Morgenmoment Coverbild
/
/ 18. Dezember 2019

Guten Morgen!

Sind wir ehrlich: Nach unseren Talenten gefragt, wissen wir aus dem Bauch raus meist nicht sofort eine Antwort. Was wir nicht können, wissen wir hingegen schnell. Das haben wir alle in der Schule gelernt, auch wenn es nicht Teil des Lehrplans ist. Das und mehr erfährst du im Morgenmoment, den Tina Goebel für dich zusammengestellt hat.

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.

#1 Möchtest du das teilen?

Oliver Scheiber ist Richter und Autor des neuen Buchs “Mut zum Recht!”. Mit MOMENT spricht er über Sinn und Unsinn hoher Strafen, Schulabschluss statt Schadenersatz und warum RichterInnen in Wien strenger sind als anderswo. Auch warum Bildungsabschluss und Höhe des Gehalts der Angeklagten vor Gericht eine entscheidende Rolle spielen, liest du hier.

#2 Zitat des Tages

In den Reihen der Volkspartei tut man sich sichtlich schwer, das Urteil des Verfassungsgerichtshofs zu akzeptieren, der gestern die Kernpunkte der türkis-blauen Mindestsicherungskürzung gekippt hat. Ein zentrales Projekt der letzten Regierung: Bei Familien mit mehr als einem Kind sollte es ab dem zweiten Baby massive Kürzungen der Hilfeleistungen geben. Auch sollte der Bezug der Mindestsicherung an den Nachweis von sehr guten Deutschkenntnissen geknüpft werden. Beides fand das Höchstgericht jedoch verfassungswidrig. Hilfsorganisationen wie das SOS-Kinderdorf und die Volkshilfe zeigen sich erleichtert. Für armutsgefährdete Familien wären diese finanziellen Einschnitte ein Desaster gewesen.

#3 Lesetipp

„Was kannst du richtig gut?“ – wird diese Frage in einer Schulklasse gestellt, so folgt oft eine lange Stille. Das erzählt uns eine Lehrerin in unserer neuen Rubrik „Schulgeschichten“. Denn unser Bildungssystem konzentriert sich vor allem darauf, Schwächen zu benennen, zu vermessen und sichtbar zu machen. Die Stärken und Talente der Kinder bleiben da oftmals auf der Strecke. Warum das problematisch ist, liest du hier.

#4 Besser geht doch

Noch immer müssen in Österreich die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs aufgearbeitet werden. Bislang hat die Republik zum Beispiel verschlafen, sich um die ehemaligen KZ-Außenlager zu kümmern. Die Tageszeitung "Kurier" hat nun erstmals eine vollständige Karte erstellt, auf der alle Konzentrationslager verzeichnet sind, die es auf österreichischem Boden gegeben hat.

Warum es wichtig ist, die KZ-Außenlager nicht unter den Teppich zu kehren? Die Republik hat sich gesetzlich verpflichtet, die Mittel zur Verfügung zu stellen, die Orte an denen Verbrechen begangen wurden, einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch Nebenlager sind solche Orte: Instandhaltung und Öffnung wird aber nicht finanziert. Das fangen so gut es geht lokale Initiativen auf.  Der Kurier-Journalisten Christoph Schattleitner erzählt auf Twitter, wie und wo er gelernt hat, dass das ein Problem ist.

#5 Hast du das gesehen?

Franz Moder zeichnet seinen etwas anderen Blick auf die Dinge. Diesmal geht es um letzte Worte.

Ich wünsche dir noch einen schönen Mittwoch!

Dir gefällt unsere Arbeit?

Das freut uns! Wir sind unabhängig von Parteien und Konzernen. Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Spende. Jeder Beitrag, ist er noch so klein, ist wichtig!

Ich bin einverstanden, einen regelmäßigen Newsletter zu erhalten. Mehr Informationen: Datenschutz.