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Ungleichheit

Solidarität? Sparen wir uns lieber

Solidarität? Sparen wir uns lieber

Fünf Themen, drei Minuten, ein Newsletter mit Haltung.

Montagmorgen vertreibt Kummer und Sorgen!

Oder? Naja, zumindest er macht uns froh: Ein 10-jähriger Franzose säubert Pariser Flüsse, indem er Altmetall aus dem Wasser fischt. Leider gibt’s nicht überall gute Nachrichten. Beirut liegt nach wie vor in Trümmern, Hilfe aus Österreich lässt auf sich warten. Das und mehr im Morgenmoment, heute zusammengestellt von Daniela Riess.

#1 Möchtest du das teilen?

Österreich hat dem Libanon nach der verheerenden Explosion in Beirut nur militärische, keine humanitäre Hilfe angeboten. Die internationale Solidarität lässt in Österreich generell zu wünschen übrig. Ein Ländervergleich zeigt: Der Katastrophenfonds müsste aufgestockt werden.

 
Humanitäre Hilfe: Österreich zahlt zu wenig. Die Grafik stellt die geleisteten Hilfszahlungen der Schweiz, Dänemark, Schweden und Österreich in den Jahren 2015-2019 gegenüber. Österreich zahlt weniger als ein Zehntel der anderen Nationen. Die Zahlungen sind 2018 dramatisch eingebrochen.

#2 Zahl des Tages

Durch die Corona-Pandemie ist der Außenhandel zurückgegangen. Im Mai 2020 hat Österreich um ein Viertel weniger Güter exportiert als vor einem Jahr. Österreichs wichtigste Exportländer sind die USA, Italien und Deutschland; vor allem Maschinen und Fahrzeuge werden in diese Länder verkauft.

 
Foto zeigt eine Reihe parkender LKW. 25,5 % weniger Güter hat Österreich im Mai auf Grund der Corona-Pandemie exportiert.

#3 Lesetipp

42 Prozent: So viel weniger Pension als Männer bekommen Frauen in Österreich. Das muss sich ändern. Mit dem automatischen Pensionssplitting soll der „Gender pension gap“ kleiner werden. Wer sich vorwiegend um die Kinder kümmert – also zumeist die Mütter –, soll dafür einen Teil der Pensionsansprüche des anderen Elternteils erhalten. Für Frauen ist es ein zweischneidiges Schwert: Das Splitting macht sie abhängiger von einem gutverdienenden Partner und es zementiert die Teilzeitfalle.

#4 Besser geht doch

Raphaël ist anders als andere 10-Jährige (und die meisten Erwachsenen): Der Franzose fischt Altmetall aus den Pariser Flüssen. Sieben Tonnen Schrott hat er mithilfe eines Magneten in den letzten Monaten gesammelt, darunter ein Bajonett, ein Motorrad und eine Graburne. Für seine kuriosen Funde hat er eigens ein kleines Museum im Keller seines Elternhauses eingerichtet.

 
 
 
 
 
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#5 Gezeichnet

Der Hebel der Macht deckt auch im Urlaub auf: Ein Premierminister schwimmt selten allein. Wie die Geschichte rund um Premier Plenk ausgeht, lest ihr im Comic von Rafael Buchegger.

 
Zwei Männer in schwarzen Anzügen und Sonnenbrillen, die Bodyguards des Premierministers stehen am Strand: "Da sollten sie besser nicht baden Herr Premierminister. Hier gibt es eine Menge hungriger Haie."

Hebel der Macht

#6 Bonustrack

Raul Zelik ist Autor, Journalist und Politikwissenschaftler. Sein neues Buch „Die Untoten des Kapitals“ ist kürzlich erschienen. Im MOMENT-Interview sprechen wir mir ihm über Solidarität in Zeiten der Krise. Zelik ist überzeugt: Wir können die ökologischen und sozialen Probleme nur lösen, indem wir das kapitalistische Wirtschaftsmodell von Grund auf ändern. 

 

Ich wünsche euch einen tollen Wochenstart! Ohne Haie, aber mit viel Solidarität.

Daniela

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