Ping-Pong zwischen FPÖ und Problemmedien: So funktioniert das Zusammenspiel

Wie viele Journalist:innen braucht man, um über 200 Menschen zu berichten, die zwei Stunden lang bei der Tankstelle anstehen?
Ein wenig origineller Witz über die österreichische Medienbranche? Mitnichten: Der Witz ist bei uns oft Realität. Das hat zuletzt die Berichterstattung der Problemmedien über eine Aktion der FPÖ gezeigt. Zwei Wochen nachdem die Partei Außenministerin Beate Meinl-Reisinger für ihre Show-Politik bei der Rückholaktion von Österreicher:innen scharf kritisiert hat, hat sie mit eigener Show-Politik für Schlagzeilen gesorgt: Wegen steigender Spritpreise lud die Partei Ende März zu einer Tankstelle in Wien-Ottakring. Das Versprechen: zwei Stunden lang tanken zu “FPÖ-Preisen”, gemeint sind Spritpreise wie vor dem Angriff der USA auf den Iran. Drei FPÖ-Politiker gaben dabei die Tankwarte.
Ja, Politik ist immer auch Show. Aber die zweistündige Alibi-Aktion, von der normalerweise nur Hardcore-Fans etwas mitbekommen hätten, verlief dank der Problemmedien ganz anders. Alleine beim Online-Auftritt der Heute konnte man in sechs Artikeln darüber lesen. Die Ankündigung unter der Headline “40 Cent runter! Hier kannst du zu ‘FPÖ-Preisen’ tanken” hätte so auch auf der Partei-Website erscheinen können. Der Artikel inkludierte das Social-Media-Ankündigungsbild der Partei samt weichgezeichneten Gesichtern sowie Ausführungen zu Kickls Spritpreisplänen (die anderswo für Häme oder zumindest kritische Einschätzung der wenig zielführenden Maßnahmen sorgten).

Es folgten: ein weiterer Ankündigungsartikel, eine Reportage (“Ausnahmezustand: Wiener stürmen blaue Billig-Tankstelle”) und zwei Artikel über die Konsequenzen für den Tankstellenbesitzer - er hatte für die Aktion Sprit günstiger und danach wieder “teurer” machen müssen, was gegen die Spritpreisverordnung verstößt.
Was aufregt, bringt Aufmerksamkeit; Aufmerksamkeit bringt Aufregung. Das wissen auch die Problemmedien. Der tägliche Blick in diese Medien zeigt uns schon länger: Die FPÖ kommt immer dominanter und unkritischer darin vor.
Braucht die FPÖ die Problemmedien überhaupt?
Dabei hat sich die FPÖ schon lange ein eigenes Medienumfeld geschaffen. “Vor allem im Umkreis der FPÖ sind erste Publikationen bereits in den Nullerjahren entstanden”, sagt Luis Paulitsch, Medienforscher und Autor des Buchs Alternative Medien. Das Ziel dieser alternativen Medien: eine Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien herzustellen.
Alternative Medien geben eine extrem parteiische Sichtweise auf die Welt wieder und setzen ausschließlich auf “eigene” Themen. Sie bedienen dabei ein sehr treues Publikum, so Paulitsch. Und sie hätten vor allem während Corona immer mehr Menschen angesprochen, die nicht unbedingt zur Kernwählerschaft der FPÖ gehören.
Rund zehn Prozent der Bevölkerung erreichen solche Medien regelmäßig. Für viel mehr reicht es aber nicht. Hier kommen die Problemmedien ins Spiel. Boulevardmedien mit großer Reichweite übernehmen die Erzählung der FPÖ und tragen sie dorthin, wo die FPÖ-nahen Medien nicht hinkommen. Beide Seiten profitieren davon.
Welche Methoden wenden sie dabei an und wie funktioniert das Zusammenspiel? Wir haben die wichtigsten Regeln des FPÖ-Problemmedien-Ping-Pongs zusammengestellt:
1.: Druck' Inhalte mit extremen Behauptungen eins zu eins ab
Am 19. Jänner 2026 gibt die FPÖ eine Pressekonferenz und schickt um 10:55 Uhr eine Pressemitteilung mit dem Titel “Mindestsicherung für Asylanten stoppen – Wiener entlasten” aus. Um 13:50 Uhr erscheint auf oe24 ein Artikel mit dem Titel “Milliarden-Kosten: FPÖ fordert Mindestsicherungs-Stopp für Asylberechtigte”. Der Inhalt: die Presseaussendung der FPÖ, leicht umgeschrieben. Keine Einordnung oder kritische Nachfrage. Aussendung und Artikel enden mit demselben Zitat. Formulierungen werden teils eins zu eins übernommen. Die Heute ist sogar noch schneller, bei ihr erscheint der Artikel bereits um 11:30 Uhr.
Tags darauf steht beides teils abgeändert, aber weiterhin ohne Einordnung von Zahlen oder Behauptungen in der gedruckten Zeitung.

Über Pressekonferenzen zu berichten gehört zum journalistischen Tagesgeschäft. Ohne Einordnung die Ausfälle einer Partei wiederzugeben, aber nicht. Und doch passiert genau das speziell bei der FPÖ immer häufiger.
“Diese Medien übernehmen provokante Inhalte von Presseaussendungen der FPÖ, weil sie so zugespitzt sind. Das ist in erster Linie Clickbait-Logik”, sagt Paulitsch. Es gehe nicht nur um politische Motivation, sondern auch um Reichweite auf sozialen Medien. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:
2.: Berichte so, dass dich die FPÖ auf sozialen Medien teilt
Es gibt in den sozialen Medien ein Ping-Pong-Spiel zwischen Boulevard und FPÖ. Das wurde 2017 sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Vertreter:innen der Problemmedien geben das auch offen zu: In einem Interview mit dem “Fleisch Magazin" von 2016 erzählte der damalige Chefredakteur der Kronen Zeitung, Richard Schmitt, freimütig: Ein Posting auf der Facebookseite des damaligen FPÖ-Chefs H.C. Strache generiere halt viel mehr Aufmerksamkeit:
“Wenn Strache einen normalen Bericht von uns auf Facebook teilt, dann merken wir, das haut die Quote auf das 1,5-Fache hoch. Und umgekehrt kriegt er natürlich auch mehr Traffic, wenn wir ihn pushen. So ein Doppelspiel ist natürlich für die anderen Parteien gefährlich.”
Schmitt, damals einer der “mächtigsten Journalisten Österreichs” (Falter), ist mittlerweile übrigens selbst tief in die Welt der Alternativmedien abgetaucht.
Mittlerweile hat Facebook an Relevanz verloren. Aber dieses Ping-Pong-Spiel läuft an anderer Stelle heiß, wie ein Blick auf den Instagram-Account der FPÖ zeigt:
Fast jedes fünfte Posting der FPÖ verwendet Artikel der Heute, oe24 kam immerhin siebenmal vor. Zum Vergleich: Bei der ÖVP kam die Heute viermal vor, Presse und Standard je zwei- und der Kurier einmal. Alle anderen Parteien teilen kaum Artikel von Medien, die SPÖ gar keine.
Die geteilten Artikel sind bei der FPÖ in den meisten Fällen “Aufreger”. Vor allem bei Geschichten der Heute verwendet die Partei für ihre Postings meistens nur Headline und Einleitung des Mediums. Eine eigene Einordnung durch die Partei braucht es nicht, die Artikel sind voll auf Parteilinie:
Das Ping-Pong zwischen FPÖ und Boulevard ist nicht neu. Aber den Eindruck, den man bei der täglichen Beschäftigung mit diesen Medien gewinnt, bestätigt auch Medienforscher Paulitsch: Das Zusammenspiel der beiden wird enger.
“Die Kronen Zeitung hat infolge des Ibiza-Videos begonnen, eine eher FPÖ-kritische Berichterstattung zu bemühen. Bei der Heute konnte man unter Christian Nusser (früherer Chefredakteur der Heute, Anm.) beobachten, dass sie sich um eine Art konstruktiven Boulevard bemühte”, sagt Paulitsch. Davon habe man sich zuletzt immer mehr verabschiedet. Das merkt man nicht zuletzt an der Art, wie die FPÖ in Problemmedien vorkommt. Was uns zur nächsten Regel bringt:
3.: Setz' die FPÖ als aktive Partei in Szene
Problemmedien vermitteln das Gefühl, die FPÖ treibe andere Parteien vor sich her. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die FPÖ als sehr aktive Partei in den Problemmedien beschrieben wird. Die Partei - beziehungsweise prominente Mitglieder wie Herbert Kickl, Dagmar Belakowitsch oder Dominik Nepp - “tobt”, “zerlegt”, “warnt”, “schäumt”, “rechnet ab” und vor allem: “fordert”. Eine Suche in den Online-Artikeln der Heute nach den Begriffen “Partei XY fordert” bringt diese Ergebnisse:
Die schnelle Auswertung zeigt: Die FPÖ “fordert” laut Problemmedien in etwa genau so viel wie die gesamte Koalition zusammengerechnet. Die einzige andere Oppositionspartei wird wesentlich zahmer dargestellt.
Diese Art der Berichterstattung spielt der FPÖ in die Karten. Ihr wesentliches Alleinstellungsmerkmal ist die Kritik an anderen Parteien und an vermeintlichen Missständen. Und die Partei profitiert davon: “Die Erzählungen der FPÖ finden im Boulevard viel stärkere Verbreitung. Und sie haben Auswirkungen auf die politische Debatte. Wenn dort Themen gesetzt werden, prägt das die Öffentlichkeit viel stärker, als wenn sie in der eigenen Bubble bleiben”, sagt Paulitsch.
Wer diese Öffentlichkeit bedienen will, kommt um die mit Abstand reichweitenstärkste Tageszeitung nicht herum. Aufmerksamen Leser:innen wird aufgefallen sein, dass die Kronen Zeitung bisher noch kaum eine Rolle gespielt hat. Das liegt auch an dem spezifischen Verhältnis der Zeitung zur Partei. Das Zusammenspiel von Krone und FPÖ spielt besonders nach einer Regel:
4.: Hol dir die FPÖ für Kampagnen und Aufreger ins Boot
2019 war kein gutes Jahr für das Verhältnis zwischen FPÖ und Kronen Zeitung. Im “Ibiza-Video” nahm die Zeitung eine zentrale Rolle ein: H.C. Strache wünschte sich eine Übernahme der Zeitung, um durch ihren Einfluss die FPÖ zu stärken. Die Politik ist sich der Bedeutung der Kronen Zeitung also sehr bewusst. Erfreut waren die Krone-Eigentümer über diese Aussagen nicht. Vorerst wurde nicht mehr so unbeschwert Ping-Pong gespielt.
Doch das Spiel hat inzwischen wieder Fahrt aufgenommen. Das sieht man vor allem an den Kampagnen der Zeitung, für die das Medium lange Zeit berüchtigt war.
Ein typisches Beispiel: die NGO-Kampagne. Aus Deutschland schwappte 2025 ein vermeintlicher EU-Skandal nach Österreich (für den die deutsche “Welt” mittlerweile eine Rüge des Presserats wegen irreführender Berichterstattung erhalten hat). Es war ein gefundenes Fressen für Krone und FPÖ. Nach der ersten “Aufdecker”-Geschichte der Krone folgte prompt eine Aussendung der Freiheitlichen: “Einen wahren Geldregen aus Brüssel über die österreichischen NGOs und Lobbyistenvereine hat heute die ‘Kronen Zeitung’ aufgedeckt”, liest man darin. Nachdem die Krone mehrere Artikel dazu veröffentlicht hatte, erschien zwei Monate später dieser Erfolgsartikel:

Die Zeitung feiert sich darin selbst - und die FPÖ, die dank parlamentarischer Anfragen das von der Krone gewünschte Ergebnis geliefert hat.
Diese Zusammenarbeit finden wir auch bei kleineren Kampagnen. Etwa gegen vermeintliche “Spitals-Touristen”, bei denen die Krone mit Zahlen der FPÖ einen hetzerischen Artikel bastelte. Der Verlauf ähnelt dem anderer Kampagnen: Die FPÖ stellt eine parlamentarische Anfrage mit dem Ziel, einen “Skandal” aufzudecken. Der Inhalt dieses Mal: die aus Sicht der FPÖ viel zu teuren medizinischen Behandlungen von Menschen, die nicht aus Österreich sind. Aus den Antworten der Anfrage macht die Partei eine Aussendung. Noch am gleichen Tag veröffentlichte die Krone einen Artikel zu vermeintlichen “Spitals-Touristen” und springt auf den “Skandal” auf.
Bloß: Bei genauerem Hinsehen löst sich der vermeintliche Skandal in Luft auf. Die Zahlen klingen zwar hoch "Milliardenkosten! Millionen Behandlungen!!" sind aber ohne Einordnung nichts wert. Und eine Einordnung relativiert die Zahlen sehr schnell. Aber für die Anschuldigung, dass “die Ausländer” vermeintlich schuld an Missständen im Gesundheitssystem sind, reicht es. Es ist “ein Obstsalat der Hetze, in dem Äpfel mit Birnen vermischt werden”, schreibt meine Kollegin Lisa Duschek in ihrer Analyse.
Ein anderer vermeintlicher Skandal über die verlängerte Auszahlung der Mindestsicherung in Wien wurde wiederum von der Krone angestoßen - und dafür Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp interviewt. Der reagierte dankbar und verwendete die Krone-Headline mit seinem Zitat als Instagram-Posting:

Das Tüpfelchen auf dem i: Auch die Heute hat die Geschichte aufgegriffen.
Was haben Problemmedien vom Anbiedern an die FPÖ?
Bleibt die Frage: Warum machen die Boulevardmedien das? Diese Frage lässt sich – zumindest teilweise – auch hier mit “Geld” beantworten. Für Journalismus wird immer weniger Geld ausgegeben, praktisch alle Medien kämpfen um das wirtschaftliche Überleben. Ein Gegenmittel: Mehr Reichweite heißt mehr Bedeutung, heißt mehr Geld für Werbung. Das ist eine simple Rechnung. Und ein Problem. Denn es sind häufig negative Nachrichten und vermeintliche Skandale, die für Reichweite sorgen. Gegen diese Entwicklung braucht es politische Maßnahmen.
Die Regierung und speziell Medienminister Andreas Babler (SPÖ) versuchen sich aktuell daran und machen sich dadurch bei Problemmedien unbeliebt. Babler möchte nämlich gerne bei einer der wichtigsten Geldquellen dieser Medien strengere Kriterien einführen: Die Medienförderungen sollen in Zukunft die journalistische Qualität der Medien stärker berücksichtigen. Dadurch würden Medien belohnt, die tatsächlich journalistisch hochwertige Arbeit leisten. Ein wichtiger Schritt, der für Problemmedien ein Problem wäre.
Sie erhalten aktuell Millionen Euro an Förderungen aus unterschiedlichen Töpfen. Bei der Krone waren es 2025 für Print, Radio und Fernsehen fast 6 Millionen Euro vom Bund. Bei einer Umstellung auf Kriterien wie die “Einhaltung ethischer Grundsätze”, “gesellschaftliche Relevanz” oder “verantwortungsvolles Handeln” wird es aus diesen Fördertöpfen sehr viel weniger für die Problemmedien geben.
Dazu kommt: Die Forderung nach höheren Steuern auf Vermögen der SPÖ unter Babler findet die selbst vermögende Eigentümerfamilie der Kronen Zeitung und der Heute wenig prickelnd. Mehrere gute Gründe, für sie auf Kampagnen gegen Babler zu setzen, wie der Medienwatchblog Kobuk ausführlich recherchiert hat. Naheliegend, dass sich Problemmedien wieder einer Partei annähern, bei der weder mehr Steuern auf Vermögen noch strengere Qualitätskriterien bei Förderungen drohen.
Apropos Geld: Das fließt von Parteien über Werbekampagnen bereits jetzt direkt zu den Problemmedien. Seit Oktober 2025 müssen die Beträge wegen einer Verordnung der EU über “die Transparenz und das Targeting politischer Werbung” (TTPA) gemeldet werden. Heute und oe24 listen diese übersichtlich auf: Bei beiden inseriert die FPÖ oder ihr nahestehende Institutionen mit Abstand am häufigsten. Die Partei hat bisher auch am meisten Geld ausgegeben: Seit Oktober gingen 72.602 Euro von der FPÖ an diese Medien. Von der SPÖ waren es 54.677 Euro, von den Grünen 21.858 Euro, von der ÖVP 12.028 Euro und von den NEOS 4.687 Euro. Die Krone weist die Beiträge nicht klar einsichtig auf. Nur über eine Google-Suche finden sich einige Transparenzbekanntmachungen - wobei nicht nachvollziehbar ist, ob das alle verfügbaren sind.
All diese Förderungen und Gelder aus Werbekampagnen können zum demokratiepolitischen Problem werden - wenn es keine klaren Regelungen gibt. Denn sie schaffen Abhängigkeiten: Du schreibst nicht so, wie es der Politik gefällt? Schon dreht sich der Geldhahn etwas weiter zu. Im Gegenzug kann die Forderung lauten: Ihr schaltet zu wenig Inserate bei uns? Dann wird die Berichterstattung bald anders aussehen.
Was kann man gegen die Allianz aus Boulevard und FPÖ unternehmen?
Das Geld fließt, die Aufmerksamkeit auch. Eine große Medienmacht stellt sich immer mehr auf die Seite einer Partei: “Es wirkt zumindest durch die Berichterstattung so, dass von Boulevardseite eine FPÖ-geführte Bundesregierung gewünscht wird”, sagt Paulitsch.
Politisch müsse man die öffentlichen Inserate auf noch transparentere Beine stellen, damit es bei künftigen Regierungen zu weniger Willkür kommen könnte. In Österreich sei das wechselseitige Spiel bei Inseraten zwischen Politik und Medien doch sehr speziell, so Paulitsch. Inseratengeld für positive Berichterstattung könnte laut einer Studie schon 2008 Werner Faymann von der SPÖ im Wahlkampf geholfen haben.
Und wir erinnern uns an die Inseraten-Affäre, über die Sebastian Kurz schlussendlich gestolpert ist und bei der die Ermittlungen immer noch laufen. Der Vorwurf damals: Geld aus Ministerien sei über Inserate an Problemmedien geflossen, deren Berichterstattung sich deswegen wohlwollend gegenüber Kurz gezeigt habe. Ein Vorgehen, das durchaus als Vorbild für weitere rechtspopulistische Regierungsbeteiligungen dienen könnte.
Die Ausgaben der Bundesregierung für Inserate sind zumindest zuletzt stark zurückgegangen. Dennoch wird sehr viel Geld ausgegeben: 177 Millionen Euro waren es insgesamt im ersten Halbjahr 2025. Die Problemmedien werden viel unternehmen, dass diese Beträge wieder mehr werden.
“Der Rechtsruck zeigt sich immer stärker im Boulevard. Er berichtet in einer Logik, die dem Aufstieg des Rechtspopulismus weiter Vorschub leistet”, sagt Paulitsch. Das müsse anderen Parteien und der Zivilgesellschaft klar sein. Ein Gegenmittel wäre es, kreative Wege zu finden, um eine stärkere Gegenöffentlichkeit zu schaffen. Und sich nicht wie früher vom Boulevard vor sich hertreiben zu lassen.
















