Warum eine Diät für Frauen die Karrierechancen eher verbessert als ein Uni-Abschluss
Taste based: Geschmackliche Diskriminierung bei Frauen
Es gibt viele Gründe, warum Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, das wissen wir. Dass ein Puzzlestück die „taste-based“ also „geschmackliche“ Diskriminierung ist, das ist vielen von uns wahrscheinlich eher neu.
Studien aus den USA zeigen, dass Frauen, die mehr wiegen, weniger verdienen. Sie werden auch seltener befördert und haben größere Schwierigkeiten, überhaupt einen Job zu finden. Dünn zu sein ist für die Karriere so wichtig, wenn nicht wichtiger, als einen Uni-Abschluss zu haben. Übergewichtige Männer haben diese Probleme so nicht. Für ihre Karriere ist es meist egal, wieviel sie wiegen.
Schlechtere Karrierechancen von Frauen
Christiane Bozoyan und Tobias Wolbring haben sich angesehen, wie die Situation in Deutschland ist. Und sie wollten wissen, ob es einen Unterschied macht, wie alt man ist. Sie zeigen, dass bei übergewichtigen Männern Einkommensunterschiede durch ihre Bildung, ihren Beruf oder ihre Branche, ihre Berufserfahrung und ihre körperliche Gesundheit erklärt werden können.
Bei Frauen ist die gewichtsbedingte Diskriminierung ein Haupttreiber beim Einkommensunterschied.
Lohnungleichheiten, zumindest für übergewichtige Frauen, sind in Deutschland nicht die Folge von Produktivitätsunterschieden, sondern das Ergebnis von Diskriminierung.
Frauen werden immer noch viel mehr nach ihrem Aussehen beurteilt als Männer. Wie viel sie wiegen, wie sehr sie dem “Idealbild” entsprechen, ist entscheidend für die Höhe ihres Einkommens. Da greifen dann auch Vorurteile, wie: Wer dünn ist, leistet mehr und ist fleißiger. Und all das ist zum Nachteil von übergewichtigen Frauen. Vor allem auf ihrem Lohnzettel.
Die Analyse zeigt übrigens auch, dass es keinen Zusammenhang zwischen Gewicht und Beschäftigungsdauer oder Alter gibt. Dick sein wird in jedem Alter beruflich und am Lohnzettel bestraft.
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