Menschen sitzen in einem Callcenter.

Wie gut haben die Bundesländer das Contact-Tracing aktuell im Griff und wie sehen die Pläne für die nächsten Wochen aus?

Airlington Research/unsplash.com

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/ 31. März 2021

Was Anfang März schon befürchtet wurde, ist mittlerweile Gewissheit: Österreich befindet sich in der dritten Corona-Welle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt beständig an, noch nie waren so viele Intensivbetten mit Corona-PatientInnen belegt. Der Osten Österreichs geht über die Osterferien in einen verschärften Lockdown, für den Rest des Landes werden ähnlich Verschärfungen diskutiert. 

Dass die Zahlen steigen werden, kam (nicht nur) für ExpertInnen nicht überraschend. Die Situation ist österreichweit zwar noch nicht so schlimm wie in der zweiten Welle im Herbst - doch der Höhepunkt ist aktuell noch nicht erreicht. Dazu tragen auch die neuen Virusmutationen bei, die ansteckender als die ursprüngliche Variante sind.

Contact-Tracing wesentlich zur Eindämmung des Infektionsgeschehens

Ein wichtiges Werkzeug, um die Übertragungen der Krankheit einzudämmen, ist das Contact-Tracing. Dabei wird verfolgt, woher die Infektion kam und wer angesteckt worden sein könnte. Dadurch können mögliche Cluster zugeordnet und abgeschottet werden und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Während der zweiten Welle ist das Contact-Tracing in Österreich praktisch zusammengebrochen. Zeitweise konnte nicht einmal jeder fünfte Fall zurückverfolgt werden. In manchen Ländern wurde das Contact-Tracing ganz aufgegeben. 

Die Bundesländer haben darauf aber nur zögerlich reagiert, wie unsere Recherche im Dezember gezeigt hat. Dass sich die Zahlen in den folgenden Monaten gebessert haben, lag vor allem an dem Rückgang der Infektionszahlen und nicht etwa an einer Aufstockung beim Personal im Contact-Tracing, wie man an den Zahlen von Ende Februar sehen kann. 

Sind die Länder auf die neue Welle besser vorbereitet als auf die letzte? Wir haben wieder nachgefragt.

Aufklärungsquote leicht gestiegen

Die Grafik zeigt, dass sich die Aufklärungsquoten seit unserer letzten Recherche teilweise etwas gebessert haben. Diese Tatsache dürfte die Corona-Kommission auch dazu bewogen haben, die Zahlen wieder zu veröffentlichen - seit Dezember war dies auf Wunsch von Oberösterreich nicht mehr der Fall. Die Definition dieser Zahlen ist nicht einheitlich geregelt. Fragt man bei den Ländern direkt nach, wird eine höhere Erfolgsquote genannt. Für die AGES gilt ein Fall hingegen nur dann geklärt, wenn genau ermittelt werden kann, von wem die Person angesteckt wurde - und das ist bei den Ländern nicht so.

 

Auffällig ist, dass die östlichen Bundesländer trotz hoher Infektionszahlen das Tracing - zumindest im Vergleich zu den anderen Ländern - gut im Griff haben. In Wien und im Burgenland können aktuell die meisten Fälle zurückverfolgt werden. Doch in den vergangenen Wochen geht die Aufklärungsrate österreichweit langsam wieder zurück. Mitte Februar lag sie bei 64%, aktuell sind es 56%. 

Wie schnell diese Zahl fallen kann, mussten wir bei der letzten Welle beobachten. Haben die Bundesländer auf den neuerlichen Anstieg der Fallzahlen mit mehr Personal für das Contact-Tracing reagiert? 

Die Übersicht zeigt, dass in den meisten Fällen kaum etwas passiert ist. In einigen Ländern gab es einen leichten Anstieg an Contact-TracerInnen, in Vorarlberg gab es aber sogar einen Abbau.

 

Die Zahlen sollten nur als Annäherung verstanden werden. Die Datenlage ist auch hier nicht vereinheitlicht. Nicht alle MitarbeiterInnen sind in allen Ländern ausschließlich für das Contact-Tracing zuständig, sondern werden auch noch für andere Aufgaben herangezogen werden. Die Bundesländer selbst können in den meisten Fällen keine klaren Angaben zur Zahl der TracerInnen geben, Wien stellt dabei eine Ausnahme dar. Die Anzahl der “Stellen” bezieht sich nicht auf einzelne Personen, sondern Vollzeitäquivalente. SoldatInnen des Bundesheers, die zur Unterstützung aktiv sind, sind bei den Zahlen eingerechnet. Diese Werte sind nicht alleine für die Qualität des Tracings entscheidend, liefern aber einen wichtigen Anhaltspunkt. Aus der Steiermark gab es leider keine Antwort auf unsere wiederholten Anfragen.

So sieht die Situation in den einzelnen Bundesländern aus:

Burgenland

Anzahl der Stellen aktuell: 58 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 58 auf 100.000 

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 58 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 61%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 62%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 16%

Sowohl die Aufklärungsrate, als auch die Anzahl der Contact-TracerInnen ist im Burgenland in den letzten Wochen praktisch gleich geblieben. Die Zahl der TracerInnen wurde zwischenzeitlich zwar abgebaut, aber aufgrund des Infektionsgeschehens bald wieder aufgestockt. Das Burgenland hat aktuell mit einer 7-Tages-Inzidenz von 303 Fällen auf 100.000 EinwoherInnen den zweithöchsten Wert in ganz Österreich. Eine Aufstockung des Personals ist weiterhin nicht geplant, man könne aber intern umschichten.

Im Burgenland wurden aufgrund der aktuellen Situation zusätzliche Maßnahmen für Personen getroffen, die vom Contact-Tracing erfasst wurden. Sie werden erst am 7. und nicht am 5. Tag der Quarantäne getestet. Außerdem endet die Quarantäne nicht mehr automatisch, sondern mit erneutem Test.

Kärnten

Anzahl der Stellen aktuell: 68,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 65,9 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 64,1 auf 100.000

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 53%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 41%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 30%

Schon im Dezember wollte man in Kärnten bis Ende des Jahres 2020 von 360 auf 400 Stellen beim Contact-Tracing aufstocken. Diesen Wert hat das Land jedoch noch immer nicht erreicht, aktuell gibt es in Kärnten 384 Stellen.

Damit zeigt man sich, auch im Vergleich zu anderen Ländern, zufrieden. Sollte es weiteren Bedarf geben, könne man relativ schnell aufstocken. Die Unterstützung durch SoldatInnen des Bundesheeres wird in Kärnten etwas reduziert, diese Stellen sollen jedoch unter anderem durch eine Neuanstellung von 25 Langzeitarbeitslosen ausgeglichen werden. Mittlerweile soll das Contact-Tracing auch in Kärnten überall elektronisch ablaufen.

 

Niederösterreich

Anzahl der Stellen aktuell: 55,6 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 55,6 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 55,6 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 55%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 51%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 11%


Die Werte in Niederösterreich haben sich im Vergleich zum Februar kaum verändert. Bei unserer ersten Anfrage plante das Land noch eine Aufstockung um insgesamt 100 Stellen - geworden ist daraus bis heute nichts. Allerdings ist man aktuell in mehreren Bezirken auf der Suche nach Personal für das Contact-Tracing und andere unterstützende Tätigkeiten.

Oberösterreich


Anzahl der Stellen aktuell: 58,2 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 45,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 47,9 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 43%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 30%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 15%

Das Land Oberösterreich kann die Stellen nur sehr unklar zuordnen, da das Personal in den Krisenstäben nicht ausschließlich für Contact-Tracing eingesetzt wird. Der angegeben Wert stellt das Maximum der möglichen Contact-TracerInnen dar.

Seit unserer letzten Anfrage wurden diese Stellen in Oberösterreich offenbar deutlich erhöht. Auch eine zukünftige Aufstockung soll bei Bedarf vorgenommen werden. Trotz des zusätzlichen Personals liegt Oberösterreich jedoch an der letzten Stelle was die Aufklärungsrate betrifft

Das Land wurde bereits Ende September scharf kritisiert, weil es nur 1.100€ für eine Vollzeitstelle in den Krisenstäben anbot. Die Stelle wird auf der Homepage des Landes weiterhin angeboten.

 

Salzburg

Anzahl der Stellen aktuell: 149,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 149,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 149,5 auf 100.000

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 57%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 41%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 8%

Die hohe Zahl an Stellen in Salzburg erklärt sich auch dadurch, dass das Land mit einem Pool an Gemeindebediensteten rechnet, die man zum Contact-Tracing heranziehen will. Doch ob diese auch tatsächlich zur Verfügung stehen, ist fraglich - aktuell konnten bei einem Bedarf von 150 TracerInnen nur 40 aus den Gemeinden mobilisiert werden. Denn häufig ist es den Gemeinden ganz einfach nicht möglich, MitarbeiterInnen zur Verfügung zu stellen. 

Im Dezember gab es die Ankündigung, dass die Zahl der Contact-TracerInnen erhöht werden soll. Getan hat sich hier weiterhin nichts, man plant auch nicht mit einer weiteren Aufstockung. Die vom Land angegebene Zahl an Stellen sollte auf jeden Fall mit Vorsicht zu genießen sein.
 

Steiermark


Anzahl der Stellen aktuell: k.a.

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 56,3 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 56,3 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 54%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 13%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 17%


Mittlerweile hat sich die extrem niedrige Aufklärungsquote in der Steiermark etwas erholt, mit 54% liegt man österreichweit im Durchschnitt. Lange Zeit war die Situation im Land sehr angespannt: Erst ab 18. Jänner wurde die automatische Testung von Kategorie-1-Kontaktpersonen wieder aufgenommen . Diese Maßnahme war am 13. November wegen der Überlastung der Kapazitäten ausgesetzt worden. Die Steiermark ist zudem immer noch das Land mit der höchsten Anzahl an Todesfällen pro EinwohnerIn.

Leider wurde uns trotz mehrmaliger Anfrage bis zuletzt keine Antwort auf unsere Fragen gegeben. Die Personalaufstockungen, die noch im Dezember angedacht wurden, waren aber schon das letzte Mal kein Thema mehr. Damals waren sogar nur die Hälfte der möglichen Contact-TracerInnen im Einsatz, da man die Rückverfolgung laut Sprecher des Landes damit im Griff hatte.

Aktuell gibt es vermehrt Kritik an den Arbeitsverhältnissen der TracerInnen beim Land. Die Arbeitsbedingungen seien unzureichend und die Bezahlung nicht korrekt. 

Tirol

Anzahl der Stellen aktuell: 86,1 auf 100.000 

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 79,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 86,1 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 46%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 50%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 18%

Tirol hat bei der Zahl der verfügbaren TracerInnen wieder etwas aufgestockt, die Aufklärungsquote ist allerdings zurückgegangen - das ist bei keinem anderen Land der Fall. Tirol liegt damit an vorletzter Stelle bei der Aufklärung.

 Wie in den meisten anderen Ländern setzt man in Tirol auf einen Pool an MitarbeiterInnen, die für das Contact-Tracing einspringen können. Mehr Personal von außen soll aktuell nicht eingestellt werden. Aufgrund der Virusmutationen wurde das Tracing noch etwas verschärft: Beim Verdacht einer Mutation werden etwa auch erweiterte Kontaktpersonen kontaktiert und getestet.

 

Vorarlberg

Anzahl der Stellen aktuell: 35,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 50,7 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 54,5 auf 100.000

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 57%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 45%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 9%

Vorarlberg war im Herbst das erste Bundesland, dass das Contact-Tracing wegen Überforderung massiv einschränken musste. Durch den kurzfristig stark erhöhten Einsatz von Landesbediensteten konnte der Rückstau damals abgearbeitet werden. Zwischenzeitlich ist die Inzidenz in Vorarlberg so stark gesunken, dass es als einziges Land Lockerungen von Corona-Bestimmungen durchführen konnte. 

Aufgrund der gesunkenen Fallzahlen sind aktuell auch weniger Bedienstete direkt im Einsatz. Man könne jedoch sehr schnell aufstocken und bis zu 350 Personen für das Tracing einsetzen - das wären fast dreimal so viele wie jetzt. Diese könnten jedoch bald zum Einsatz kommen, denn seit den Lockerungen sind die Covid-Fälle in Vorarlberg wieder stark angestiegen.

 

Wien

Anzahl der Stellen aktuell: 39,5 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Februar: 34,3 auf 100.000

Anzahl der Stellen Anfang Dezember: 31,6 auf 100.000 

 

Aktuelle Aufklärungsquote: 68%

Aufklärungsquote Anfang Februar: 68%

Aufklärungsquote Anfang Dezember: 50%

 

Zur Eröffnung der ersten Wiener Impfstraße wurde von Michael Ludwig eine Aufstockung der Contact-TracerInnen um 100 Stellen angekündigt. Das wurde tatsächlich umgesetzt, mittlerweile arbeiten 750 Personen in der Rückverfolgung. Eine weitere Aufstockung ist derzeit nicht geplant.

Mittlerweile ist Wien nicht mehr das Land mit den wenigsten Contact-TracerInnen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung - diesen Rang nimmt nun Vorarlberg ein. Es ist allerdings noch immer das einzige Land, in dem dieses Personal ausschließlich für Contact Tracing eingestellt ist, was den dem Anschein nach niedrigen Wert relativiert. Wie schon im Dezember weist Wien mit aktuell 68% die höchste Rückverfolgungsrate aus. Doch bei unseren vorangegangenen Anfragen hatte Wien noch die niedrigste Inzidenz in Österreich - das hat sich mittlerweile gedreht. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 342, das ist der mit Abstand höchste Wert. 

 

Keine einheitliche Software in allen Bundesländern

Der Überblick zeigt, dass sich beim Personalbestand für das Contact-Tracing in den Ländern, wie schon die letzten Male, sehr wenig verändert hat, obwohl viele Bundesländer Aufstockungen versprochen hatten. Vielfach wird jedoch betont, dass man aber auch bei der Optimierung der Abläufe sowie der Digitalisierung weiter fortgeschritten sei. 

Doch die digitalen Abläufen scheinen in Österreich, obwohl sie für die Effizienz des Contact-Tracings wichtig sind, auch ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie häufig nicht so zu funktionieren, wie sie sollten. So gibt es etwa in Salzburg, wo das Contact Tracing zumindest teilweise von den Gemeinden übernommen werden soll, keine gemeinsame Schnittstelle zwischen den Behörden. Aus diesem Grund sollen Gemeindebedienstete jetzt direkt an die Bezirkshauptmannschaften abgestellt werden.

Und bis vor kurzem gab es etwa in Kärnten für das Contact-Tracing keine Softwarelösung, wie uns eine Quelle berichtet, die anonym bleiben will: “Bis vor einigen Wochen gab es noch eine Zettelwirtschaft und vieles wurde über Excel-Listen bearbeitet. Es ist peinlich, dass es so lange gedauert hat, bis es eine Lösung gegeben hat.” In Kärnten wird mittlerweile jene Software verwendet, die in der Steiermark entwickelt wurde. Denn eine einheitliche Lösung wurde nie geschaffen - dabei hätte man sich so einiges an Zeit, Geld und Überforderung erspart.

Anzahl alleine nicht entscheidend 

Es liegt auch nicht nur an der Anzahl der Contact-TracerInnen und der eingesetzten Software, wie hoch der Erfolg jeweils ist. Nicht jede Person, die erkrankt ist, will aus unterschiedlichen Gründen angeben, mit welchen Personen er oder sie Kontakt hatte. Von Seiten der Politik wird auch das häufig als Grund angegeben, weshalb das Contact-Tracing oft schlechter funktioniert. Denn werden weniger Kontakte angegeben, können auch weniger Cluster identifiziert werden. Auch von den meisten Ländern wird dieses Problem auf Anfrage bestätigt. Sie sehen einen Rückgang bei der Angabe von Kontaktpersonen im Vergleich zur zweiten Welle.

Wer andere bei einer Tätigkeit angesteckt haben könnte, die derzeit nicht erlaubt ist, wird dies aus Angst vor rechtlichen Folgen möglicherweise verschweigen. Genau deshalb sind   Contact-TracerInnen in vielen Ländern allerdings gar nicht berechtigt, rechtliche Verfolgungen einzuleiten. Sie unterliegen grundsätzlich einer Verschwiegenheitserklärung. Sollten jedoch über andere Kontakte Falschaussagen beim Contact-Tracing bekannt werden, können diese durchaus gestraft werden.

Abseits dieser Probleme ist jedoch klar, dass Österreich zu wenige Contact-TracerInnen hat. Laut WHO würden wir eigentlich 13.000 Contact-TracerInnen benötigen, um das Infektionsgeschehen erfassen zu können. Aktuell gibt es nach unseren Recherchen optimistisch gerechnet etwa 5410 Stellen. Zudem müsste laut WHO die 7-Tages-Inzidenz unter 50 fallen, damit das Contact Tracing lückenlos funktionieren kann - aktuell liegen wir in Österreich bei 260, länderweise höher als das. Die nächste Welle rollt auf uns zu. Ob sich die Länder im Contact-Tracing darauf gut genug eingestellt haben, ist nach unserer Recherche fraglich.

 

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