Morgenmoment
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/ 23. Juni 2021

Guten Morgen!

Wenn du durch ehrliche Arbeit reich werden willst, solltest du idealerweise lange leben. Achja, und kein Geld ausgeben für so lästige Sachen wie Essen oder Trinken. Was das mit dem langen Leben dann doch wieder erschwert. Dein Morgenmoment kommt heute von Sebastian Panny.

 

#1 Möchtest du das teilen?

Was Elisabeth Köstinger auf EU-Ebene für mehr Klimaschutz und soziale Standards in der Landwirtschaft tut, ist mitunter das Gegenteil von dem, was sie öffentlich fordert. Das beklagen Umweltschutzorganisationen und Arbeiterkammer. Wir haben für dich recherchiert.

#2 Pride Month

Carl Nassib hat sich über Instagram als homosexuell geoutet

Foto: Erik Drost/CC BY-SA 2.0

Der Juni ist Pride Month. Wir stellen deshalb bemerkenswerte LGBTQIA-Persönlichkeiten aus aller Welt vor. Heute geht es um einen aktuellen Fall: Carl Nassib hat sich am 21. Juni als erster aktiver NFL-Profi öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt.

Der 28-jährige Carl Nassib ist seit fünf Jahren professioneller Football-Spieler in der NFL. Aktuell ist er bei den Las Vegas Raiders unter Vertrag. Auf seinem Instagram-Account hat er am 21. Juni ein Video veröffentlicht, in dem er sich öffentlich als homosexuell outet. 

Nassib erklärt, dass er sich nicht oute, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Für ihn sei es ein wichtiges Zeichen der Sichtbarkeit und gleichzeitig eine Erleichterung. Denn die Gedanken an diesen Moment des öffentlichen Coming-Outs hätten ihn schon seit 15 Jahren gequält. Von seinen Kollegen habe er viel Respekt und Akzeptanz bekommen, so Nassib weiter. Er hoffe jedoch, dass solche Bekenntnisse in Zukunft nicht mehr notwendig sein werden.

Mehr zu seiner Geschichte liest du hier.

#3 Hast du das gesehen?

Falls du es verpasst hast: MOMENT ist jetzt auch auf TikTok! Wir produzieren dort eigenen Content und du kannst ab und an auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Heute erklärt dir Barbara Blaha etwa, wieso du als DurchschnittsösterreicherIn mit "normaler" Arbeit eher nicht reich wirst und wie viele Jahre du arbeiten müsstest, um das Vermögen von Didi Mateschitz zu erreichen. Spoiler: Wird eher knapp bis zur Pension.

#4 Zahl des Tages

Der britische Sender ITV News hat in einer investigativen Recherche herausgefunden, dass viele völlig einwandfreie Waren durch Amazon in Großbritannien vernichtet werden. Heimliche Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung, das in nur einem der 24 Verpackungslager stattfindet. In einem internen Dokument, das ebenfalls an den Sender geleakt wurde, wird die Zahl der zerstörten Artikel festgehalten: 124.332 waren es in einer Woche im April. 28.000 Produkte waren als Spende vorgesehen.
 
Ein Grund dafür ist, dass viele Unternehmen in diesen Lagerhäusern ihre Waren lagern. Doch je länger die Waren dort unverkauft bleiben, desto teurer wird die Lagerung. So ist es für die Unternehmen irgendwann billiger, die Waren einfach zerstören zu lassen, als weiterhin die Lagergebühren zu bezahlen. 
 
Wie ein ehemaliger Angestellter betont, ist es dabei völlig egal, welche Produkte das sind. Er habe sowohl Laptops, iPads oder Staubsaugerroboter entsorgt, ein Mal seien auch 20.000 unverpackte Gesichtsmasken dabei gewesen. Rund die Hälfte war ungebraucht, der Rest waren Rücksendungen. In einigen Wochen wurden dort sogar mehr als 200.000 Produkte vernichtet. 
 
Laut Amazon werden die meisten der Produkte zwar recycelt, doch ITV konnte auch viele Lieferungen an Mülldeponien filmen. Dass Amazon trotz aller Beteuerungen so vorgeht, war jedoch auch vorher schon bekannt. Ein französischer Fernsehsender berichtete etwa bereits 2019 darüber, dass Amazon auch in Frankreich mehr als drei Millionen Produkte im Jahr zerstört.

#5 Zitat des Tages

Gestern hätte die ehemalige Labour-Politikerin Jo Cox ihren 47. Geburtstag gefeiert. Cox wuchs in der Grafschaft Yorkshire auf und erlebte dort die Auswirkungen der Politik von Margaret Thatcher. Doch für Politik begann sie sich erst zu interessieren, als sie in Cambridge zu studieren begann und dort erlebte, wie entscheidend die Herkunft von Menschen für ihr Vorankommen ist. Nach dem Studium arbeitete sie für NGOs wie Oxfam, wo sie sich regelmäßig in Kriegs- und Krisengebieten aufhält.
 
In der Labour Partei war sie vier Jahre lang Vorsitzende des Frauennetzwerkes und galt als eine der Zukunftshoffnungen der Partei. Als die Debatte über den Brexit aufkam, herrschte auch in ihrer Partei Uneinigkeit darüber, wie man sich positionieren sollte. Cox blieb jedoch durchwegs proeuropäisch und kämpfte für den Verbleib Großbritanniens in der EU.
 
Dieser Einsatz endet für Cox tödlich. Am 16. Juni 2016, also vor fast genau fünf Jahren, wurde sie von einem Rechtsradikalen ermordet. Er schoss mehrmals auf sie und stach mit einem Messer auf Cox ein, während er “Britain First” rief. Nur eine Woche später stimmten die BritInnen gegen einen Verbleib in der EU.

Nach ihrem Tod gründete ihre Familie die Jo Cox-Stiftung, die Menschen durch unterschiedliche Projekten zusammenbringen soll. Das Motto der Stiftung ist einer der Grundsätze, die Jo Cox ihr Leben lang vertreten habe: “More in Common” (ungefähr: "Wir haben mehr gemeinsam").

Vergiss nicht, heute gut hydriert zu bleiben!

Einen schönen Mittwoch,

Sebastian

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