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Ungleichheit

Zeit ist Geld … deiner Chef:innen

Fünf Themen, drei Minuten - dein Newsletter mit Haltung.

 
 

Guten Morgen!

Wie viele Überstunden hast du in deinem Leben schon geleistet? Und wie viele davon wurden bezahlt? Dein Morgenmoment kommt heute von Lisa Wohlgenannt. 

#1 Möchtest du das teilen?

10 Überstunden sind in Österreich bereits jetzt steuerfrei. Die ÖVP mit Arbeitsminister Martin Kocher will noch mehr. Das wäre ein Steuergeschenk für die, die es nicht brauchen. Während viele andere für ihre geleisteten Überstunden gar nicht entlohnt werden. Da läuft was falsch, erklärt Barbara Blaha. 

 

#2 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

334.000 Menschen in Österreich sind derzeit erwerbsarbeitslos oder in Schulung. Gerade sie trifft die Teuerung. Dennoch wurde das Arbeitslosengeld nicht an die Inflation angepasst. Das ist gefährlich, denn Arbeitslosigkeit ist ein wesentlicher Faktor für Armut. Und armutsfest ist das Arbeitslosengeld nicht. In jeder Branche liegt es unter der Armutsgefährdungsschwelle, berechnet das Momentum Institut.

Besonders betroffen sind Frauen ohne Staatsbürgerschaft. Sie erhalten im Durchschnitt um 22 Prozent weniger Arbeitslosengeld als ein österreichischer Mann. Etwa 14 Prozentpunkte sind dabei auf den Geschlechtsunterschied zurückzuführen, der Rest auf die unterschiedliche Nationalität.

Was gegen die Armutsgefährdung helfen würde: Das Arbeitslosengeld von derzeit 55 Prozent des letzten Nettogehalts auf 70 Prozent zu erhöhen. Weiters die Notstandshilfe dauerhaft auf die Höhe des Arbeitslosengeldes aufstocken sowie ein Mindestlohn von 2.000 brutto.

#3 Besser geht doch

Bald auch krumme Gurken? Damit weniger Lebensmittel weggeworfen werden, will die EU-Kommission die Regeln für unansehnliches Obst und Gemüse lockern. Lebensmittel mit äußeren Mängeln sollen vor Ort direkt verkauft werden dürfen. Das bedeutet kurze Lieferwege für die Landwirt:innen und erschwingliche Preise für die Kund:innen. 

Auch andere Änderungen wurden diskutiert. Die Ursprungskennzeichnung von Lebensmitteln wie Honig und behandeltem, verarbeitetem und geschnittenem Obst und Gemüse soll verbessert werden. Der Mindestfruchtgehalt von Konfitüren von 350g auf 450 g pro kg steigen und alle Konfitüren dürfen Marmelade heißen. Bisher war der Begriff den Konfitüren mit Zitrusfrüchten vorbehalten. Bei Freilandeiern sollen künftig auch Solarpaneele im Außenbereich angebracht werden dürfen. So soll mehr Strom aus erneuerbarer Energie gewonnen und genutzt werden. 
Die Vorschläge werden in den kommenden Monaten von Parlament und EU-Staaten noch geprüft.

#4 Bonus Track

Gegen die Teuerung schüttete Österreich vor allem Einmalzahlungen aus. Einmalzahlungen packen das Problem nicht an der Wurzel, sondern bekämpfen nur die Symptome der Teuerung. Andere Länder haben mehr auf direkte Eingriffe in die Preise gesetzt. Im Vergleich mit der Eurozone ist Österreich Schlusslicht bei den preisdämpfenden Maßnahmen, erklärt Momentum-Ökonomin Marie Hasdenteufel. 

 

#5 In gemeinsamer Sache

Am 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Der geht auf den Kampf für den 8-Stunden-Tag in den USA zurück. Gefeiert werden die Meilensteine, die die Arbeiterbewegung bereits erreicht hat. Faire Löhne, bezahlten Urlaub, Pensionsversicherung. Und wofür sie noch kämpft. Zum Beispiel die Arbeitszeitverkürzung.

Schönes langes Wochenende wünscht dir

Lisa

 

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