Planetarer Notfall

/ Barbara Blaha
/ 29. November

Die Klimakrise unseres Planeten spitzt sich schneller zu als gedacht. Ein Team aus KlimaforscherInnen ruft im Fachmagazin “Nature” dazu auf, dass wir eine "Notbremsung" hinlegen müssen, wenn wir die Erwärmung der Erde noch auf 1,5°C begrenzen wollen. Laut ihnen haben wir die Risiken unterschätzt, die irreversible Veränderungen auslösen: Erreichen wir bestimmte Kipppunkte, dann verstärkt der Planet die Erwärmung quasi von selbst, selbst wenn wir keine Emissionen mehr hinzufügen.

Mehr als die Hälfte dieser Kipppunkte, die vor Jahrzehnten vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) identifiziert wurden, seien bereits aktiviert worden, so das Team. "Die Beweislage aus den Kipppunkten zeigt, dass wir uns in einem planetaren Notstand befinden: Sowohl das Risiko als auch die Dringlichkeit der Situation sind akut", schreiben sie.

Ein Beispiel: Der Kipppunkt der Biosphäre des Amazonas-Regenwalds liegt zwischen 20 und 40 Prozent der verlorenen Waldfläche, seit 1970 sind es etwa 17 Prozent. Weitere im Kommentar erwähnte Kipppunkte sind der schmelzende Permafrost oder der arktische Meereisverlust.

"Die Zeit zur Erreichung der Netto-Null-Emissionen beträgt höchstens 30 Jahre. Und wir haben vielleicht schon die Kontrolle darüber verloren, ob ein Kippen stattfindet. Internationale Maßnahmen - nicht nur Worte - müssen dies widerspiegeln."

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