Morgenmoment
/
/ 23. April 2021

Guten Morgen!

Heute gibt es starke Ansagen, schwache Regierungspolitik und halbstarke Konzerne in deinem Morgenmoment -  zusammengestellt von Perigan Eraslan.

#1 Willst du das teilen?

In der Coronakrise verlor Kellner Paul seinen gut bezahlten Job. Er häufte Mietschulden an. Es kam die Räumungsklage und jetzt die Delogierung. Er ist kein Einzelfall. Immer mehr Menschen brauchen Hilfe, weil Mietschulden sie belasten. Die Regierung könnte helfen, aber lässt sich mit Maßnahmen Zeit. Bis zu 17.000 Menschen könnten delogiert werden.

#2 Zahl des Tages

Treibhausgasausstoß

Starke Ansage: US-Präsident Biden will die Treibhausgase (in den USA) bis 2030 um mindestens 50% (gemessen an 2005) reduzieren. Dieses Ziel kündigte er vor dem derzeitigen Klimagipfel mit Regierenden aus aller Welt an. Die geplante Reduktion ist allerdings nicht genug, um die USA auf einen Pfad zu bringen, mit dem sie ihren ganzen Teil beitragen würde, damit die Erde sich um höchstens 1,5 °C-Erderhitzung erhitzt. Aber er ist eine massive Verbesserung und ein klares Signal an andere Teile der Welt: Der Trump'sche Kurs der Klimakrisen-Leugnung ist Geschichte.

#3 Hast du das schon gesehen?

Jetzt wo die zusätzlichen Impfdosen da sind, können wir uns alle schnell einen Pfizer-Spritzer holen und die globale Pandemie ist endlich vorbei, oder? Nicht ganz. Denn die ärmsten Länder werden erst 2024 durchimpfen können. Warum das so ist? Barbara Blaha erklärts in diesem Moment Mal:

#4 Besser geht doch

Die Stadt Wien startet eine Ausbildungsinitiative: 31,5 Mio. Euro werden investiert um 4100 arbeitslosen WienerInnen eine Ausbildung im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich zu ermöglichen. Das Programm schafft so zukunftssichere Stellen im Pflege- und Sozialbereich, die nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft dringend benötigt werden. Insgesamt sollen 120. Mio. Euro in den Wiederaufbau des Arbeitsmarkts fließen.

#5 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Die OMV verklagt das Aufdecker-Magazin Dossier. Der Anlass: Das Magazin veröffentlichte eine Recherche zu einem Milliarden-Deal, den das teilstaatliche Unternehmen 2020 mit dem Chemiekonzern Borealis abgeschlossen hat. Laut der Redaktion gab es Anlass zum Verdacht, dass ein viel zu hoher Preis gezahlt worden ist – mit staatlichen Geldern. Die OMV antwortete darauf mit zwei Klagen mit einem Streitwert in Höhe von insgesamt 130.000 Euro.

Für die Redaktion ist das ein Versuch, unabhängigen Journalismus einzuschüchtern und zu unterbinden. Erst letzte Woche machte Dossier einen weiteren OMV-Skandal öffentlich: Der Öl- und Chemiekonzern soll Klima-AktivistInnen durch Spionagefirmen überwacht haben lassen. Kritischer Journalismus darf nicht mundtot gemacht werden. Hier kannst du Dossier unterstützen.

Einen guten Start in den Tag wünscht dir

Peri

Dir gefällt unsere Arbeit?

Das freut uns! Wir sind unabhängig von Parteien und Konzernen. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner SPENDE. Jeder Beitrag, ist er noch so klein, ist wichtig!

Fünf wichtige Themen in nur drei knackigen Minuten. Hol dir deinen täglichen Morgenmoment per E‑Mail!

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.