Morgenmoment
/ 19. Januar 2022

Guten Morgen!

Wenige Menschen werden wegen ihres Aussehens so sehr unterschätzt, wie unser heutiges Geburtstagskind. Aber noch viel weniger haben bereits so vielen Menschen geholfen. Um wen es geht? Lass dich vom heutigen Morgenmoment überraschen. Geschrieben hat den Sebastian Panny.

#1 Möchtest du das teilen?

Wer Milliardäre kritisiert, bekommt ganz schnell als Reaktion zu hören: "Du bist ja nur neidig auf ihren Erfolg!" Und wer hinterfragt, warum viele Unternehmen von Überförderung profitieren, bekommt als Antwort: "Bitte keine Neiddebatte anfangen." Dieser Reflex ist oft auch eine Strategie, um eine sachliche Diskussion zu verhindern. Wie das funktioniert erklärt dir Natascha Strobl in einer neuen Ausgabe von "Nats Analyse". 

#2 Zitat des Tages

“I will always love you”, “Jolene” oder “9 to 5” - für alle diese Hits ist Dolly Parton verantwortlich. Aber eine typische Country-Sängerin ist sie eher nicht. Parton stammt aus sehr einfachen Verhältnissen. Sie unterstützt bis heute Menschen, denen es ebenfalls so ergeht. Mit ihrer “Dollywood Foundation” vergibt sie Stipendien an Highschool-Schüler:innen. Ihre “Imagination Library” versorgt Kinder in der ganzen Welt monatlich mit einem Buch. 2020 hat sie außerdem eine Million Dollar für die Entwicklung des Corona-Impfstoffes von Moderna gespendet. 

Parton ist auch dafür bekannt, dass sie sich aktiv für die LGBTIQ-Community einsetzt. Sie befürwortet etwa ganz offen die gleichgeschlechtliche Ehe - obwohl sie aus einer sehr konservativen Region in den USA stammt. Die Drohungen, die sie deswegen erhält, können sie von ihrer Unterstützung jedoch nicht abbringen. Die entstammen einer einfachen Überzeugung: “Ich denke, jeder sollte so sein dürfen, wie er ist, und lieben dürfen, wen er liebt.” Heute wird Dolly Parton 76 Jahre alt. Happy Birthday Dolly!
 

#3 Besser geht doch

Die Krankheit kann tagelange starke Schmerzen auslösen, die in manchen Fällen sogar zu Bewusstlosigkeit führen. Die Hälfte aller Betroffenen kann nicht spontan schwanger werden, manche können gar keine Kinder bekommen. Endometriose betrifft fast ausschließlich Frauen, dafür jede zehnte von ihnen. Doch viele von ihnen wissen nichts davon. Das liegt vor allem daran, dass die Krankheit schlecht erforscht ist - obwohl sie bereits 1860 entdeckt wurde.

Frankreich will das jetzt ändern. Endometriose wird ab sofort als chronische Krankheit anerkannt. Die Kosten für Behandlung und Versorgung werden damit von der Krankenversicherung getragen. Um Endometriose zu bekämpfen, wurde von Präsident Emmanuel Macron zudem ein “nationaler Plan” präsentiert. Es werden regionale Spezialzentren aufgebaut, die Betroffene gezielt unterstützen sollen. Außerdem wird Frankreich mehr Geld in die Forschung und Aufklärung der Krankheit investieren. 

Wäre die Krankheit bekannter, wenn hauptsächlich Männer davon betroffen wären? Fakt ist, dass Frauen in der medizinischen Forschung stark unterrepräsentiert sind. Neue Medikamente werden immer noch vermehrt an Männern getestet. Auch gängige Symptome von Krankheiten orientieren sich oft an Männern - obwohl Frauen manchmal ganz andere aufweisen. Hättest du etwa gewusst, dass Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein können?

Wie eine Betroffene die Krankheit erlebt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, haben wir hier für dich aufgeschrieben.

#4 Meme des Tages

Die meisten von uns verdrehen bei der Frage nach dem Lieblingsbuch von Politiker:innen oder dem zuletzt gelesenen Buch ja bereits die Augen. In 90 Prozent der Fälle lautet die Antwort gefühlt entweder etwas Unverfängliches wie "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry oder "Ich habe leider keine Zeit zu lesen."

Nicht so Josef Gschwandegger! Der Spitzenkandidat der FPÖ Waidhofen gibt in einem "Word-Rap" mit der Bezirkszeitung freimütig zu, dass sein zuletzt gelesenes Buch kein anderes als "Mein Kampf" von Adolf Hitler ist. 

#5 Der Reihe nach

Viele Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern haben genug von der Coronapolitik an den österreichischen Schulen. Deswegen fand heute ein erster Warnstreik von Oberstufenschüler:innen an einigen österreichischen Schulen statt. Unter #WirStreiken berichten Betroffene, warum sie streiken oder die Streiks unterstützen. Die Schüler:innen kritisieren vor allem, dass die Erleichterungen für die Matura wieder aufgehoben werden. Außerdem funktioniert die Auswertung der PCR-Tests an den Schulen außerhalb Wiens kaum. Wir haben einige Bilder der Aktion gesammelt.

Das Anliegen der Maturant:innen ist natürlich wichtig. Auf eine andere Gruppe darf dabei jedoch auch nicht vergessen werden: Auch die Lehrlinge leiden unter den fehlenden Maßnahmen und Unterstützungen. Viele von ihnen haben zu Beginn der Pandemie ein ganzes Jahr verloren. Im Gegensatz zur Matura wurde etwa die Lehrabschlussprüfung zudem überhaupt nie erleichtert. Schüler:innen dürfen nicht übersehen werden, und Lehrlinge dürfen keine Schüler:innen zweiter Klasse sein.
 

Einen schönen Mittwoch

Sebastian

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