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Arbeitswelt
Demokratie
Klimakrise

Weißt du wo dein Platz ist?

Guten Morgen!

Wer hat Platz in der Stadt? Wirklich alle? Wo ist deiner? Zwei Frauen wussten nicht, dass ihr Platz nur in Wien ist und müssen deshalb mit hohen Strafen rechnen. Deinen Morgenmoment schickt dir Lisa Wohlgenannt.
 

#1 Möchtest du das teilen?

Allen Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Schon gar nicht im öffentlichen Raum. Verschiedene Lebensrealitäten, Bedürfnisse, Ansprüche und Vorstellungen. So auch in der Parkanlage am Hundsturm in Wien Margareten, die neu gestaltet wurde. Nicht alle sind mit dem Ergebnis glücklich. Wir haben nachgefragt, was da los ist.

#2 Grafik des Tages

In Wien kommen fast 10 arbeitslose Menschen auf eine offene Stelle. Auch im Burgenland und in Niederösterreich haben es Arbeitssuchende schwer. Die Situation könnte sich im Winter deutlich verschärfen. Denn im Hochsommer halten sich viele Menschen mit Saisonarbeit übers Wasser.

 
Grafik. Fast überall gibt es viel mehr Arbeitslose als offene Stellen.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Anstatt die eigenen CO2-Emissionen zu verringern, kaufen sich große Unternehmen frei. Sie beauftragen andere Firmen, für sie Bäume zu pflanzen als „Ausgleich“ für ihre klimaschädlichen Geschäfte. Erst im Februar hat der Tech-Gigant Microsoft einen „Ausgleich“ für ein Viertel Millionen Tonnen CO2 bezahlt.
 
Dieser fragwürdige Abtausch wurde nun zunichte gemacht. Die Bäume stehen im US-amerikanischen Oregon, das seit Juli von einem Waldbränden geplagt wird. Die Brände erreichten nun auch jene Bäume, die das CO2 der großen Unternehmen hätten kompensieren sollen.

 
Waldbrände. Text: "Unternehmen pflanzen Bäume, um ihren CO2-Ausstoß 'wettzumachen'. Diese Bäume brennen in Oregon gerade ab."

#4 Gezeichnet

In Hebel der Macht enthüllt Rafael Buchegger jede Woche die Wahrheit über die Machenschaften des Premierministers. Diesmal unter dem Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“.

 

#5 Altpapier

Die türkisen Minister feiern „große“ Erfolge bei den kleinsten Fischen. Bei einer Schwerpunktaktion erwischte die Finanzpolizei unter anderem zwei Frauen dabei wie sie nicht genau dort waren, wo sie hätten sein sollen. Eine war für ein paar Tage bei den Eltern in Tschechien, eine andere in der Slowakei einkaufen. So macht das Team von Karl Nehammer und Gernot Blümel (beide ÖVP) „Sozialbetrug“ dingfest.
 
Die beiden „erwischten“ Frauen haben kein Geld hinterzogen oder erschlichen. Sie sind nicht für die Milliarden verantwortlich, die Österreich jährlich an Steuern entgehen, weil große Unternehmen ihre Gewinne in Steuersümpfe verschieben. Sie sind es nicht, die Kontrollen verweigern, Überstundenzuschläge einbehalten oder Lohnraub begehen. Zum Vergleich: Der Schaden von Lohndiebstahl belief sich 2020 auf 682 Millionen Euro. Im selben Zeitraum hat „Sozialbetrug“ 20 Millionen Euro gekostet.

Einen guten Start in die Woche!

Lisa