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/ 21. November 2019

Guten Morgen!

Stell dir vor, du gehst arbeiten und kannst deinem Kind trotzdem den Skikurs nicht bezahlen. Oder: Stell dir vor, du kriegst jeden Monat 56.000 Euro netto. Armut, unheimlicher Reichtum und ein bisschen was dazwischen im heutigen Morgenmoment, dem Newsletter mit Haltung.

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#1 Diese Geschichte willst du teilen

Denise arbeitet 30 Stunden in einer Buchhandlung. Trotzdem hat sie Probleme, Miete, Strom und Lebensmittel für sich und ihre drei Kinder zu bezahlen. Damit gehört sie zur rund 300.000 Menschen in Österreich, die trotz Arbeit armutsgefährdet sind. Wer besonders gefährdet ist und was wir dagegen tun können, liest du hier.

#2 Thread des Tages

Wir hören immer wieder, wie viel manche Menschen jeden Monat verdienen und können uns doch nicht so richtig vorstellen, was das bedeutet. Geht's dir auch so? Twitter-User Alex Staenke hat sich das Gehalt der Casinos-Austria-Vorstände angeschaut und augeschlüsselt, wie viel man sich dafür kaufen kann. Kleiner Spoiler: Ein Kleinwagen jede Woche ist locker drin. Hier kannst du den ganzen Thread lesen.

#3 Hast du das gesehen?

Beim Skandal rund um die Casinos Austria verliert man schnell den Überblick. Wer ist nochmal Sidlo und was hat er mit dem Ex-Finanzminister Löger zu tun? Florian Klenk erklärt in knapp 2 1/2 Minuten, worum es geht: "Da geht es nicht nur um Postenschacher, sondern es könnte Gesetzeskauf vorliegen."

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Erst lehnte der Stadtrat in Venedig Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe ab, ein paar Minuten später überschwemmte die schlimmste Flut seit 50 Jahren das Gebäude, die ihre Ursache in ebenjener Klimakatastrophe hat.

Die Wissenschaftsplattform IFLScience setzte das Bild des überschwemmten Raums neben eine Kunstinstallation, die Politiker dabei zeigt, wie sie über die Klimakrise debattieren, während ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Das sollten sich Venetiens PolitikerInnen vielleicht mal ansehen.

#5 Lesetipp

Was macht es mit der Arbeitsatmosphäre, wenn man ständig überwacht wird? Davon berichten Zalando-MitarbeiterInnen aus eigener Erfahrung. Seit sie die Performance ihrer KollegInnen bewerten sollen und so auch selbst bewertet werden, herrscht Leistungsdruck, Stress, ein Klima der Angst. Ein Mitarbeiter spricht von Stasi-Methoden, eine andere von "360-Grad-Überwachung". Solche Personalsysteme könnten sich in der Berufswelt ausbreiten, heißt es in einer Studie. Warum das vielleicht keine gute Idee ist, hat die Süddeutsche Zeitung beleuchtet.

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