was ein Leben in Armut eigentlich bedeutet:

@moment_magazin

Ihr ärgert euch oft, weil ihr so viele Steuern und Abgaben zahlen müsst? Dann können wir euch vielleicht mit der folgenden Zahl etwas besänftigen: Fast 1 Million Österreicher:innen müssen deswegen nicht unter Armut leiden. Sozialleistungen wie die Familienbeihilfe oder Kinderbetreuungsgeld entschärfen die finanzielle Situation der Menschen. Aber sie schützen leider nicht immer vor Armut. Über 1,3 Millionen Menschen sind armutsgefährdet, obwohl sie Sozialleistungen beziehen. Die Teuerung hat ihre Situation noch verschärft. Die Leistungen werden mittlerweile zwar teilweise angehoben, aber nicht in einem ausreichenden Ausmaß. Arbeitslosengeld und Notstandshilfe werden überhaupt nicht an die Inflation angepasst – obwohl die Bezieher:innen besonders betroffen sind. Statt den Sozialstaat anzugreifen, sollten wir auf Verbesserungen pochen. Denn Armut kann in so einem reichen Land wie Österreich verhindert werden. #sozialstaat #steuern #sozialleistungen #armut #armutsgefährdung #österreich #energiekrise #wirtschaft #politik #armvsreich #mindestsicherung #notstandshilfe #familienbeihilfe

♬ Originalton – Moment Magazin

#4 Zitat des Tages

 
Willi Resetarits alias Ostbahn Kurti

Heute jährt sich der Todestag von Willi Resetarits zum ersten Mal. Er gilt als einer der einflussreichsten österreichischen Musiker.
 
Als Kunstfigur „Dr. Kurt Ostbahn“ schaffte der Burgenländer Mitte der 1980er Jahre den Durchbruch. Die originellen, politischen Texte und sein Schmäh machten ihn und seine Band zum gefeierten Kult.

Bekannt war „Ostbahn-Kurti“ auch für sein soziales Engagement in der Flüchtlingshilfe und seine klare Haltung gegen Rechts. Resetarits trat jahrzehntelang für eine menschliche Asylpolitik ein. Er starb im Alter von 73 Jahren an den Folgen eines Treppensturzes.
 
Wir sagen’s mit Kurtl: Losst’s eich nix gfoin!“

Hier könnt ihr euch ein altes Interview mit ihm ansehen.

#5 Besser geht doch

 
hautkrebs

Zum Start in die Woche gibt es auch noch eine gute Nachricht: Eine Impfung gegen Hautkrebs liefert vielversprechende Ergebnisse – und könnte auch für andere Krebsarten bahnbrechend sein.

Der mRNA-Impfstoff wurde an Patient:innen getestet, die wegen eines Melanoms operiert wurden. Er kam gemeinsam mit einer Immuntherapie zum Einsatz. Das Ergebnis: Bei nur jeder fünften Personen trat der Krebs wieder auf. Bei der Gruppe, die nur die Immuntherapie erhielt, war ein Rückfall doppelt so häufig. Schwere Nebenwirkungen traten dabei keine auf. 157 Patient:innen nahmen an der Studie teil.

Der Impfstoff wurde auf jede Person eigens abgestimmt, was zwischen sechs und acht Wochen dauerte. Dazu wurde jeder Tumor eigens untersucht. In der nächsten Phase wird der Impfstoff an mehr Patient:innen getestet. Und er soll dabei auch bei anderen Krebsarten, wie etwas Lungenkrebs, eingesetzt werden. Mehr dazu kannst du hier lesen.

 

Einen schönen Montag und seid’s vorsichtig

Sebastian

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