Morgenmoment
/ 10. August 2021

Guten Morgen!

Manchmal muss man sich seine Schuld eingestehen, bevor man weitermachen kann. Und jetzt wo wir die Bestätigung haben, könnten wir ja endlich was gegen die Klimakrise machen, findet Sebastian Panny. Er hat dir heute den Morgenmoment zusammengestellt.

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#1 Möchtest du das teilen?

Wenn man will, dass Kriminelle ihre Tat nicht noch einmal begehen, muss man sie hart bestrafen. Oder?

Eine US-amerikanische Studie weist darauf hin, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Dort wurde in einem Bezirk 2019 damit aufgehört, bestimmte Vergehen zu verfolgen. Und die Forschung dort bringt durchaus überraschende Ergebnisse und könnte zu einem Umdenken in der Strafverfolgung führen.

#2 Zitat des Tages

Wir sind selbst verantwortlich für die Klimakrise. Das sagt der neueste Bericht des Weltklimarates IPCC, der gestern veröffentlicht wurde. Beim letzten Klimabericht von 2014 wurde nur die globale Erwärmung der Erde als absolut eindeutig beschrieben. Doch jetzt betont der Weltklimarat bereits im ersten Punkt des Berichtes, dass der Mensch für diese Erwärmung verantwortlich ist.

In dem Bericht wurden die aktuellsten Forschungsergebnisse von über 14.000 Studien zur Klimakrise zusammengefasst. Und er sendet eine deutliche Botschaft: Wir werden die 1,5-Grad-Grenze vermutlich schon in den nächsten 20 Jahren erreichen. Wir könnten uns zwar vielleicht dort einpendeln,  aber dazu muss sich sehr viel sehr schnell verändern. Aber selbst wenn wir das schaffen: extreme Wetterereignisse wie Stürme, Hitzewellen und Dürreperioden werden wir dann immer häufiger erleben - und sie werden noch schlimmer ausfallen. Es zählt weiterhin jedes Zehntelgrad, das wir vermeiden können,

 

#3 Lesetipp

Die Klimakrise ist also da und vom Menschen gemacht, schreibt der Weltklimarat IPCC in seinem neusten Klimabericht. Doch was genau macht diese Behörde eigentlich und wie erstellt sie ihre Klimaberichte? Wir haben die wichtigsten Informationen über den IPCC und seinem neuesten Bericht zusammengefasst.

#4 Grafik des Tages

Die Klimakrise kostet uns jetzt schon viel Geld - und sie wird uns in Zukunft noch teurer zu stehen kommen. Aktuell zahlen wir für die direkten Auswirkungen der Klimakatastrophe in Österreich bereits durchschnittlich 2 Milliarden Euro jährlich. Doch die Krise wird sich verschlimmern und ihre Folgen werden uns noch wesentlich mehr Geld kosten: 10,8 Milliarden Euro oder mehr könnten wir 2050 für die Folgen der Krise ausgeben - das wäre mehr, als die jährlichen Sozialausgaben für Kinder und Familien in Österreich betragen.

Wie sich diese Kosten zusammensetzen, zeigt die Aufschlüsselung auf der rechten Seite der Grafik. Besonders die Ausgaben für unsere Gesundheit werden ansteigen. Auch die Bekämpfung von Naturkatastrophen, wie etwa Hochwasser, trägt einen großen Teil dazu bei. Doch einige Folgen der Krise können noch gar nicht klar beziffert werden, diese scheinen als “nicht quantifizierte zusätzliche Schäden” auf. Das ist etwa die steigende Gefahr von Waldbränden, die viele weitere Kosten mit sich bringen können. Es handelt sich dabei also um eine zurückhaltende Schätzung, die tatsächlichen Kosten könnten wesentlich höher ausfallen.

 

#5 Noch ein Lesetipp

Vor einem Jahr begannen die Menschen in Belarus damit, gegen das Regime von Alexander Lukaschenko zu protestieren. Hunderttausende Menschen gingen nach offenbar gefälschten Wahlen gegen den Machthaber auf die Straße. Zehntausende wurden verhaftet, viele von ihnen zusätzlich gefoltert. Doch über das Land wissen nur sehr wenige genauer bescheid. Wusstest du etwa, dass die Tschernobyl-Katastophe das Land besonders hart getroffen hat? Hier findest du 7 weitere Fakten über die "letzte Diktatur Europas".

Einen schönen Dienstag,

Sebastian

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