Morgenmoment
/ 12. Mai 2022

Guten Morgen,

"Gehts der Wirtschaft gut, ..." nah, kannst du den Satz vervollständigen? Im neuen Morgenmoment klären wir darüber auf. Außerdem im Programm: Superministerien, Psychiatrie und vieles mehr! Heute wird er dir von Michael Farthofer geschickt.

#1 Möchtest du das teilen?

Denkt man an Psychiatrie, tauchen bei vielen Menschen schreckliche Bilder im Kopf auf. Mit diesen Vorstellungen möchte Ines aufräumen. Sie ist 27 und hat sechs Jahre als Pflegerin auf der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet. Ihre Erfahrungen und was sie verbessern würde, warum sie viel Schlimmes mitansehen musste, aber trotzdem keine Sekunde bereut hat, liest du hier. 

#2 Zitat des Tages

Schätzfrage: Wie viele Pflegebedürftige wird es 2050 in Österreich geben? Die Antwort: 750.000! Dafür werden in Zukunft viel mehr Pflegekräfte benötigt. Doch nur wenig Menschen können sich vorstellen, in der Pflege zu arbeiten. Das Gehalt ist zu niedrig, die Arbeitsbedingungen zu schlecht. Aber die Arbeit von Pfleger:innen ist unheimlich wertvoll. Genau daran erinnert der Tag der Pflege, der jedes Jahr am 12. Mai stattfindet. Liebe Pflegende: Ihr verdient mehr!

Mit einem Zitat steht uns heute Florence Nightingale zur Seite. Sie lebte von 1820 bis 1910 und gilt als DIE Begründerin moderner Pflege. Außerdem machte sie sich als Statistikerin in der Männerwelt der Naturwissenschaften einen Namen.

#3 Wirtschaft erklärt

Geht’s der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut... oder so. Martin Kocher wird neuer "Superminister" für Wirtschaft und Arbeit. Warum das aber gar nicht so super ist und welche Gegensätze sich zwischen Kapital und Arbeit ergeben - Chefökonom Oliver Picek klärt dich auf.

 

#4 Zahl des Tages

Bis 2026 könnte die Erde im globalen Jahresschnitt erstmals 1,5°C heißer als vor der Industrialisierung werden. Das wäre früher als erwartet und deutlich höher als die bisher schlechtesten Werte (2016 waren es +1,2°C). Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt laut der UN-Weltorganisation für Meteorologie bei etwa 50%. Was man dazu wissen sollte: Eine dauerhafte, über mehrere Jahre messbare Erhöhung der Temperatur um 1,5°C ist damit nicht gemeint. Das wäre die Grenze des Pariser Klimaabkommens und die gilt es nach wie vor zu vermeiden.

Für das Erreichen der Klimaziele ist das trotzdem keine gute Nachricht. Politik und Wirtschaft müssen viel schneller als bisher handeln, um die Klimakrise nicht zur Katastrophe werden zu lassen.

#5 Der Reihe nach

Wenn Krieg ist, gibt es viele Verlierer - aber auch einige Gewinner. Weil Energie immer teurer verkauft werden kann, sacken etwa einige Unternehmen große Gewinne ein.

Griechenland reagiert nun: Es will "Übergewinne" von Energiekonzernen mit 90% besteuern. Die Einnahmen soll Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen helfen. 60% der gestiegenen Stromkosten will der Staat bei ihnen übernehmen. Auch in Italien sollen Unternehmen, die vom Krieg profitieren, 25% ihrer zusätzlichen Profite abliefern.

Und was macht die österreichische Bundesregierung? Nachdem Bundeskanzler Karl Nehammer vor einigen Tagen mit ähnlichen Ideen überraschte, wartet man immer noch auf konkrete Vorschläge aus den ÖVP-besetzten Ministerien für Finanzen und Wirtschaft.

#6 Bonustrack

Frauen in der Regierung: Ist das überhaupt zeitgemäß? Bundeskanzler Nehammer (ÖVP) hat da Erklärungsnot. Nach dem Rücktritt von Elisabeth Köstinger und Margarete Schramböck (beide ÖVP) wandern die Agenden Landwirtschaft und Wirtschaft in die Hände von Männern. Im Interview mit Ö1 konnte Nehammer mit einer etwas unerwarteten Antwort uns nicht ganz überzeugen.

Einen schönen Donnerstag wünscht dir

Michi

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