Morgenmoment
/ 22. September 2022

Guten Morgen!

Der Newsletter liefert heute Enteignungen, gegen die kaum jemand etwas einzuwenden hat - und Unternehmen, die am besten längst enteignet worden wären. Der Morgenmoment kommt diesmal von Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Wie fühlt es sich an, als Schwarze Person in Österreich aufzuwachsen? Noomi Anyanwu von den Black Voices erzählt uns von ihren Kindheitserinnerungen, die vor allem von einem geprägt sind: Rassismus.

#2 Grafik des Tages

Was passiert, wenn die Inflation höher ist als die Lohnerhöhungen? Man kann sich, logisch, um das Geld immer weniger leisten. Dieses Jahr ist das ganz besonders schlimm: Der sogenannte Reallohnverlust beträgt knapp 4%.

Das ist der größte Verlust seit vielen Jahrzehnten. Bisher ist unsere Kaufkraft fast jedes Jahr gestiegen. Denn obwohl es schon früher Jahre mit hoher Inflation gab, wurden diese durch die Lohnabschlüsse ausgeglichen. Erst seit den 1990ern gibt es immer mehr Jahre mit Reallohnverlust. So extrem wie dieses Jahr war es aber auch da bei weitem nicht. 
Dagegen hilft hauptsächlich eines: mehr Geld für Arbeitnehmer:innen.
 

#3 Hast du das gesehen?

Kriminellen russischen Oligarch:innen schaden und dabei leistbaren Wohnraum schaffen!? Das geht tatsächlich, zumindest wenn es nach dem Stadtrat von Westminster geht. Was die genau vorhaben, erfährst du in unserem neuen TikTok:

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

 

Ölkonzerne sind wie fleischgewordene Superhelden-Bösewichte. Sie wissen schon seit den 1970er-Jahren über die Klimakrise Bescheid. Sie wissen auch schon lange, was man dagegen unternehmen kann - und haben diese Maßnahmen sabotiert.

Durch interne Dokumente wurde ein neues Beispiel dafür beim Ölriesen Exxon und dessen kanadischen Tochterunternehmen Imperial Oil aufgedeckt. 1991 erhielt das Unternehmen eine Studie über die Auswirkungen einer CO2-Steuer. Für das Klima wären die großartig gewesen: weniger Raffinerien, Kohlekraftwerke und dreckige Autos, dafür ein stärkerer Fokus auf erneuerbare Energien.

Doch Exxon sah seine Gewinne bedroht. So entwickelte das Unternehmen eine Strategie, um CO2-Steuern in der Öffentlichkeit schlechtzumachen. Obwohl das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt wusste, dass sie der beste Weg sind, um die Klimakrise zu bekämpfen.

#5 Besser geht doch

4 Jahre später, aber doch: Die EU verbietet das Fischen mit Bodenschleppnetzen in der Tiefsee des Nordostatlantiks.

Schleppnetzfischen ist fatal für die Meere und fürs Klima sogar schädlicher als der weltweite Flugverkehr. Man kann sich das vorstellen wie einen Bulldozer, der im Falle der Bodenschleppnetze über den Meeresboden fegt und alles einfängt und verwüstet, was ihm unterkommt. 

Fast ein Viertel des weltweiten Fangs ­- etwa 19 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte - stammen aus der Fischerei mit Schleppnetzen.

Das neue Verbot schützt nun 87 Gebiete mit empfindlichen Ökosystemen in der Tiefsee der EU-Gewässer und das auf 16.000km².

Damit ist ein großer Schritt im Schutz von Korallen, Schwämmen und anderen lebensraumbildenden Arten in der Tiefsee getan.

Einen schönen Donnerstag

Sebastian

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