Morgenmoment Coverbild

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/ 6. Juli 2020

Guten Morgen,

Alte Laster wird man schwer los. Der erste Schritt ist die Einsicht in die Erkenntnis, was überhaupt ein Laster ist. Beispiele? Das Auto in der Stadt. Die Flugreise für den schnellen Wochenend-Trip. Dass die Einsicht allein nicht ausreicht, sondern auch neue gesellschaftliche Spielregeln nötig sind, hat Frankreich verstanden: Die BürgerInnen selbst haben einen eindrucksvollen Katalog vorgelegt - und trauen sich damit weit mehr als die Politik. Ein Morgenmoment von Barbara Blaha.

#1 Möchtest du das teilen?

Mehr Menschen als du denkst glauben an Verschwörungserzählungen. Laut einer deutschen Studie trifft das auf 38 Prozent der Bevölkerung zu. Doch wo endet das kritische Hinterfragen von Politik und Wirtschaft - und beginnt die Verschwörungstheorie? Was macht das mit unserer Demokratie? Höchste Zeit aufzupassen, meint die Netz-Expertin Katharina Nocun im MOMENT-Gespräch, denn die Szene radikalisiert sich. 

 

#2 Grafik des Tages

Überlegst du noch, wohin die Reise diesen Sommer gehen soll? Jedenfalls zahlt es sich aus zu checken, ob man nicht auch mit Bus und Bahn in den Urlaub kommt: Sie verursachen zusammen, obwohl gleich oft für Reisen benützt wie das Flugzeug, nur ein Prozent des Treibhausanteils unserer Reisen.

#3 Hast du das gesehen?

Immer mehr Städte wollen autofrei werden: Das ist gut fürs Klima - und erhöht die Lebensqualität der BewohnerInnen. Was dran ist an der Befürchtung, weniger Autos in der Stadt würden vor allem den Besserverdienenden nützen, frage ich mich im neuen Moment mal!

 

#4 Gezeichnet

Im Hebel der Macht enthüllen wir die geheimen Machenschaften des Premierministers. Heute geht es um gestürzte Statuen und das Urteil der Zeit.

Brommel berichtet seinem Chef Premierminister Plenk aufgebracht: "Herr Premierminister! Demonstranten haben das historische Denkmal unseres Parteigründers abmontiert!" Plenk fragt überrascht: "Wieso? Was hat er getan?"

Hebel der Macht: Im Urteil der Zeit

#5 Besser geht doch

Frankreich hat 150 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zum Klima-Rat gebeten: Männer und Frauen, Alte und Junge, Stadt- und LandbewohnerInnen, Arme und Reiche, alle ohne klimapolitisches Fachwissen. Die Aufgabe: Frankreichs CO2-Emissionen bis 2030 drastisch zu senken - ohne den finanziell Schwächsten zu schaden. Insgesamt 149 Maßnahmen wurden im Rat erarbeitet: Vom Verbot von Inlandsflügen, Tempolimit 110 auf der Autobahn über ein Werbeverbot für klimaschädliche Produkte wie Autos bis hin zur Einführung des Straftatbestands "Ökozids": Unternehmen, die dazu beitragen, die Klimakrise zu verschärfen, sollen juristisch belangt werden können. Demnächst berät das französische Parlament über den radikalen Maßnahmenkatalog.

Willkommen im Sommer!

Barbara

 

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