Hitzewelle in der Stadt
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/ 20. Juli 2021

Es wird immer heißer. Und das liegt am Klimawandel, der vom Menschen verursacht wurde. Darüber ist sich die Wissenschaft einig. Im Übereinkommen von Paris haben sich 2015 daher 195 Länder sowie die EU auf das 1,5-Grad-Ziel geeinigt. Das bedeutet, dass sich die Durchschnittstemperatur bis 2100 weltweit im Vergleich zu 1850 maximal um 1,5 Grad erhöhen soll. 

Doch dass wir dieses Ziel erreichen, scheint aktuell fast unmöglich. Laut einer häufig zitierten Studie aus dem Jahr 2017 beträgt die Chance dafür, dass wir unter einer Erwärmung von 2 Grad bleiben, unter 5%. Sie sieht uns sogar auf dem Weg zu einem Temperaturanstieg von 3,2 Grad.

Auch ein aktueller Bericht kommt zu dem Schluss: Für das 1,5-Grad-Ziel machen sowohl Gesellschaft, als auch Politik viel zu wenig. Das “Fit-for-55”-Paket der EU, das kürzlich veröffentlicht wurde, dürfte daran auch nicht viel ändern. Die folgende Grafik zeigt dir, welchen Temperaturanstieg du in deinem Leben erwarten kannst: 

Diese Temperaturanstiege könntest du noch miterleben.

Doch was bedeutet das eigentlich für uns, wenn die Temperaturen gewisse Schwellen überschreiten? Die ersten Effekte erleben wir jetzt schon: Die Erde hat sich gegenüber vorindustriellen Zeiten bereits um etwa 1,2 Grad erhitzt. 

Bis zu einer Erhitzung um 1,5 Grad wird die Lebensmittelversorgung besonders in tropischen Ländern immer instabiler. Extreme Wetterereignisse nehmen stark zu. Es wird zu mehr Hitzewellen sowie Dürre- und Flutkatastrophen kommen. 
 

Wir befinden uns aktuell auf dem Weg zu einer Erhitzung von 3 Grad bis 2100

Ab einer Erwärmung von 2 Grad kann es Sommer geben, in denen es tödlich sein kann, ins Freie zu gehen. Es wird dann auch immer schwieriger, die Nahrungsmittelversorgung aufrecht zu erhalten. Menschen tendieren dann dazu, Probleme mit bewaffneten Konflikten auszutragen. Diese dürften also zunehmen. 

Bei 3 Grad werden Millionen von Menschen durch den steigenden Meeresspiegel bedroht und auf der Flucht sein. Noch mehr werden allerdings durch sinkende Ernteerträge an Hunger leiden. Außerdem werden wir auf dem Weg dorthin sogenannte Kipppunkte erreichen. Wenn wir die auslösen, beschleunigt sich die Erhitzung der Erde. 

Diese Kippunkte würden die Erderhitzung beschleunigen

Diese sind jedoch nur schwer vorherzusagen. So hat beispielsweise die Verlangsamung des Golfstroms schon jetzt starke Auswirkungen auf Wetterlagen in den USA und Europa. Er könnte aber noch langsamer werden oder sogar gänzlich abreißen. Sollte das passieren, wären die Folgen verheerend. Der Meeresspiegel in den USA könnte um einen Meter ansteigen. Über die Frage ob und wann so etwas passieren kann, sind sich Wissenschaftler:innen jedoch noch nicht ganz einig. 

Die meisten von uns werden das wohl nicht mehr erleben, wie du an der Grafik siehst. Doch für Kinder sind solche katastrophale Szenarien sehr realistisch, wenn nicht viel mehr gegen die Klimakrise gemacht wird.
 

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