Warum das Arbeitslosengeld in Österreich in Wahrheit niedrig ist
In Österreich kursierte zuletzt in vielen Medien die Falschinformation, das Arbeitslosengeld sei hoch.
Ein Blick auf Österreichs Daten im Vergleich zu europäischen Wohlfahrtsstaaten zeigt: Österreichs Unterstützung ist anfangs äußerst niedrig, nach einer Bezugsdauer von mehreren Jahren durchschnittlich.
Für die Corona-Arbeitslosen, die ja plötzlich und erst seit März ihre Arbeit verloren, ist derzeit allerdings vor allem der Bezug am Anfang wichtig, wo Österreich besonders wenig auszahlt.
Warum diese Berechnungen die Realität besser abbilden, als die kursierenden Falschinformationen, und wie mit der Statistik Schindluder getrieben wird, um Österreich als besonders "großzügig" darzustellen, hat das Momentum Institut hier in einem ausführlichen Beitrag erklärt.
Unter anderem wird dabei oft ein unrealistisches Gehalt angenommen, die Wohnbeihilfe ignoriert (die anderswo eine wichtigere Ergänzung für Arbeitslose ist) oder Österreich mit besonders schlecht ausgebauten Sozialstaaten verglichen.
Das könnte dir auch gefallen
- Neue Regeln fürs Arbeiten im EU-Ausland kommen: Das Ende langer Ketten an Subunternehmen fehlt
- WIFO-Chefökonom Felbermayer will Pensionsantritt erst ab 67. Zeit für einen Faktencheck.
- Aus für Pizza-Mopeds: „Das Problem ist die Bezahlung pro Lieferung“
- Wie Unternehmen Mitarbeiter:innen bei häuslicher Gewalt schützen können
- Europa brennt. Unser Wirtschaftsminister warnt vor dem falschen Problem.
- Ich bin ein Polizist und links und würde mich freuen, wenn ihr das lest
- 24-Stunden-Betreuerin erhält nach Jahren der Arbeit in Österreich 0 Euro Pension
- Zwischenparken: Unternehmen lagern ihr Risiko auf die Allgemeinheit aus
