Morgenmoment
/ 28. Juli 2022

Guten Morgen,

ein Schulmeister, Übergewinne, Luftverschmutzung und Demenz - alle Themen passen in unseren Newsletter. Dein Morgenmoment kommt heute von Michael Farthofer.

#1 Möchtest du das teilen?

Während die meisten Menschen in Österreich unter der Teuerung leiden, erzielen Unternehmen wie die Verbund AG Rekordgewinne. Für den Ökonomen Stephan Schulmeister ist das ein Unding. Welche Ideen Schulmeister für ein gerechteres System hat, liest du hier im Interview.

#2 Ignoriert

Seit August 2021 kontrollieren die Taliban Afghanistan. In den Monaten zuvor hatten sich die internationale Truppen, allen voran jene der USA, immer weiter aus dem Land zurückgezogen. Mit dramatischen Auswirkungen, vor allem für Frauen. Sie werden vom gesellschaftlichen Leben immer weiter ausgeschlossen, dürfen Berufe im Staatsdienst nicht mehr ausüben und keinen Sport mehr machen. Das alles geht aus dem jüngsten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hervor.

Amnesty appelliert an die “internationale Gemeinschaft”, sie solle mit gezielten Sanktionen gegen die Taliban vorgehen. “Sonst werden Millionen Frauen und Mädchen ihrem Schicksal überlassen”, sagt eine Vertreterin der Organisation.

#3 Video-Tipp

Gesundheit muss man sich leisten können. Und obwohl wir hierzulande ein vergleichsweise gut ausgebautes öffentliches Gesundheitssystem haben, trifft die Aussage auch auf Österreich zu. Meine Kollegin Vicki erklärt dir den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit und geht auf ein Beispiel im Vereinigten Königreich ein.

#4 Der Reihe nach

Fünf Millionen Menschen weltweit sterben jährlich an den Folgen von Luftverschmutzung. Herzinfarkte, Schlaganfälle und Lungenkrankheiten werden oft durch Schadstoffe in der Atemluft hervorgerufen.

Eine große Schadstoffquelle ist der Verkehrssektor: Dort entstehen Unmengen an Feinstaub. Daran sind aber nicht in erster Linie die Abgase schuld, sondern der Reifenabrieb. Die mikroskopisch kleinen Gummipartikel gelangen in die Atemluft, von dort aus in die Lunge der Menschen und schließlich in die Blutlaufbahn. Das kann zu enormen gesundheitlichen Schäden führen.

Und wie so oft: Menschen mit geringem Einkommen trifft es am härtesten. Sie leben eher in Gegenden, in denen die Schadstoffbelastung hoch ist.

#5 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Ab heute leben wir Menschen auf Pump. Die Ressourcen, die seit Jahresbeginn verbraucht wurden, ließen sich innerhalb eines Jahres erneuern. Von nun an aber lebt die Menschheit über ihren Verhältnissen.

Nicht alle leisten den gleichen Beitrag zur Ressourcenvernichtung. Während die große Mehrheit weltweit in armen oder sehr bescheidenen Verhältnissen lebt, zerstören wenige sehr reiche Menschen und große Konzerne unseren Lebensraum. Manch Superreiche verbrauchen ihren Ressourcenanteil schon am 1. Tag des Jahres

Um unseren gemeinsamen Earth Overshoot Day künftig erst am 31. Dezember stattfinden zu lassen, brauche es gezielte Maßnahmen, “um die sinnlose Verschwendung von Energie und Ressourcen zu stoppen”, heißt es in einer Aussendung von WWF, Global 2000 und Plattform Footprint. Sonst bürde man weiterhin die Konsequenzen den Armen und nachfolgenden Generationen auf.

Liebe Grüße und einen entspannten Tag wünscht dir

Michi

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