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Klimakrise
Arbeitswelt

Schauma mal, dann sehen wir schon

Schauma mal, dann sehen wir schon
Guten Morgen!

Die gute alte österreichische Art, mit Herausforderungen umzugehen: zuwarten, beobachten und langsam handeln, wenn es fast zu spät ist. Die Probleme im heutigen Newsletter werden dadurch wohl nicht gelöst. Der Morgenmoment kommt heute von Sebastian Panny

#1 Möchtest du das teilen?

 

Alle warnen vor dem degressiven Arbeitslosengeld – dabei ist das schon längst Realität. Denn das Leben wird gerade sehr schnell teurer und das Arbeitslosengeld dadurch immer weniger wert. Denn es wurde bisher weder erhöht, noch an die Inflation angepasst.

Und Arbeitsminister Kocher? Der will, dass Arbeitslose noch weniger bekommen. Warum er das macht und was die Auswirkungen wären, erklärt dir Barbara Blaha in der neuen Ausgabe von „Moment Mal“.

 

# 2 Lesetipp

Die Folgen der Klimakrise sind längst zu spüren. Auch dieser Juni ist in Österreich wiedermal einer der wärmsten seit Beginn der Messungen. Die Temperaturen rauben uns nicht nur Energie und Schlaf, sie betreffen auch noch viele andere Punkte. Wir haben uns angesehen, welche direkten Folgen die Hitze für Österreich hat.

#3 Der Reihe nach

Wenn du aktuell bereits unter der Hitze leidest, haben wir keine sonderlich guten Nachrichten für dich: Sie wird in Zukunft noch schlimmer und gefährlicher.

Wer schonmal in heißen und feuchten Gegenden unterwegs war, kennt das Problem: Die Hitze ist noch viel unerträglicher und drückender. Der Grund dafür ist, dass unser Körper seine Temperatur unter solche Bedingungen weniger gut regulieren kann und leichter überhitzt.

Das kann sogar tödlich enden. Bisher wurde angenommen, dass wir Feuchttemperaturen* von 35°C für sechs Stunden überleben können – aber auch nur dann, wenn man sich im Schatten aufhält und nicht bewegt. Dieser Wert errechnet sich aus der Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. 

Die 35°C waren aber zu hoch angesetzt, wie Forscher:innen in einem Experiment herausgefunden haben. Dazu mussten die Teilnehmer:innen in einer speziellen Kammer leichte Arbeit erledigen. Währenddessen wurde die Temperatur und Luftfeuchtigkeit so lange erhöht, bis der Körper der Teilnehmer:innen seine Kerntemperatur nicht mehr halten konnte.

Das Ergebnis: Bereits ab einer Feuchttemperatur von 31°C konnten die Teilnehmer:innen ihre Temperatur nicht mehr regulieren. Das galt auch für junge und gesunde Menschen. 31°C Feuchttemperatur erreicht man zum Beispiel bei 38° und einer Luftfeuchtigkeit von 60% – Bedingungen, wie sie auch bei uns schon heute im Sommer auftreten könnten.

*Feuchttemperatur (“Wet Bulb Temperature) bezeichnet die niedrigste Temperatur, die je nach Verhältnissen durch Verdunstung erreicht werden kann. Bei 100% relativer Luftfeuchtigkeit ist die Feuchttemperatur genauso hoch wie die Lufttemperatur, da keine Abkühlung durch Verdunstung stattfinden kann. Mit diesem Rechner kannst du dir Feuchttemperaturen berechnen lassen.
 

#4 Hast du das gesehen?

 

Die letzten zwei Jahre waren für Schüler:innen und Lehrer:innen besonders herausfordernd. Im Herbst könnte wieder eine schwierige Zeit auf sie zukommen. Uns steht nicht nur eine neue Coronawelle bevor, sondern Österreich gehen langsam aber sicher die Lehrer:innen aus. 

Da wäre es doch schön, wenn der zuständige Minister Martin Polaschek (ÖVP) Pläne für die nächsten Monate haben würde. Im ZiB2-Interview hat er jedoch einen anderen Eindruck vermittelt.

 

#5 Besser geht doch

 
Ein deutscher Kondomhersteller schenkt seinen Mitarbeiter:innen einen freien Monat pro Jahr

Ein Unternehmen, das seinen Mitarbeiter:innen freiwillig mehr Urlaub gibt? Auch das gibt es.

Das deutsche Start-up “Einhorn” hat genau das jetzt beschlossen. Entschieden haben darüber die Angestellten selbst. Ursprünglich wollte sich einer der Mitbegründer eine Auszeit zur Erholung nehmen. Dem Team wurde daraufhin die Entscheidung überlassen, ob es diesen Benefit für alle geben soll.

Das “Einhorn-Sabbatical” besteht neben dem normalen Urlaubsanspruch und ist unabhängig davon, ob jemand in Teil- oder Vollzeit arbeitet. Bezahlt wird man dabei weiterhin. Was die Angestellten dabei machen, bleibt ihnen überlassen. Verboten ist nur, in dieser Zeit anderweitig Geld zu verdienen.

Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass dadurch keine zusätzlichen Kosten entstünden. Denn dadurch seien die Angestellten erholter und fokussierter, wenn sie arbeiten sind. “Einhorn” ist bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Aktionen aufgefallen. Die Gründer von „Einhorn“ mussten aber auch bereits Kritik für ein geplantes „Demokratieprojekt“ einstecken.

Einen kühlen Freitag

Sebastian

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