Hitzewelle in der Stadt

Die Klimakrise lässt auch Wien nicht kalt. Vor allem Städte werden immer heißer.

Foto: Christopher Glanzl/CC-BY-SA 2.0

/ 1. Juli 2022

Wissenschaftler:innen warnen vor der Erderhitzung. Sie erklären, wie schlimm es noch werden könnte, wenn wir nicht endlich handeln. Aber die Folgen der Klimakrise sind in Österreich längst sichtbar. Wir ächzen unter einer Hitzewelle. Wie so viele Monate in den vergangenen Jahren ist auch der Juni 2022 einer der wärmsten in Österreichs Geschichte. Die Temperaturen erreichten bis zu 37 Grad.

Wir haben uns angesehen, was für Probleme dadurch eigentlich auftreten. Das sind direkten die Folgen der Hitze in Österreich:

#1 Die Hitze tötet

Hitze belastet Herz und Kreislauf. Schwindel, Krämpfe, Übelkeit und lebensbedrohliche Hitzeschläge können die Folge sein. Besonders ältere Menschen, Kinder und alle, die sich schlecht gegen die Hitze schützen können, sind gefährdet.

Wie tödlich die Hitze ist, berechnet die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit). Mit 1.122 Hitzetoten war 2015 das bisher schlimmste Jahr.

Auch für die Psyche ist die Hitze eine große Belastung. Umweltmediziner Peter Hutter beobachtet eine deutliche Zunahme an Stress, Ängsten und Depressionen. Und: "Die Aussicht, dieser Hitze nicht entfliehen zu können, führt zu seelischen Problemen, die nicht unterschätzt werden dürfen", sagt er.

#2 Die Hitze verursacht Unfälle

Weil die Hitze die Konzentration schwächt, macht sie Unfälle wahrscheinlicher. Das gilt ganz besonders im Verkehr. Österreichweit sind Verkehrsunfälle mit Verletzungen an Hitzetagen um 25 Prozent häufiger. In Vorarlberg passieren Unfälle bei Hitze sogar um 93,6 Prozent öfter.

Bauarbeiter:innen und andere Menschen, die draußen arbeiten, sind ebenfalls stärker gefährdet. "Die Kraft, die Konzentration und die Koordinierung nimmt ab, wenn es sehr heiß ist", sagt Andreas Huss von der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH). Deswegen würden an Hitzetagen 10 bis 15 Prozent mehr Arbeitsunfälle geschehen.

#3 Die Hitze zerstört die Ernte

Die Sommer in Österreich werden nicht nur heißer, sondern auch trockener. Die Hitze verstärkt die zerstörerische Wirkung der Dürre auf den Feldern. Im Jahr 2015, das sowohl in Österreich als auch weltweit extrem heiß war, betrug der Schaden in der Landwirtschaft 175 Millionen Euro. Im Jahr 2021 waren es laut Hagelversicherung 70 Millionen Euro.

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