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Redaktion

/ 18. September 2020

Guten Morgen!

Welthandel macht arme Länder nicht reicher. Reich an Plastik sind mittlerweile die Weltmeere. Außerdem: Anstrengende Jobs gehören anständig bezahlt, meinen die meisten von uns. Der Morgenmoment, heute zusammengestellt von Andreas Bachmann.

 

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#1 Möchtest Du das teilen?

Miteinander Handel zu treiben steigert den Wohlstand aller Beteiligten. Stimmt? Nein, nicht ganz. Eine neue Studie österreichischer ForscherInnen zeigt jetzt: Der weltweite Handel verstärkt die Ungleichheiten auf der Welt zulasten der ärmeren Länder und deren Umwelt.

#2 Zahl des Tages

Nahaufnahme eines synthetische Kleidungsstoffes. Text: 5,6 Millionen Tonnen - so viel wiegen alle Mikrofasern, die beim Waschen synthetischer Stoffe seit 1950 in die Umwelt gelangt sind. Die Hälfte davon landet im Meer.

Sie hängen in fast jedem Kleiderschrank: Stoffe aus Polyester, Polyamid oder Acryl. Bei jedem Waschen lösen sich winzige Mikrofasern aus den Sachen und gelangen so in die Umwelt. Zwischen 1950 und 2016 kam so die gewaltige Menge von 5,6 Millionen Tonnen der extrem langsam verrottenden Kunststoffe zusammen. Das berechneten ForscherInnen der Uinversity of California in Santa Barbara. Mehr als die Hälfte der Mikrofasern - 2,9 Millionen Tonnen - landete im Meer. Und das wird wohl auch so bleiben: "Es ist unwahrscheinlich, dass die Entfernung von Mikrofasern aus der Umwelt in großem Maßstab technisch machbar oder wirtschaftlich ist", sagt einer der Studienautoren.

#3 Hast Du das gesehen?

Es sind eindrückliche und bedrückende Bilder, die in "The Story of Moria" gezeigt werden. Der Beitrag der Fernsehstars Joko und Klaas zeigt die Realität im Flüchtlingscamp Moria: Die Bedingungen zu denen Geflüchtete dort seit Jahren ausharren müssen. Das Tränengas, das die Polizei gegen die Menschen einsetzt, die aus dem brennenden Camp flüchten: Mit Tränengas feuert sie auf Kinder und Familien. Europa konnte sich bis heute nicht zur einer Lösung durchringen, Österreich nimmt weiterhin keine Menschen aus Moria auf.

#4 Lesetipp

Mies bezahlt, körperlich am Limit, psychisch stark belastet: Pflegearbeit zu leisten ist ein harter Job und Pflegende werden kaum honoriert. Kein Wunder, dass weniger Personen den Job machen wollen als notwendig ist. Die gute Nachricht: Eine Umfrage der Volkshilfe zeigt, das den allermeisten Menschen bewusst ist, wie schwer der Job ist. Eine bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten in der Pflege wünscht sich die Mehrheit der ÖsterreicherInnen. Zeit, das auch umzusetzen: Die meisten Befragten fordern Vermögenssteuern um die Pflege zu sichern.

#5 Tweet des Tages

Die Wienerin Emina Mujagić arbeitet als Reinigungskraft. Auf Twitter erzählte sie nun, wie Menschen ihr begegnen, denen sie das erzählt: nicht mit viel Respekt. Wertschätzung für diesen Job gibt es kaum. Wie hart es ist, als Putzkraft zu arbeiten, haben wir hier gezeigt: Wie es Putzkräften in Österreich geht, in 9 Grafiken

 

Komm gut durch den Freitag und in das Wochenende!
Andreas

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