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Fortschritt

Wer war Colette? Bisexuelle Autorin und Varietékünstlerin

Wer war Colette? Bisexuelle Autorin und Varietékünstlerin
Colette war eine der wichtigsten französischen Schriftstellerinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts. In ihren Werken hat sie die Realität von Frauen beschrieben.

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Colette, deren vollständiger Name Sidonie-Gabrielle Claudine Colette lautet, war eine vielseitige Künstlerin. Ihre ersten Erfolge erlangte sie mit den “Claudine”-Romanen, die sie ab 1896 unter dem Pseudonym ihres ersten Mannes veröffentlichte. Die autobiographisch angehauchten Bücher, in denen sie die Geschichte einer bisexuellen Frau erzählt, wurden sowohl von der Kritik als auch vom Publikum gefeiert. Als ihr Mann immer kontrollierender wurde, verließ sie ihn – er behielt jedoch die Urheberrechte für ihre Romane. 

 
Die französische Autorin Colette

Einige Zeit war Colette Varietékünstlerin im Moulin Rogue

Colette begann, als Varietékünstlerin im weltbekannten Moulin Rouge zu arbeiten. Als sie dort bei einem Auftritt eine ihrer Kolleginnen, mit der sie ein Verhältnis hatte, küsste, kam es sogar zu Tumulten. Homosexuelle Handlungen waren in Frankreich damals im Gegensatz zu anderen Ländern nicht illegal. Dennoch war es gefährlich, offen homosexuelle Beziehungen zu führen. So musste sie ihre Beziehung vor der Öffentlichkeit versteckt halten.

1910 gelang ihr mit dem Roman “Die Vagabundin” schließlich der Durchbruch als Autorin. In den kommenden Jahren heiratete sie noch zwei Mal. Ihr größter Erfolg gelang ihr 1943 mit der Kurzgeschichte Gigi, die später verfilmt und für den Broadway als Musical adaptiert wurde. Dort wählte Colette trotz Widerstand Audrey Hepburn für die Hauptrolle aus und half ihr damit, ihre Karriere zu starten.

Colettes Werk ist geprägt von der lebensnahen Erzählung weiblicher Realitäten, bei der sie auch auf die damals tabuisierte Sexualität eingeht. Immer wieder kommen in ihren Texten dabei auch ihre eigenen Erlebnisse vor. Colette starb als angesehene Schriftstellerin. Sie war die erste Frau, die in Frankreich ein Staatsbegräbnis erhielt.
 

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