Frauen protestieren.
/ 25. Oktober 2021

Am 25. Oktober ist Equal Pay Day in Österreich. Ab diesem Tag arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis. Wenn du jemandem begegnest, der das leugnet, kannst du das mit den folgenden drei Argumenten entkräften.

#1 Frauenberufe werden schlechter bezahlt

Equal pay day: Frauen haben 36% weniger einkommen.

Frauen haben 36% weniger Einkommen als Männer. Auf die Arbeitsstunde gerechnet sind es immer noch 14 Prozent weniger. Das liegt unter anderem daran, dass Berufe, in denen vor allem Frauen arbeiten, schlechter bezahlt werden.

Augen auf bei der Berufswahl also? Es ist gut, wenn mehr Mädchen technische Berufe erlernen wollen. Gleichzeitig sind es schlecht bezahlte Berufe, auf die wir auf keinen Fall verzichten können. Denke zum Beispiel an Pfleger:innen oder Kindergartenpädagog:innen.

Wenn Frauen verstärkt in traditionell männliche Branche einsteigen, ist das außerdem längst keine Garantie für ein hohes Gehalt. Wissenschaftler:innen konnten nachweisen, dass das Lohnniveau in bestimmten Branchen sinkt, wenn der Frauenanteil steigt.

#2 Frauen arbeiten mehr, aber unbezahlt

Frauen leisten unbezahlte Care-Arbeit. Dazu zählen Hausarbeit, Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen. Oft arbeiten sie deshalb in Teilzeit. Sie haben dadurch weniger Einkommen, weniger Vermögen und weniger Pension. Nicht umsonst wird oft von einem "Motherhood Gap" gesprochen.

Statistik: Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen nach Bundesland.

Bundesländer mit guter Verfügbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen haben einen vergleichsweise niedrigen Gender Pay Gap, in Bundesländern mit einer schlechten Verfügbarkeit gibt es einen hohen Einkommensunterschied. Eine Frau ist also nicht "selbst Schuld", wenn sie nicht arbeiten geht. Das Angebot ist einfach nicht ausreichend.

#3 Der Pay Gap lässt sich nicht wegrechnen

 

Selbst wenn Unterschiede durch Branche, Arbeitszeit, Position und Qualifikation weggerechnet werden, bleibt Gender Pay Gap. Der sogenannte "bereinigte" Pay Gap lag 2018 noch bei 6,6 Prozent. Dieser Unterschied kann nicht sachlich erklärt werden.

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