Sydney Sweeney zeigt: Keine Frau ist im Faschismus sicher
Wusstet ihr, dass Sydney Sweeney eigentlich ein Mann ist?
Das ist natürlich völliger Blödsinn. Trotzdem verbreiten gerade Rechtsradikale diese Verschwörungserzählung auf X und anderen Plattformen.
Faschismus bedroht jede Frau. Ganz egal, ob sie Teil der Bewegung ist, ob sie sie verteidigt, befeuert oder glaubt, sie hätte sich darin einen sicheren Platz erarbeitet. Denn Faschismus funktioniert nicht ohne Frauenfeindlichkeit. Sie ist eine Voraussetzung.
Frauen haben eine bestimmte Rolle zu erfüllen. Sie sind im Faschismus keine Menschen mit Rechten, Würde und Selbstbestimmung. Sie sind eine Ressource: zur Reproduktion, zur Repräsentation, zur Stabilisierung eines Systems, das Kontrolle über Körper braucht.
So schnell wie Rechtsextreme sie zur Ikone erhoben haben, so schnell verraten sie Sweeney nun wieder. Denn am Ende des Tages bleibt eine Wahrheit, die jede faschistische Bewegung zwangsläufig einholt: Sydney Sweeney ist eine Frau. Und Faschismus braucht die Unterordnung von Frauen, nicht ihre Gleichstellung, nicht ihre Sicherheit, nicht ihre Autonomie.
Sydney Sweeney: Die Vorzeige-Republikanerin
Sydney Sweeney ist bekennende Republikanerin. Daraus macht sie kein Geheimnis. Spätestens seit ihrer Blue Jeans-Werbung - deren Shitstorm übrigens keiner war - ist sie auch Liebkind der Bewegung geworden. Kein Wunder: Blond, blauäugig, schlank und natürlich weiß verkörpert sie das Ideal vieler faschistischer Bewegungen.
Sweeney wurde zum Aushängeschild. Trump war begeistert. Die gesamte rechtsextreme Bubble in den USA feierten die Schauspielerin als ihr neues Idol.
Jetzt scheint das aber zu bröckeln.
Auf der pädokriminellen Plattform X teilen Rechtsextreme ihre Verschwörungstheorie, Sydney wäre eine trans Frau. Auf Reddit und Facebook wurde diese sogenannte “transvestigation” fortgesetzt. Die funktionieren immer nach demselben Schema: Gibt es bei Frauen scheinbar "biologische" Anzeichen dafür, die gegen eine extrem enge Vorstellung von Weiblichkeit verstoßen, wird sie als Mann bezeichnet. Bei Sweeney sind das ihre Schlüsselbeine.
Es sind haltlose Pseudo-Analysen, offen trans- und frauenfeindlich. Dieselbe Bewegung, die sie gestern noch idealisiert hat, spricht ihr heute ihre Weiblichkeit ab.
Es gibt nur einen Platz für Frauen im Faschismus
Studien zu Frauen in der radikalen Rechten zeigen das seit Jahren. Frauen werden als Influencerinnen, Mutterfiguren und freundliches Gesicht nach außen eingesetzt, während sie intern massivem Sexismus und Misogynie ausgesetzt sind. Das Frauenbild ist dabei immer dasselbe: eng, binär, angeblich „natürlich“. Heterosexuell. Biologisch „rein“. Reproduktiv verfügbar.
Wer festlegt, wer eine „echte“ Frau ist und wer nicht, will vorwiegend eines: Frauen kontrollieren. So gesehen haben sogenannte trans exkludierende Feministinnen mehr gemeinsam mit Nazis als mit echtem Feminismus.
Sydney Sweeney ist ein Beispiel für die Illusion, man könne im Faschismus gewinnen, wenn man nur angepasst genug ist. Es gibt aber keine sicheren Plätze. Nur ein System, das Frauen so lange benutzt, bis es entscheidet, dass es sie nicht mehr benötigt.











