Morgenmoment
/ 27. Januar 2022

Guten Morgen,

Heute gedenken wir weltweit den Opfern des Holocaust. Eine Überlebende findet auf ihrem TikTok-Kanal passende Worte. Das und mehr heute im Morgenmoment von Andreas Bachmann.

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#1 Möchtest du das teilen?

Eine Lehrerin bemerkt, dass ihr bei Fragen zu Corona langsam die Geduld ausgeht. Das lässt sie über die Dialogkultur in der Schule und in der Gesellschaft nachdenken. "Was mich nachdenklich macht, ist das Ende meiner Diskussionsfreudigkeit", sagt sie. Ein neuer Beitrag vom Schulgeschichtn-Team.

#2 Zitat des Tages

Der 27. Jänner ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Es ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. Die gebürtige Ungarin Lily Ebert ist eine der letzten Überlebenden des Holocausts. Regelmäßig berichtet die in London lebende 98-Jährige über ihre Erlebnisse. Gemeinsam mit ihrem Urenkel Dov Foreman betreibt sie seit zwei Jahren einen Kanal auf TikTok. Ihre Videos werden hunderttausendfach angeklickt. Sie mahnt davor, den Holocast zu vergessen - damit er sich nie wiederholt.

#3 Zahl des Tages

Die USA haben ihr CO2-Budget aufgebraucht. Ab sofort müsste das Land bereits komplett klimaneutral sein, um seinen Beitrag zu den Pariser Klimazielen zu leisten. Die lauten, die Erderhitzung gegenüber der vorindustriellen Zeit auf 1,5°C zu beschränken um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Ab jetzt leben die USA bei dieser weltweiten Anstrengung in der Schuld von anderen, ärmeren Ländern, die im Sinne der Menschheit weniger verbrauchen müssen.

Das geht aus Zahlen der Plattform showyourbudgets.org hervor. Diese errechnet für jedes Land abhängig von der Zahl der Einwohner:innen, bis wann es klimaneutral sein muss, um die Klimaziele zu erreichen. Die USA sind der historisch größte CO2-Produzent der Erde. Europa sollte allerdings keine Empörung vortäuschen. Auch Österreich müsste seinen CO2-Ausstoß bis 2029 auf 0 runterbringen. Über diese Idee wird hierzulande nicht einmal gesprochen.

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Die gute Nachricht zuerst: In den Vorständen von Österreichs börsennotierten Unternehmen sitzen jetzt zwei Frauen mehr als im vergangenen Jahr. Die schlechte Nachricht: Nur 16 von 188 Vorstandsmitgliedern sind damit weiblich. Das entspricht gerade einmal 8,5 Prozent. Und: In drei Vierteln aller Firmen sind Vorstände reine Männersache. Von den 55 Unternehmen des Wiener Börsen Index werden nur 3 von Frauen geleitet.

Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmen EY hervor. In den Aufsichtsräten schaut es etwas besser aus: Immerhin 29,7 Prozent der Mitglieder sind weiblich. Ein Grund: Seit 1. Jänner 2018 gibt es hier eine Quote. Es müssen mindestens 30 Prozent Frauen sein. Das wirkt offensichtlich: Vorher waren sogar nur 2 von 10 Mitgliedern in Aufsichtsräten weiblich.

#5 Lesetipp

Klar: Autofahren ist teuer. Bekannt ist auch, dass wir uns selbst darüber belügen, wie teuer Autofahren ist. Da kommt einiges zusammen für Kauf, Reparaturen, Sprit und Parken. Eher nicht so klar ist, was Autos an weiteren Kosten für die Gesellschaft verursachen, etwa durch Luftverschmutzung, Lärm und Unfallfolgen.

Eine neue Studie ging dem nach und untersuchte anhand von 33 Faktoren, wie viel Kosten im Laufe von 50 Jahren, also quasi einer Autofahrer:innen-Karriere, zusammenkommen. Unter Berücksichtigung aller Kosten, die von den Besitzer:innen etwa durch Steuern gezahlt werden, kamen sie zu dem Ergebnis: Wir alle subventionieren jedes Auto pro Jahr mit rund 5.000 Euro. Die Studie und einen lesenswerten Bericht dazu, findest du hier.

 

Ich wünsche Dir einen schönen Tag

Andreas

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