Autos, Busse, Straßenbahnen, Fahrräder und Fußgänger im Vergleich - Covergrafik für eine Verkehrssimulations-App zeigt verschiedenen Fortbewegungsmittel.

Autos sind schnell, Öffis sind langsam. Das ist ein altes Vorurteil über die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen. VerkehrsplanerInnen haben sich das aber genauer angesehen.

Eine Simulation zeigt nun, wie schnell 200 Menschen auf einer Straße sich losbewegen. Dazu hat die zu Porsche gehörende PTV Group verglichen, wie gut das mit Autos, Bussen, Straßenbahnen, Fahrrädern und beim Zufußgehen klappt. Wir haben die Simulation und ihre Ergebnisse für dich dargestellt.

Das für manche vielleicht erstaunliche Ergebnis: Autos sind nicht nur für den Ressourcenverbrauch das schlechteste Verkehrsmittel. Sie sind im Verkehrsfluss auch viel langsamer als alle anderen Verkehrsmittel.

Dabei hat die Simulation sogar noch recht autofreundliche Annahmen getroffen. In Österreich sitzen durchschnittlich 1,15 Menschen in einem Auto. PTV hat bei seiner Version aber 1,5 Menschen pro Auto angenommen. In der Realität bräuchte man also 30 Prozent mehr Autos, dadurch würden sich die Kolonne und Fahrzeit weiter verlängern.

Verkehrsplanung der Zukunft

Das Ergebnis belegt: Nur wenn man extrem breite Straßen bauen würde, könnten Autos gleich schnell sein. Die Antwort in der Verkehrsplanung der Vergangenheit waren tatsächlich oft absurd breite Straßen in Städten. In der Klimakrise, und gerade in Städten, wo der Platz knapp ist und immer knapper wird, ist das ein riesiges Problem. Das lässt sich auch nicht durch mehr Elektromobilität lösen. 

Aus diesem Grund werden auch in der Zukunft öffentliche Verkehrsmittel, gute ausgebaute Radwege und fußgängerfreundliche Umgebungen eine wichtige Rolle für unser Bewegung spielen. Verkehrsplaner wie der ehemalige TU Wien-Professor Hermann Knoflacher fordern deshalb seit langem ein Umdenken in Richtung "autofreie Städte". Dort wo Autos oder Lastwägen schwer zu ersetzen sind, gäbe es sie natürlich auch in diesen Städten immer noch. Bei der Stadtplanung sollen aber die anderen Verkehrsmittel im Vordergrund stehen.

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