Zu sehen ist ein Sticker mit der Aufschrift "Kein Mensch ist illegal"

Tausende Menschen sterben auf der Flucht. Das "Missing Migrants Project" dokumentiert alle Fälle.

Foto: Markus Spiske für Unsplash

/ 6. Juli 2022

25.000 Migrant:innen sind in Europa oder auf dem Weg hierher seit 2014 gestorben oder verschwunden. Die allermeisten von ihnen sind im Mittelmeer ertrunken. Aber auch am europäischen Festland verhungern, ersticken oder erfrieren Menschen.

In Österreich ist es nicht anders. Am 27. August 2015 starben 71 Flüchtende in einem Kühllaster in Parndorf, Oberösterreich. Sie erstickten. Menschen müssen sich auf Schlepper verlassen, weil legale Fluchtwege fehlen. Die EU setzt stattdessen auf Lager auf griechischen Inseln und am Balkan. Die Zustände dort sind erschreckend. Im Lager Moria starben etwa zwei Menschen bei einem Brand. Erst im Februar 2022 erfroren 16 Flüchtlinge an der griechischen Grenze.

Das Projekt "Missing Migrants" macht die Geschichten dieser Menschen sichtbar. Seit 2014 dokumentiert es Fälle, in denen Migrant:innen an den Grenzen oder auf dem Weg nach Europa verstorben oder verschwunden sind. Alleine in Europa betrifft das 835 Menschen. Im Mittelmeer sind es 24.291.

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