Ein VW-Bus mit Tannenbaum am Dach
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/ 24. Dezember 2019

Alles begann mit einem Tweet. Christian Fein schrieb am 24. Dezember 2016: “Ich finde ja, wer zu Heiligabend alleine ist, sollte unter #KeinerTwittertAllein heute Gesellschaft finden.”

 

Und so kam es auch. Der Hashtag wurde auf Twitter ein Trend, unzählige Menschen machten mit. “Ich hatte mich gerade getrennt und so kam es, dass ich zu Weihnachten alleine war und mich langweilte”, sagt Fein drei Jahre später. Aus dem Tweet wurde eine ganzjährige Kampagne. Die Mission: Die Gesellschaft soll näher zusammenrücken, Einsamkeit sollen wir beenden. Unterm Jahr arbeitet das Team von KeinerBleibtAllein für Bewusstseinsbildung und die Enttabuisierung von Einsamkeit. Zu Weihnachten und Silvester vermitteln sie Tausende Menschen, GastgeberInnen und Gäste in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie funktioniert das? Eigentlich ganz einfach. Menschen, die Gesellschaft suchen oder einen Platz anbieten wollen, schicken der Bürgerinitiative über Twitter, Facebook oder Instagram eine Nachricht mit Vornamen und Stadt. Wenn der Ort passt, dann kommen sie in Kontakt und lernen sich kennen. Wenn die Chemie stimmt, steht einem gemeinsamen Weihnachtsfest nicht mehr im Weg. Im vergangenen Jahr fanden rund 2.500 Treffen statt.

 

Fein nimmt sich um die Weihnachtszeit Urlaub, um das Projekt zu stemmen. “Das Projekt ist eine der wenigen Chancen, als kleiner Mensch viel zu verändern”, sagt er. “Wir wollen Anlaufstelle und erster Kontakt sein bei der Einsamkeit von jungen und erwachsenen Menschen.” Die Aktion hat die Reichweite des letzten Jahres fünf Tage vor Weihnachten übertroffen. 27.000 Menschen haben sich gemeldet und wollen gemeinsam Weihnachten oder Silvester feiern. Fein und sein Team arbeiten bis zuletzt rund um die Uhr daran, möglichst viele Menschen zusammenzubringen.

 

Nächstes Jahr startet das KeinerBleibtAllein-Team eine Informations- und Präventionsplattform zum Thema Einsamkeit. “Viele Menschen sind einsam und das ist auch bis zu einem gewissen Grad normal. Wir wollen anfangen, darüber zu reden.”

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