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Arbeitswelt

Rekordarbeitslosigkeit? Da kann man nichts machen!

Rekordarbeitslosigkeit? Da kann man nichts machen!
Rekordarbeitslosigkeit ist eine Folge von Corona. Die Gesundheitskrise wird zur Arbeitsmarktkrise. Mehr als eine halbe Million Menschen sind derzeit ohne Arbeit, jeder Dritte sucht schon länger als ein Jahr einen Job. 5 Dinge, die wir gegen Rekordarbeitslosigkeit tun können.

Die Krise beschert uns Rekordarbeitslosigkeit: Mehr als eine halbe Million Menschen sind derzeit ohne Arbeit. Jeder Dritte davon sucht schon länger als ein Jahr einen Job, ist also langzeitarbeitslos. Die Gesundheitskrise wird zur Arbeitsmarktkrise.

 

Rekordarbeitslosigkeit in Österreich

Eine halbe Million arbeitslos. Und fast nochmal so viele in Kurzarbeit. Eine Million Menschen geht also derzeit gar nicht oder so gut wie gar nicht arbeiten. Das ist ein Viertel der österreichischen Erwerbsbevölkerung. Willkommen in der Rekordarbeitslosigkeit.

Und das kostet: Kurzarbeit rettet mittel- und langfristig Arbeitsplätze, für die Betroffenen heißt es aber auch: Sie haben weniger Geld. Weil eben nicht der volle Lohn ersetzt wird. 1 Milliarde Euro weniger Lohn wurde letztes Jahr an Arbeitnehmer*innen ausgezahlt. Eine Milliarde weniger für die Menschen. Eine Milliarde weniger für die Wirtschaft … und damit für den Staat.

Rekordarbeitslosigkeit schadet uns allen

Wer in Kurzarbeit ist, hat trotzdem noch Glück gehabt – ein Arbeitsloser hat nur noch die Hälfte seines Einkommens, im Schnitt nur 970 Euro im Monat. Österreich hat nun Rekordarbeitslosigkeit. Das ist für jeden Betroffenen eine Katastrophe – aber auch für uns als Gemeinschaft. Wer wenig Geld hat, kann nur wenig ausgeben. Wenn die Einen nur wenig ausgeben, können die Anderen nur wenig einnehmen: Dann kaufen der Papa und die Mama das neue Fahrrad für die Tochter eben nicht zum Geburtstag, dieser Umsatz fehlt dem Fahrradverkäufer,  lässt in der Mittagspause kein Essen mehr liefern, das fehlt der Wirtin ums Eck. Die lässt deshalb ihren Gastraum nicht renovieren, der Auftrag fehlt dann dem Tischler. Und so weiter und so weiter und so weiter. So pflanzt sich die Krise von den Arbeitslosen fort, von einem “Kleinen” zum nächsten. Und am Ende der Kettenreaktion bricht die Konjunktur ein.

Was wir gegen Rekordarbeitslosigkeit tun können

Und das wird sich von allein nicht in Luft auflösen: Auf eine offene Stelle kommen derzeit 10 Arbeitslose. Es gibt einfach zu wenig bezahlte Arbeit. Der Markt wird uns die Krise nicht vom Hals schaffen. Solange eine Corona-Impfung nicht für alle verfügbar ist und die Lage am Arbeitsmarkt derart katastrophal bleibt, muss der Staat einspringen.

5 Dinge, die wir jetzt gegen Rekordarbeitslosigkeit tun können

Erstens. Arbeitslose finanziell entlasten: Wer keinen Job hat, kämpft um das Nötigste, um Essen, Miete, Kleidung. Und mit ihnen kämpft unsere gesamte Wirtschaft ums Überleben. Das Arbeitslosengeld muss rauf – da sind sich alle Wirtschaftsforschungsinstitute einig gerade in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit. Mindestens bis zum Ende der Krise, am besten aber dauerhaft.

Zweitens. Langzeitarbeitslosigkeit bekämpfen: Wenn wir nur eine einzige Milliarde mehr als bisher ausgeben um Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen, können wir damit 100.000 Jobs im öffentlichen und gemeinnützigen Bereich schaffen.

Drittens.  Der logische nächste Schritt ist eine Jobgarantie für Langzeitarbeitslose: Jeder und jede Langzeitarbeitslose bekommt ein Jobangebot für einen konkreten, sinnvollen und öffentlich geförderten Job.

Viertens. Mehr Jobs von der Gemeinschaft für die Gemeinschaft: Es gibt  so viele Bereiche, in denen das Personal unter der Belastung stöhnt und verzweifelt ist, Menschen, deren Hilfe wir dringend brauchen – und die unsere Hilfe brauchen:  in Krankenhäusern, Schulen, Altenheimen. 

Fünftens: Konjunkturpaket schnüren. Um die Wirtschaft aus diesem Tal zu bekommen, müssen wir ordentlich anschieben und Gas geben. Also  mehr staatliche Ausgaben und Investitionen in den Bereichen, in denen sie sowieso überfällig sind. Klima, Bildung, Infrastruktur.

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