Mental Load: Mitdenken ist fast immer Frauensache
Das ständige Denken an alles Organisatorische – auch Mental Load genannt – ist schwer messbar.
Mental Load: Was fast immer an der Mutter hängt
Eine neue Studie von Elizabeth Aviv und Kolleg:innen hat 322 Mütter mit Kleinkindern dazu befragt. Ergebnis: Bei 28 von 30 Aufgaben tragen Mütter mehr Verantwortung als ihre Partner.
Besonders bei organisatorischen Aufgaben wie: Wer schreibt die Einkaufsliste? Wer plant Arzttermine? Wer packt die Schultasche? Die Antwort: fast immer die Mütter.
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Automatisch Frauensache
Diese ungleiche Verteilung belastet Mütter enorm. Hausarbeit wirkt sich „nur“ auf die Beziehungsqualität aus, aber der Mental Load führt oft zu Stress, Depressionen, Burnout und schlechter psychischer Gesundheit.
Mental Load ist unsichtbar. Wer Gemüse schneidet, sieht man. Aber wer den Essensplan schreibt oder an Geburtstagsgeschenke denkt, bleibt oft unbemerkt – sogar von einem selbst. Und: Mental Load hört nie auf.
Wenn die Familienarbeit gerechter aufgeteilt werden soll, muss auch der unsichtbare Mental Load aufgeteilt werden – nicht nur die sichtbare Arbeit.
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