Morgenmoment
/ 3. November 2022

Guten Morgen,

Bäume, um CO₂-Emissionen auszugleichen. Ist das nur Greenwashing oder schon Klimaschutz? Und: Spitalsmitarbeiter:innen sind am Limit, das ist für uns alle ein Riesenproblem. Das und mehr im Morgenmoment, heute von Pflanzenfreund Andreas Bachmann.

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#1 Möchtest du das teilen?

Wenn es so viele Möglichkeiten gibt, mit Bäumen CO₂ aus der Welt zu schaffen, wieso sind wir dann immer noch so nah an einem unumkehrbaren Klima-Kollaps? Antwort: weil einfach Bäume zu pflanzen, um das Klima zu retten, zu schön ist, um wahr zu sein. Wo sind die ganzen Wälder? Ist das vielleicht doch nur Greenwashing? Wir haben uns das hier angeschaut.

#2 Zahlen des Tages

Bei den Beschäftigten in Österreichs Spitälern herrscht der Ausnahmezustand. Weil zu wenig Personal da ist, sind sie völlig überlastet. Das hat Folgen - auch für die Patient:innen. In einer Umfrage gaben 84 Prozent der Beschäftigten an, dass sie oder ihr Team in den vergangenen zwei Wochen für Patient:innen notwendige Tätigkeiten nicht hätten leisten können. Für das Personal bedeutet das Stress und Frust: 75 Prozent gaben an, den Pflegeberuf verlassen zu wollen, heißt es in der Studie der Karl Landsteiner Universität für Gesundheitswissenschaften. Dabei wird in den Spitälern in den kommenden Jahren viel mehr Personal benötigt.

#3 Hast du das gesehen?

Wie der XXXLutz-Mitarbeiter Hans Jürgen Krenn gekündigt wurde, kurz bevor er einen Betriebsrat beim Möbelriesen gründen konnte und wie er mit einem unmoralischen Angebot dazu gebracht werden sollte, es sein zu lassen: Unsere Recherche deckte auf, mit welch miesen Methode der Möbelriese gegen seine Mitarbeiter:innen kämpft und sorgte für Diskussionen. Hier fassen wir die Story kurz und knackig für dich zusammen.

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

26 Jahre. So lange dauert es, bis die Ärmsten im Vereinigten Königreich so viel CO2 verursachen wie die Reichsten in nur einem Jahr. Das zeigt eine neue Studie und macht einmal mehr deutlich, um wie viel mehr Reiche dem Klima schaden. Fliegen, große Autos und Häuser, viel Fleisch und andere tierische Produkte und mehr einkaufen – das sind Gründe, wieso die Reichsten einen weitaus größeren CO2-Fußabdruck haben.

Ärmere Menschen wohnen in kleineren Häusern und Wohnungen, nutzen öfter öffentliche Verkehrsmittel und leisten sich seltener Konsumgüter wie Kleidung oder Schmuck. Weltweit und in Österreich ist es ähnlich. Laut einer Analyse von Greenpeace verursachen hierzulande die reichsten zehn Prozent mehr als viermal so hohe klimaschädliche Emissionen wie die ärmsten zehn Prozent der Haushalte.

Expert:innen fordern, dass Reiche massiv weniger Treibhausgase verursachen. Dazu brauche es ein gezieltes CO2-Steuersystem, das die Reichen höher besteuert. Das sei der effektivste Weg, die Klimakatastrophe aufzuhalten, so Studienautor Will Stronge. Steuern auf die umweltschädlichsten Aktivitäten sollten nur auf die Reichen abzielen und würden so die Lebenshaltungskosten für die große Mehrheit nicht erhöhen.

#5 In eigener Sache

Manche Unternehmen nützen die Energiekrise und ihre Marktmacht, um ihre Gewinne zu steigern – allen voran große Energiekonzerne wie auch die OMV. Sie fahren enorme kriegsbedingte Zufallsgewinne ein, die Rechnung bezahlen die Konsument:innen. Abschöpfen könnte man diese Gewinne mit einer Übergewinnsteuer. Dazu Momentum-Ökonom Jakob Sturn in den "ServusTV"-Nachrichten.

Einen feinen Tag wünscht Dir

Andreas Bachmann

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