print print
favorites-circle favorites-circle
favorites-circle-full favorites-circle-full
Arbeitswelt

Homeoffice haut dich zurück in die 50er. Wenn du eine Frau bist.

Mit Homeoffice lassen sich Haushalt und Kinderbetreuung besser bewältigen. Als Frau katapultiert dich die Arbeit zu Hause aber zurück in die 1950er Jahre. Warum? Das erklärt dir Momentum-Chefökonomin Katharina Mader in einer neuen Ausgabe #Girlmath.
@moment_magazin

Viele Arbeitnehmer:innen arbeiten gern von zu Hause. Damit lassen sich auch Haushalt und Kinderbetreuung besser bewältigen. Aber genau hier liegt auch die negative Seite der „remote work“. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Wir arbeiten dadurch länger und härter als im Büro, die work-life-balance wird schlechter. Und besonders Frauen sind davon betroffen. Sie erledigen mehr Care-Arbeit und müssen Karriere-Einbußen hinnehmen.   Die neue Folge #girlmath mit Katharina Mader. #homeoffice #remotework #arbeit #arbeiten #arbeitswelt #arbeitsleben #ungleichheit #carearbeit #frauen #männer #feminismus #diskriminierung #arbeitsteilung #österreich #wien #wirtschaft #politik #gleichstellung #beziehung #kinderbetreuung

♬ Originalton – Moment Magazin

Flexibles Arbeiten im Homeoffice ist super?

Heejung Chung zeigt in ihrem neuen Buch, dass flexibles Arbeiten und Home-Office für uns krasse Nachteile bringt: Wir arbeiten mehr Stunden, unser Arbeitsstress steigt und – ausgerechnet – unsere Work-Life-Balance ist mieser.

Das liegt am „Flexibilitätsparadoxon“. Mit größerer Flexibilität im Job, sind wir weniger flexibel im Leben. Das zeigt sie mit Daten aus 30 europäischen Ländern und auf Basis von Studien aus der ganzen Welt. Im Ergebnis ist weltweit die Unsicherheit gestiegen ist und die Macht der Arbeitnehmer:innen zurückgegangen.

Wir beuten uns durch unser flexibles Arbeiten zuhause kräftig selbst aus. Frauen und Männer arbeiten in bezahlten Jobs länger und härter. Aber es sind die Frauen, die zuhause sogar noch eine Schippe drauflegen. Im Home-Office übernehmen wir Frauen deutlich mehr Hausarbeit und Kinderbetreuung, als wenn wir im Büro wären.

Homeoffice wirkt sich negativ auf die Karriere von Frauen aus

Wir glauben, im Home-Office lassen sich Erwerbsarbeit und Familie leichter vereinbaren – und das bringt Frauen dazu, die unbezahlte Arbeit zuhause erst recht zu übernehmen. Chung zeigt, dass sich flexibles Arbeiten in Summe negativ auf die Karrieren von Frauen auswirkt.

In den nordischen Ländern, wo die Kinderbetreuung und Pflege gut ausgebaut ist und die Rollenbilder viel weniger konservativ sind, ist der Effekt übrigens nicht so groß. Für mehr Gleichstellung brauchen wir also nicht mehr Homeoffice – sondern politische Spielregeln, die Männern und Frauen die gleichen Chancen geben.

    Neuen Kommentar hinzufügen

    Kommentare 0 Kommentare
    Kommentar hinzufügen

    Neuen Kommentar hinzufügen

    Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Beitrag!