Weiße Katze liegt auf einem Heizkörper.

He Gong, Unsplash

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/ 24. Februar 2020

Beinahe die Hälfte der österreichischen Haushalte hält ihr Zuhause mit fossilen Brennstoffen warm. 44 Prozent sind es, die vorwiegend mit Gas, weniger mit Öl und zu verschwindend geringem Teil mit Kohle heizen. Die türkis-grüne Koalition kündigt im Regierungsprogramm an, Ölheizungen und Kohle ausschleichen zu wollen.

Wen betrifft diese Umstellung überhaupt? Im Auftrag der Arbeiterkammer erforschte die Wirtschaftsuniversität Wien den Zusammenhang zwischen der Heizung und dem Einkommen der ÖsterreicherInnen.

Haushalte mit hohem Einkommen und jene, die im Wohneigentum leben, heizen überdurchschnittlich oft mit Heizöl. Unter den wenigen, die ihr Zuhause mit Kohle warmhalten, gehören die meisten zur niedrigsten Einkommensgruppe. Bei den alternativen Energien sind wiederum die höheren Einkommen vorne.

„Die Zusammenhänge zwischen dem Haushaltseinkommen, der Zusammensetzung des Haushalts und der Heizart müssen bei einem Phase-Out unbedingt beachtet werden“, sagt Studienautorin Vanessa Lechinger von der WU.

Die Erhebung zeigte ein besonders beunruhigendes Ergebnis: 16.500 Haushalte haben überhaupt keine fest eingebaute Heizung. Sie müssen sich mit teuren Heizstrahlern behelfen - oder frieren.

Die Arbeiterkammer fordert nun von der Regierung für eine erfolgreiche Umstellung weg von fossilen Brennstoffen kostenlose Beratungen, Einrichtung eines "Heizungsfonds" für den Umstieg armer Haushalte und mehr Transparenz bei der Fernwärme, die in Zukunft wohl noch wichtiger werden wird.

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