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Arbeitswelt
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Ungleichheit

Mit vollen Hosen ist gut stinken

Mit vollen Hosen ist gut stinken
Guten Morgen!

Wer im Geldhaus sitzt, sollte nicht mit Scheinen werfen. Oder man gibt als Medium reichen Menschen einfach keine Plattform, um gegen ärmere zu hetzen. Beides ist wohl sehr viel verlangt. Zumindest gibt es im heutigen Morgenmoment keine Wortspiele mehr, das verspricht dir Sebastian Panny.
 

#1 Möchtest du das teilen?

Auch wenn man zu Lebzeiten verehrt wird, ist einem der Einzug in das Himmelsreich nicht gewiss. So erging es aber Bruno Kreisky, zumindest wenn man den Gebrüdern Moped Glauben schenken mag. Die nehmen uns in ihrem Podcast des Jahres heute mit ins Jahr 1974, als Kreisky noch als sozialistischer Alleinherrscher das Land regierte. Warum er seinen Platz im Paradies nicht einnehmen konnte?

#2 Kennst du…?

 
Laura Gehlhaar ist Autorin und Aktivistin

“Ich bin kein Mensch mit Einschränkung oder besonderen Bedürfnissen. Meine Umwelt schränkt mich ein, nicht umgekehrt. Ich bin behindert, eine behinderte Frau, ein Mensch mit Behinderung.”

Behinderung geht für Laura Gehlhaar, Aktivistin für mehr Inklusion von Menschen mit Behinderung, von der Mehrheitsgesellschaft aus. Für Gehlhaar ist das weniger ein individuelles, sondern vor allem ein politisches Thema. In ihren Texten und auf Social Media zeigt sie auf, durch welche gesellschaftlichen Strukturen Menschen mit Behinderung unterdrückt werden und wie Inklusion tatsächlich funktionieren kann. 

2016 erschien ihr Buch “Kann man da noch was machen? Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin”.

 

#3 Lesetipp

Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz leistet Österreich einen „überproportional großen Beitrag“ bei Entwicklungszusammenarbeit. Doch stimmt das wirklich? Und was ist von der „Hilfe vor Ort“, die von Seiten der ÖVP immer wieder beschworen wird, überhaupt zu halten? Eine die das weiß, ist Annelies Vilim. Wir haben der Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung sechs Fragen zu dem Thema gestellt – und ernüchternde Antworten bekommen.

#4 Zitat des Tages

 
32 Schulsprecher:innen haben einen offenen Brief an die Regierung verfasst

Eigentlich wollen Schüler:innen nur in die Schule gehen, ohne dass ihre Gesundheit gefährdet wird. Genau das fordern 32 Schulsprecher:innen aus Wien in einem offenen Brief an Kanzler Kurz, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und Bildungsminister Heinz Faßmann: konkrete Maßnahmen, um die Sicherheit der Schüler:innen zu garantieren. Und sie verlangen für sich nun auch jene Solidarität, die von jungen Menschen gerade zu Beginn der Pandemie eingefordert und auch geleistet wurde. 

Denn viele Schüler:innen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Das neue Schuljahr hat in ganz Österreich begonnen, doch von notwendigen Corona-Maßnahmen ist nur wenig zu sehen. Die versprochenen Luftfilter sind etwa nur in den wenigsten Klassen angekommen, auch generelle Maskenpflicht gibt es keine mehr. Dabei ist die Inzidenz gerade bei jungen Leuten enorm hoch. Und aus anderen Ländern ist bekannt, dass die Infektionszahlen nach der Schulöffnung stark ansteigen. Die Schulvertreter:innen fordern in ihrem Brief, dass die Politik ihrer Verantwortung gerecht wird.
 

#5 Gegengelesen

 
Die Krone schreibt gegen Arbeitslose

Die Kampagne gegen Arbeitslose in den Medien geht munter weiter. Diesmal darf sich Christian Baha, Gründer des Hedgefonds “Superfund”, in der “Kronen Zeitung” gegen sie auslassen. Er denkt, dass Arbeitslose es sich in der oft bemühten “sozialen Hängematte gemütlich machen”. Dabei wissen wir, dass neun von zehn Arbeitslosen von Armut gefährdet ist. Ein großer Teil leidet außerdem unter psychischen Problemen und sozialer Ausgrenzung.
 
Baha würde die Situation für Arbeitslose gerne noch schwieriger machen. So soll das Arbeitslosengeld nach und nach noch stärker sinken. Als Vorbild dienen ihm Länder wie die USA, die nicht unbedingt für ihr starkes soziales Netz bekannt sind. Speziell Langzeitarbeitslose, die bereits stark unter ihrer Situation leiden, würden dadurch getroffen. Baha selbst lebt laut Wikipedia übrigens in Monaco und hat Wohnsitze in New York, Los Angeles und Costa Rica. Außerdem besitzt er mehrere Farmen in Frankreich und Neuseeland sowie ein Schloss in der Schweiz. Aus dieser bequemen Position ist es leicht, weitere Kürzungen für Arbeitslose zu verlangen.
 

Schon seit Monaten kann man beobachten, wie Medien eine Kampagne gegen Arbeitslose mittragen. Einige Beispiele dafür hat Natascha Strobl in ihrer Kolumne zusammengetragen. Wie es Arbeitslosen tatsächlich geht und was hinter dieser Kampagne steckt, kannst du in dieser ausführlichen Analyse lesen.

Einen fabelhaften Dienstag, 

Sebastian

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