Ein Junge sitzt in einem Klassenzimmer. Er sitzt mit dem Rücken zur Kamera, man kann aber erkennen, dass er eine Maske trägt. Es sind Schulbänke und eine Tafel zu sehen.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

/
/ 26. August 2021

Der Schulbeginn in Österreich steht vor der Tür und die Kinder und Jugendlichen sollen möglichst wieder im Präsenzunterricht lernen. Wir haben zusammengefasst, was du in Sachen Kinder, Corona und Schule wissen musst.

Wie gefährlich ist Corona für Kinder?

Die bisherigen Daten zeigen, dass Kinder von dem Virus weitgehend verschont bleiben. Die meisten Kinder erholen sich innerhalb einer Woche, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Wenn Symptome auftreten, ähneln sie meist denen einer Erkältung oder anderer bekannter Kinderkrankheiten.

Ernste und schwere Fälle sind also selten bei Kindern, aber es gibt sie. Basierend auf den bisherigen Daten, müssen etwa 1% der Kinder, die sich mit COVID infizieren, ins Krankenhaus. Bei 0,01%, also einem von 10.000 Kindern, endet eine Infektion tödlich. Auch wenn damit schwere und tödliche Verläufe selten sind, ist jeder Fall tragisch.

Wie gefährlich ist die Delta-Variante für mein Kind?

Derzeitiger Stand ist, dass die Delta-Variante auf jeden Fall infektiöser ist. Deswegen stecken sich mehr Menschen an, besonders Kinder, da sie noch nicht geimpft sind. Ob die Variante auch schwerere Krankheitsverläufe mit sich bringt, kann wegen zu weniger Daten derzeit noch nicht sicher gesagt werden.

Wie wahrscheinlich ist Long Covid bei Kindern?

Bislang sieht es so aus, dass Long Covid bei Kindern weniger wahrscheinlich ist als bei Erwachsenen. Die Ergebnisse der Studien unterscheiden sich jedoch, da Long Covid nicht einheitlich definiert und verstanden wird.

In einer britischen Studie litten acht Wochen nach der Infektion rund 1,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen noch an Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Geruchsstörungen. In der Studie wurden 1.734 Kindern im Alter von fünf bis 17 Jahren, die sich zwischen März 2020 und Februar 2021 mit SARS-CoV-2 infiziert hatten, im Krankheitsverlauf begleitetet.

Wann kann ich mein Kind impfen lassen?

Bislang ist in Österreich die Impfung für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Die Hersteller der Impfstoffe arbeiten derzeit an Studien und Zulassungen der Impfungen für Kinder unter 12 Jahren. Die Tests bei Kindern haben aber höhere Auflagen und mehr Vorschriften, weshalb sie besonders herausfordernd und zeitlich aufwendiger sind. Die Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna wollen nach eigenen Angaben noch in diesem Herbst einen Zulassungsantrag für Kinder über 5 Jahren stellen.

Welche Corona-Maßnahmen gibt es in der Schule?

Für das kommende Schuljahr in Österreich wurde ein Drei-Stufen-Plan mit einer Sicherheitsphase in den ersten drei Wochen nach Schulbeginn entwickelt. In der Sicherheitsphase gilt außerhalb der Klassen eine Mund-Nasenschutzpflicht und sowohl Schüler:innen als auch Lehrkräfte und Verwaltungspersonal müssen sich dreimal in der Woche testen. Ein Test davon muss für ungeimpfte Personen ein PCR-Test sein.

Für die Zeit nach dieser Sicherheitsphase wurde ein Drei-Stufen-Plan entwickelt. Die Sicherheitsstufen hängen von einer „risikoadjustierten 7-Tage-Inzidenz“ ab. Dabei werden neben den reinen Infektionszahlen auch die Anzahl der Tests, die Aufklärungsrate, die Symptomatik und die Dynamik des Infektionsgeschehens berücksichtigt.

Stufe 1 bedeutet geringes Risiko mit einer risikoadjustierten Inzidenz von unter 100. Hier testen die Schüler:innen grundsätzlich freiwillig, wobei bei regionaler Risikolage der Test vorübergehend angeordnet werden kann.

Stufe 2 bedeutet mittleres Risiko mit einer Inzidenz ab 100. Hier müssen außerhalb der Klassenräume Masken getragen werden. Außerdem müssen sich nichtgeimpfte Schüler:innen dreimal die Woche testen, wovon ein Test ein PCR-Test sein muss. Dasselbe gilt für Lehr- und Verwaltungspersonal. Sport und Musizieren mit Blasinstrumenten soll nach Möglichkeiten im Freien stattfinden. Ist das nicht möglich, muss ein Mindestabstand von zwei Metern beim Musizieren und ein Meter bei Sport eingehalten werden.

Stufe 3 bedeutet hohes Risiko ab einer Inzidenz von 200. Hier muss ab der 9. Schulstufe die Maske auch im Unterricht getragen werden. Außerdem finden in dieser Risikostufe keine Veranstaltungen mehr statt. Musizieren mit Blasinstrumenten ist nur mehr im Freien erlaubt.

 

Was müssen Kinder beim Schulanfang beachten?

In der Sicherheitsphase, die ersten drei Wochen nach Schulbeginn, müssen alle Personen außerhalb der Klasse einen Mund-Nasenschutz tragen. Schüler:innen testen sich dreimal in der Woche, wovon mindestens ein Test ein PCR-Test sein muss.
Für Lehrkräfte und Verwaltungspersonal gilt grundsätzlich dasselbe. Menschen, die geimpft sind, müssen jedoch keinen PCR-Test machen. Hier genügen Antigentests.

 

Muss mein Kind in der Schule eine Maske tragen?

In der Sicherheitsphase (die ersten drei Wochen nach Schulbeginn) gilt außerhalb der Klasse für alle eine Maskenpflicht. Abschließend hängt es vom Drei-Stufen-Plan ab.

Stufe 1: Keine Maskenpflicht.
Stufe 2: Mund-Nasenschutz außerhalb der Klassenräume.
Stufe 3: Ab der 9. Schulstufe werden die Masken auch im Unterricht getragen.

 

Kann ich mein Kind in der Schule impfen lassen?

Es wird Impfangebote an Schulen durch Impfbusse geben. Eine Übersicht, wann an welchen Orten Impfbusse sind, gibt es hier.

Ab wann kann ich mein Kind in der Schule impfen lassen?

Die Impfbusse starten am 27. August. Alle Details findest du hier.

Kann ich mein Kind in der Schule testen lassen?

Es sollen regelmäßig Antigen- und PCR-Tests an den Schulen angeboten werden. An den Sommerschulen werde bereits ein erster Probelauf der neuen PCR-Testungen durchgeführt, schreibt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf ihrer Website.

 

Dir gefällt unsere Arbeit?

Das freut uns! Wir sind unabhängig von Parteien und Konzernen. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner SPENDE. Jeder Beitrag, ist er noch so klein, ist wichtig!

Fünf wichtige Themen in nur drei knackigen Minuten. Hol dir deinen täglichen Morgenmoment per E‑Mail!

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.