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Arbeitswelt
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Ungleichheit

Mehr Bambi, weniger Bambini?

Mehr Bambi, weniger Bambini?
Guten Morgen!




Heute geht es bei uns im Morgenmoment vor allem um menschlichen und tierischen Nachwuchs. Einerseits um die Frage, ob wir zur Klimarettung gar keinen bekommen sollten, andererseits, wie wir Rehkitze zukünftig besser schützen können. Das sind nur zwei von sechs Themen. Den Newsletter hat für dich Tina Goebel zusammengestellt.

#1 Willst du das teilen?

Die Klimakrise ist von Menschen gemacht. Da liegt es doch fast auf der Hand, sich dagegen zu entscheiden, noch mehr davon in die Welt zu setzen. Keine Kinder zu kriegen erscheint einigen mittlerweile als probates Mittel um das Klima zu schützen. Doch die Zahlen, auf die sie sich berufen, basieren auf einem Denkfehler, wie du hier nachlesen kannst.

#2 Zahl des Tages

 
Shareable zeigt eine ältere Frau die auf einer Parkbank sitzend in ihr Handy tippt. Text: 3,1 Milliarden ist die Pflege durch Familienmitglieder wert.

3,1 Milliarden Euro – das ist das Geld, dass sich der Staat derzeit erspart, weil pflegende Angehörige diese Arbeit kostenlos leisten. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Rechnungshofbericht. Ein Drittel der Pflege wird also privat erbracht, meistens von Angehörigen im Alter von 50 bis 64 Jahren. Diese bezahlen für die Pflege, die sie leisten, aber einen persönlichen Preis: Körperlicher und psychischer Stress und das Risiko von Altersarmut aufgrund von Lohnentfall. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass in Zukunft immer weniger Angehörige für Pflegedienste zur Verfügung stehen werden. Kommen heuer auf einen 80-jährigen noch vier pflegende Angehörige in Frage, so sind es im Jahr 2060 nur noch 1,6. Das Pflegeangebot muss in Zukunft also deutlich erweitert werden – eine bundesweit abgestimmte Bedarfsprognose und eine Gesamtstrategie ist dafür nötig, sagt der Rechnungshof. PflegerInnen kämpfen derzeit übrigens für bessere Arbeitsbedingungen.

#3 Lesetipp

Depressionen sind in Österreich weit verbreitet, Medikamente dagegen haben teils gravierende Nebenwirkungen. Ein neuer Wirkstoff soll verträglicher sein. Der Haken: Die Krankenkassa zahlt ihn nicht. Betroffene müssen also jeden Monat 106 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Das können sich nicht alle leisten. Die ganze Geschichte liest du hier.

#4 Hast du das gesehen?

Franz Moder hat diese Woche einen Blick auf unterschiedliche Gefahren der Intimität.

 
Balkengrafik die Gefahren beim Sex am Straßenrand (gering) und Kuscheln in der Regierung (hoch) gegenüber stellt.

Der gezeichnete Blick von Franz Moder

#5 Besser geht doch

3.000 bis 5.000 Rehkitze sterben in Österreich Schätzungen zufolge jährlich durch Mähdrescher auf den Feldern. Denn die ängstlichen Jungtiere laufen nicht davon, sondern verstecken sich im hohen Gras. Oft wird durch die Kadaver auch das Futtermittel für Kühe kontaminiert. Ein deutscher Realschüler hat nun ein Rehkitz-Rettungssystem für Mähdrescher entwickelt.

#6 Bonustrack

Das Zwar können Teile des Regierungsprogrammes als Erfolg der Klimabewegung verbucht werden, doch die finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen sind bisher kaum definiert. Das Klimavolksbegehren hat jedoch Forderungen konkretisiert und fordert eine Realisierung. Es kann bis 3. März unterschrieben werden.

Einen schönen Mittwoch wünsch ich dir Tina

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