Morgenmoment
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/ 16. November 2020

Guten Morgen!

Vor der zweiten Welle wurde schon im Juni gewarnt, die Bundesregierung hat trotzdem nichts vorbereitet. Schulen und Kindergärten stellen auf Notbetrieb um, alle Eltern sind aufgefordert, ihre Kinder daheim zu betreuen. Anspruch auf Sonderbetreuungszeit haben Eltern deshalb aber keinen. Wir wurschteln uns also auch durch diesen zweiten Lockdown. Ein Morgenmoment von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Ein erwachsener Mensch wiegt in Österreich im Schnitt etwa 74 Kilo und verbraucht fast genau so viel an Material. Jeden Tag. Diesen brutalen Umgang mit unseren begrenzten Rohstoffen zeigt ein neuer Bericht. Für das Umweltministerium berechneten ForscherInnen von der BOKU und Statistik Austria die Menge an Material, das wir täglich verbrauchen: vom Lebensmitteleinkauf über die Stromerzeugung bis hin zum Bau von Häusern und Straßen. Das allerwenigste davon verwenden wir wieder: Nur 9 Prozent wird in Österreich recycelt. Was wir ändern müssen, um nachhaltiger zu leben, haben wir uns hier für dich angesehen.

#2 Zahl des Tages

Jeder 3. spürt Corona auch im Geldbörsel. Aber unter der Coronakrise leiden nicht alle gleich: Am härtesten trifft es die, die ohnehin schon weniger haben. Auch Eltern, Menschen mit Migrationshintergrund, kleine Selbstständige, LeiharbeiterInnen und geringfügig Beschäftigte verlieren überdurchschnittlich viel Einkommen, zeigt eine aktuelle Studie aus Deutschland.

#3 Hast du das gesehen?

Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde gestern in der ORF Pressestunde gefragt, wie es mit der Unterstützung von arbeitslosen Menschen rund um den zweiten Lockdown aussieht. Seine Antwort war Grund genug mal wieder die Pausetaste zu drücken.

#4 Gezeichnet

Es sind tödliche Fehler im Innenministerium passiert. Der Premierminister kommt ins Parlament, um seine Regierung zu verteidigen. Der Hebel der Macht berichtet.

#5 Besser geht doch

Eine Staatsbürgerschaft beeinflusst Bildungs- und Lebenschancen gewaltig. Verschiedene Studien zeigen: Eine raschere Einbürgerung würde zur Integration wesentlich beitragen. Eine Studie aus Deutschland hat den schulischen Erfolg von 4500 SchülerInnen mit Migrationshintergrund untersucht. Jene Kinder, die aufgrund einer Gesetzesänderung bereits ab Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft hatten, fingen nicht nur früher mit der Schule an, sie blieben seltener sitzen und gingen auch eher aufs Gymnasium. Eine schnelle Einbürgerung hat also positive Folgen. Das gilt auch im Arbeitsleben. Zuwanderer, die schneller eingebürgert wurden, verdienen mehr, zeigt eine andere Studie. Wer nur acht Jahre warten musste, hat im Schnitt elf Prozent mehr verdient als jemand, der 15 Jahre gewartet hat. Vor allem Frauen profitieren davon, bei Männern war der Effekt geringer.

#Bonustrack

Donald Trump muss dann bald mal aus dem Weißen Haus ausziehen. Er hat es zwar noch nicht ganz realisiert, viele US-AmerikanerInnen können den Auszug kaum abwarten. Dieser Clip bringt das schön auf den Punkt.

Wenn es irgendwie geht, mach es dir gemütlich diese Woche.

Barbara

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