Morgenmoment
/ 26. März 2021

Guten Morgen!

Soziale Durchmischung macht das Leben schöner, findet die Stadt Wien. Gleichzeitig haben es ErntehelferInnen in der EU nicht so schön. Dein Morgenmoment, heute von Daniela Riess. 

#1 Möchtest du das teilen?

In Wien wohnt der Hausmeister neben der Unternehmensberaterin - zumindest in der Theorie. Die soziale Durchmischung ist der Stadt ein großes Anliegen. Aber wie sieht die Realität aus? Darüber haben wir mit der Soziologin Hannah Quinz gesprochen. Sie hat die passenden Zahlen dazu erforscht. Wieso es ein schlechtes Zeichen sein kann, wenn nebenan ein hippes Café aufmacht und warum wir Gemeindebauten nicht über einen Kamm scheren sollten.

#2 Hast du das gesehen?

Bessere Arbeitsbedingungen für ErntehelferInnen in der EU? Nur weil Ausbeutung und die Missachtung von Menschenwürde da weit verbreitet sind? ÖVP-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger will darüber erst nachdenken. Barbara Blaha sagt: Moment mal! 

#3 HerStory

Der März neigt sich dem Ende zu. Und damit auch unsere Aktion zum Women’s History Month. Ein bisschen Zeit haben wir aber noch, um dir jeden Tag eine beeindruckende Frau vorzustellen. Heute: Die Schauspielerin Proschat Madani.

Proschat Madani HerStory

Drei Filmpreise, ein Buch: Proschat Madani ist in Filmen und Serien wie „Der letzte Bulle“ und „Salami Aleikum“ zu sehen. Für ihre Rolle in „Walking on Sunshine“ ist sie mit der Romy ausgezeichnet worden. Außerdem hat sie für ihre Leistungen den Fernsehpreis und den Preis der deutschen Filmkritik bekommen.

2013 hat Madani das Buch „Suche Heimat, biete Verwirrung“ geschrieben. Darin reflektiert sie über die Fragen nach der eigenen Identität und was der Begriff „Heimat“ eigentlich bedeutet. 1967 im Iran geboren, ist Madani mit vier Jahren nach Wien gekommen. Als Mensch mit zwei Kulturen fühlt sie sich oft heimatlos. In Österreich liest man sie als Ausländerin, im Iran irritiert ihr österreichischer Akzent. Madani spricht Deutsch, Englisch und Persisch. In ihrem österreichischen Pass sind sowohl ihr Geburtsdatum als auch ihr Name fehlerhaft übersetzt worden.

Seit 1989 tritt Proschat Madani auf Theaterbühnen auf, seit den 1990ern ist sie auch vor der Filmkamera tätig. 

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Gewalt gegen Frauen ist kein Problem von Frauen, sondern eigentlich ein Problem von Männern. Diese 4 Hilfestellungen braucht es, damit Menschen (vor allem Frauen) Hilfe bei sexueller Belästigung und Gewalt durch andere Menschen (meistens Männer) bekommen. Gut, dass es die Möglichkeiten gibt. Aber ziemlich absurd, dass es sie geben muss.

#5 Zahl des Tages 

17% der ÖsterreicherInnen leben allein

In Österreich leben mehr als 1,5 Millionen Menschen allein. Das sind 17 Prozent der Gesamtbevölkerung, doppelt so viele wie noch vor 35 Jahren. Sich allein eine Miete zu leisten wird gleichzeitig immer schwieriger. Denn die Mieten steigen. Eine Studie der Arbeiterkammer Tirol zeigt, dass ein WG-Zimmer in Innsbruck bis zu 800 Euro kostet. Das ist nicht nur ein Problem für Studierende, sondern hebt auch die Altersarmut. Denn in der Altersgruppe über 65 lebt sogar ein Drittel allein. Warum das so ist und was man dagegen tun kann, erklärt Barbara Blaha in diesem Video.

Ich wünsche dir einen schönen Freitag!

Daniela 

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