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Demokratie
Klimakrise

Lass es uns wie Frankreich tun!

Lass es uns wie Frankreich tun!

Dein aktueller Morgenmoment mit Haltung ist da!

Guten Morgen!

Warum ein russisches Angebot aktuell nicht so verlockend ist und wir uns vielleicht doch mehr an Frankreich orientieren sollten, erklärt dir Sebastian Panny im heutigen Morgenmoment.

#1 Möchtest du das teilen?

Das Verhältnis zwischen der EU und Russland wird immer gespannter. Das zeigen nicht zuletzt der Truppenaufmarsch Russlands an der ukrainischen Grenze und die Ausweisung russischer Diplomaten aus Tschechien. Sanktionen sind zwar noch nicht geplant – das könnte sich allerdings ändern.

Und so etwas könnte auch für das MAN-Werk in Steyr zum Problem werden. Dort wurde zwar die Übernahme durch den Investor Siegfried Wolf abgelehnt, doch die Pläne sind noch nicht vom Tisch. Sollte es also doch zu einer Übernahme kommen, würde das Werk eng an den russischen GAZ-Konzern gebunden – und dem Werk damit schwerwiegende Konsequenzen und Abhängigkeiten drohen, wie du in unserer Recherche lesen kannst.

#2 Übersetz mir das!

 

Rudolf Anschober hat bei seinem Rücktritt vor einer Woche die ÖVP und den Bundeskanzler mit keinem Wort erwähnt – zumindest nicht ausdrücklich. Denn zwischen den Zeilen gab es durchaus einige Seitenhiebe auf den Koalitionspartner. Das hat Sebastian Kurz nicht auf sich sitzen lassen. Er ging in die Offensive und gab den Worten des ehemaligen Gesundheitsministers einen neuen Spin. Was er damit eigentlich sagen will, übersetzt dir unsere Kolumnistin Natascha Strobl.

#3 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

 
Die Aua fliegt von Graz nach Wien

Weniger Flugverkehr ist eine der vielen Maßnahmen, die es im Kampf gegen die Klimakrise braucht. Besonders für Flüge, die man sehr einfach durch weniger klimaschädliche Möglichkeiten ersetzen könnte, sollte es nicht mehr geben. Andere Länder haben das schon gesetzlich verankert: Frankreich verbietet etwa Flüge zwischen Städten, die man in 2,5 Stunden mit dem Zug erreichen kann.

Ziemlich genau so lange braucht man für die Strecke zwischen Wien und Graz. Trotzdem fliegt die AUA sie 10 Mal pro Woche – und will die Verbindung sogar auf 14 Flüge ausbauen Begründet wird das damit, dass sich die “Umsteigemöglichkeiten ab Graz stark verbessern”, so Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Flughafen Graz. 

2020 hat die österreichische Regierung die Airline noch mit 450 Millionen Euro unterstützt, um ihren Fortbestand zu sichern. Als Gegenleistung sollte die AUA etwas klimafreundlicher werden und bis 2030 ihren CO2-Ausstoß halbieren. Eine der angedachten Maßnahmen war auch hier das Einstellen von Inlandsflügen zwischen Städten, die man unter 3 Stunden mit der Bahn erreichen kann. Doch das Maßnahmenpaket wurde schon damals von ExpertInnen als zu zahnlos kritisiert.

#4 Besser geht doch

 
Frankreich beschließt Ökozid als Straftatbestand

Frankreich verbietet nicht nur Flüge, sondern ergreift noch weitere Maßnahmen: Durch den Straftatbestand des “Ökozids” will man dort stärker gegen besonders schlimme Umweltverschmutzung vorgehen. Bei vorsätzlichem Vorgehen droht den VerursacherInnen eine Geldstrafe von bis zu 4,5 Millionen Euro und eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren. Das könne laut Umweltministerin Barbara Pompili etwa bei “ernsten Fällen von Umweltschädigung von nationaler Bedeutung der Fall”. Doch es gibt auch Kritik daran: Der Strafbestand würde nur für vorsätzliches Handeln gelten und ginge generell nicht weit genug.

Die Idee dazu entstammt dem Maßnahmenkatalog gegen die Klimakrise des französischen Bürgerrats, das Gesetz wurde in der Nationalversammlung bereits angenommen. Frankreich ist dabei nicht alleine: So will eine Gruppe von AnwältInnen und AktivistInnen etwa, dass der Tatbestand des Ökozids auch international anerkannt wird und schwere Umweltvergehen vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verfolgt werden können. Ökozid würde dann neben Völkermord, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen der Aggression als fünftes Verbrechen gegen den Frieden gelten.
 

#5 Bonustrack

 
Iggy Pop wird 74

Unglaubliche 74 Jahre wird Iggy Pop heute alt. Der als James Newell Osterberg geborene Musiker war mit seiner Band „The Stooges“ einer der vielen Wegbereiter des Punk und Punkrocks in den USA, worauf auch seine Bezeichnung „Godfather of Punk“ hinweisen soll.

1976 verließ Iggy Pop nach der Auflösung der Band die USA und ging mit David Bowie nach Berlin, wo er auch seine Solokarriere startete. Ähnlich wie Bowie begann auch er dort, mit Vorstellung von Gender-Rollen und Sexualität zu spielen. Und er ermutigte damit auch andere Menschen, sich spielerisch mit diesen Rollen auseinanderzusetzen. Happy Birthday Iggy!

Um das gebührend zu feiern, schicke ich dich mit einem seiner bekanntesten Lieder in diesen Mittwoch, 

Sebastian
 

 

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