Morgenmoment
/ 12. August 2022

Guten Morgen, 

heute trauen wir uns etwas zu. Sozialstaat, Mieten, Schichtarbeit - wir haben einige Verbesserungsvorschläge. Außerdem stellen wir uns die Frage, wie es Kindern in Afghanistan geht. Dein Morgenmoment kommt heute von Michael Farthofer.

#1 Möchtest du das teilen?

Vor ein paar Tagen war Beate Meinl-Reisinger von den Neos beim ORF-Sommergespräch zu Gast. Sie möchte die Lohnnebenkosten um mindestens 5  Prozentpunkte senken. Klingt irgendwie gut? Gefährdet aber unseren Sozialstaat: Lohnnebenkosten fallen beim Arbeitgeber an und finanzieren Krankenversicherung, Unfallversicherung und vieles mehr. Warum es der Sozialstaat in sich hat, erfährst du hier.

#2 Hast du das gesehen?

Für 50 m2 700 Euro Kaltmiete?! Viele können sich die teuren Mieten nicht mehr leisten. Kein Wunder: Die Mietpreise steigen schneller als das allgemeine Preisniveau. Damit sind sie ein großer Treiber der Teuerung.

Steigende Mietpreise verteilen von unten nach oben um: Ärmere Menschen wohnen eher zur Miete und muss immer mehr abdrücken. Vermögende Menschen besitzen mehr Wohnraum als sie selbst brauchen und vermieten immer teurer. Doch das muss nicht so sein - hier drei Ideen um Wohnen in Österreich leistbarer zu machen.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Wann hast du zuletzt von Afghanistan gelesen? Die Nachrichten sind voll von Katastrophenmeldungen, an die Taliban-Machenschaften denken aber nur noch Wenige.

Doch die Situation der Menschen im Land hat sich seit der Machtübernahme der Taliban nicht verbessert - im Gegenteil: Fast alle Menschen leiden an Hunger. Frauen und Mädchen werden vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Viele dürfen nicht mehr zur Schule.

Die Daten hat das Kinderrechtsnetzwerk “Save the Children” erhoben. Eine Sprecherin des Netzwerks schlägt Alarm: “Eltern sehen ihre Kinder sterben”.

#4 Audio-Tipp

Momentum-Ökonom Oliver Picek war im Ö1-Mittagsjournal zu Gast und hat über die Übergewinnsteuer auf die derzeitig rekordhohen Zufallsgewinne der Energieriesen gesprochen. Warum die eine gute Idee ist, erfährst du hier.

 

#5 Der Reihe nach

Für viele Menschen in Österreich sind Nachtschichten Alltag. Doch viele wissen nicht, dass Schichtarbeit auf Dauer krank macht.

Eine Studie von Wissenschafter:innen aus Oxford zeigt etwa: Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen chronischen Krankheiten am Bewegungsapparat und Schichtarbeit. Außerdem leiden Schichtarbeiter:innen eher an chronischen Entzündungen am ganzen Körper.

Auf Schichtarbeit kann man nicht ganz verzichten. Schließlich müssen Krankenhäuser, Sozialeinrichtungen und Industriebetriebe auch in der Nacht am Laufen gehalten werden. Man kann aber die Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeiter:innen verbessern. Kürzere Arbeitszeiten und kluge Schichtwechsel könnten das erreichen.

Einen schönen Freitag wünscht dir

Michi

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