print print
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Ungleichheit
Demokratie

Wann und wo? Demos am Weltfrauentag 2026

Wann und wo? Demos am Weltfrauentag 2026
Foto: Mhada Eugen via Canva
Rund um den 8. März finden in ganz Österreich Demos zum Feministischen Kampftag statt. In diesem Beitrag haben wir die unterschiedlichen Demos zum Weltfrauentag 2026 aufgelistet.

2026 fällt der 8. März auf einen Sonntag. Da Geschäfte geschlossen haben und in den Städten weniger los ist, beginnen einige Aktionen bereits am Samstag, dem 7. März. Demos sollen nämlich bewusst den Alltag stören, den Pendlerverkehr aufhalten und Einkaufsstraßen oder öffentliche Plätze in Beschlag nehmen, um mehr Sichtbarkeit zu schaffen. Wir haben die Termine in Österreich für euch gesammelt:

Termine: Demos Weltfrauentag 2026 in Österreich

Wien

  • Sa, 7.3. | 13:00Männerdemo gegen Gewalt an Frauen — Parlament
  • Sa, 7.3. | 19:00Revolutionäre Vorabenddemo (nur Frauen/FLINTA) — Christian-Broda-Platz
  • So, 8.3. | 13:12Demo — Start Stadthalle, Ende Held:innenplatz (16:30–20:00 Uhr)
  • So, 8.3. | 15:00Queerfeministische Demo — Helmut-Zilk-Park
  • Mo, 9.3. | 11:30Frauen*Streik (ENOUGH!) — Platz der Menschenrechte
  • Mo, 9.3. | 14:00Stilllegung — vor dem Parlament
  • Mo, 9.3. | 15:00Kundgebung der Care-Arbeiterinnen — Mariahilfer Straße/Schottenfeldgasse

Graz

  • Sa, 7.3. | 15:00Demo — Hauptbahnhof/Europaplatz
  • Mo, 9.3. | 12–14:00Versammlung zum Nichtstun — Hauptplatz

Linz

  • So, 8.3. | 14:00Demo — Musiktheater

Salzburg

  • So, 8.3. | 15:00Demo — Markartplatz
  • Mo, 9.3. | 15–17:00Frauen*Streik — Platzl

Innsbruck

  • Sa, 7.3. | 12:30Kundgebung für sichere Schwangerschaftsabbrüche — Landhausplatz
  • So, 8.3. | 15:30Demo (Aktionstag ab 12:00 Uhr) — Annasäule/Maria-Theresien-Straße
  • Mo, 9.3. | 17–18:00Globaler Frauen*Streik — Annasäule

Klagenfurt

  • Sa, 7.3. | 14:00Demo — Stadttheater

Dornbirn

  • Mo, 9.3. | 12–14:00Demo — Marktplatz

St. Pölten

  • So, 8.3. | 15:00Demo — Rathausplatz
  • Mo, 9.3. | 10:00Frauen*Streik — Rathaus

Bregenz

  • So, 8.3. | 15:00Demo — Bahnhof Bregenz

Weltfrauentag oder Feministischer Kampftag?

Entstanden ist der feministische Kampftag aus der sozialistischen Frauenbewegung im Jahr 1910. Ihr festgelegtes Hauptziel war das Wahlrecht für Frauen zu erkämpfen.

Der erste internationale Frauentag fand am 19. März 1911 statt. Am 8. März 1917 starteten russische Textilarbeiterinnen in Petrograd einen Streik für Brot, Frieden und bessere Bedingungen, der sich explosionsartig ausgebreitet hat und zur Massenrevolte wurde. Die Frauenproteste führten in weiterer Folge zur Februarrevolution 1917 und beendeten die absolutistische Monarchie in Russland. Wiederum einige Jahre später, 1921, wurde in Erinnerung an die Februarrevolution der 8. März als internationaler Fixtermin für den feministischen Kampftag festgelegt. 

Lange Zeit wurde der feministischer Kampftag als Weltfrauentag bezeichnet. Doch die Bezeichnung Weltfrauentag verkennt diesen ursprünglichen Sinn der Bewegung.

Weltfrauentag: kapitalistisch weichgespült

In Österreich und Deutschland wurde der Frauentag unter der nationalsozialistischen Herrschaft abgeschafft. In den 1950er-Jahren wurde der Frauentag wieder eingeführt, allerdings unter männlicher Führung. Männer ehrten an diesem Tag zwar Frauen, doch die ursprünglichen, politischen Forderungen der Frauen rückten immer mehr in den Hintergrund.

Anfang der 2000er kamen immer mehr Unternehmen auf die Idee, den Weltfrauentag für Marketingstrategien in Anspruch zu nehmen. Die politischen Forderungen der Frauen drohten immer mehr zu Symbolpolitik und leeren Phrasen auf Werbetafeln, T-Shirts und Tassen zu verkommen. Man(n) schenkte Blumen, kaufte schöne Dinge und übte sich vielleicht sogar im Kochen oder Putzen.

Die Bezeichnung „Feministischer Kampftag" soll bewusst an den kämpferischen Geist erinnern, aus dem der 8. März einst hervorgegangen ist. 

Heute bedeutet dieser kämpferische Geist vor allem die Perspektiven der Vielen miteinzuschließen, die lange übersehen oder bewusst ausgeblendet wurden - also intersektional zu kämpfen. Intersektionalität bedeutet, Diskriminierungen nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre Überschneidungen und die strukturellen Probleme mitzudenken. Es bedeutet, kapitalistische Verhältnisse grundsätzlich infrage zu stellen.

    Neuen Kommentar hinzufügen

    Kommentare 0 Kommentare
    Kommentar hinzufügen

    Neuen Kommentar hinzufügen

    Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag!