Was gibt es über die Corona-Impfstoffe zu wissen?

Wie funktioniert so eine Impfung eigentlich? Wir haben für dich einen Überblick gesammelt, was du über die Corona-Impfstoffe wissen solltest.

Daniel Schludi/unsplash.com

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/ 10. Mai 2021

In den nächsten Monaten werden die meisten von uns hoffentlich eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. Doch noch immer gibt es viel Halbwissen zu den Impfstoffen und jeden Tag taucht eine neue Verschwörungserzählung auf. Damit du den Überblick bewahrst, haben wir die wichtigsten Informationen zu der Impfung hier gesammelt.

 

Wie funktionieren die Corona-Impfstoffe?

Bei uns sind aktuell zwei verschiedene Arten von Impfstoffen zugelassen: mRNA-Impfstoffe sowie Vektorimpfstoffe.

Bei mRNA-Impfstoffen, wie jenen von Biontech/Pfizer sowie Moderna, wird dem Körper die "Bauanleitung" für einen Teil der Virushülle geimpft. Transportiert wird die mRNA in einer Fetthülle. Die Zellen produzieren dadurch selbst die sogenannten Spike-Proteine, die für den Menschen ungefährlich sind. Durch diese stachelartigen Fortsätze kann das Virus an Zellen andocken. Diese Spike-Proteine werden vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt und bekämpft.

Kommt es zu einer tatsächlichen Infektion, kann der Körper gezielter gegen das Virus vorgehen, weil er es schon kennt. Die menschliche DNA wird dabei übrigens keineswegs verändert, die mRNA-Botschaft wird von den Zellen einfach abgebaut. Diese Art des Impfstoffes wurde zwar schon länger entwickelt, aber zum praktischen Einsatz kam es erst jetzt. 

Vektorimpfstoffe, wie jener von AstraZeneca oder Johnson&Johnson, sind hingegen schon länger bekannt und werden etwa bei Ebola oder dem Dengue-Fieber eingesetzt. Der wesentlichste Unterschied zum mRNA-Impfstoff ist, wie die Bauanleitung für die Spike-Proteine in den Körper gelangt. Dabei ist ein für den Menschen harmloses Virus der Träger (lateinisch “vector”) dieser Information, der es in einige Zellen einschleust. 

Warum gibt es zu wenig Impfstoffe?

Der aktuelle Mangel an Impfstoffen hat viele unterschiedliche Gründe. Ganz grundsätzlich dauert es eine Weile, bis eine ausreichende Impfstoffproduktion anlaufen kann. Anlagen müssen aufgebaut und angepasst werden, dafür benötigt es Berechtigungen der Behörden. Gleichzeitig braucht man genügend Rohstoffe, um die Impfstoffe überhaupt produzieren zu können.

Aber im Vergleich zu anderen Regionen in der westlichen Welt hinkt die EU beim Impfen ziemlich hinterher. Dabei wurde der EU eine verfehlte Politik zum Verhängnis. Sie vertraute zu sehr auf den freien Markt, wie Oliver Picek, Chefökonom des Momentum Instituts, hier ausführt. Dadurch wurde die EU sogar zum Impfstoff-Exporteur. Dazu kam aber auch noch Pech: So setzte man bei der Bestellung sehr stark auf den Impfstoff von AstraZeneca. Diese konnten jedoch die prognostizierten Impfstofflieferungen nicht einhalten, weshalb die EU mittlerweile auch rechtliche Schritte gegen den Konzern eingeleitet hat.

Schuld am Mangel ist aber auch Profitgier. Denn hätte man frühzeitig die Patente auf die Impfstoffe freigegeben, könnten auch wesentlich mehr produziert werden. Darunter müssen besonders die Länder des globalen Südens leiden, die nur einen Bruchteil der hergestellten Impfstoffe bekommen haben. Dabei gäbe es etwa in Indien genug Produktionskapazitäten. Doch reiche Länder haben den Antrag auf eine Aufhebung der Patente vor der Welthandelsorganisation mehrfach blockiert. Durch den Schutz der Konzerngewinne schaden wir uns aber im Endeffekt auch selbst, wie Barbara Blaha in dieser Ausgabe von Moment Mal erklärt:

Welche Impfstoffe gibt es?

In Österreich werden aktuell vier unterschiedliche Impfstoffe verimpft. Eine Zulassung hat sich bisher immer nach den Vorgaben der Europäischen Arzneimittelagentur EMA gerichtet. Diese hat bei allen Impfstoffen ein beschleunigtes Zulassungsverfahren verwendet ("Rolling Review"). Das bedeutet, dass die Daten der Studien laufend an die EMA gemeldet werden, nicht erst am Ende alle auf einmal.

Bei dem russischen Impfstoff Sputnik V gab es Überlegungen in Österreich, die Zulassung auf nationaler Ebene vorzuziehen. Diese Pläne scheinen jedoch mittlerweile vom Tisch zu sein.

Zugelassen wurden bis jetzt:

  • AstraZeneca (Vektorimpfstoff, zugelassen am 29.1. 2021): Aktuell wird der Impfstoff in Österreich fast nur mehr für Zweitimpfungen verwendet, da es wenige Impfdosen gibt. Die EU hat bekanntgegeben, dass sie den Kaufvertrag auslaufen lässt und vorerst nicht damit plant, weitere Dosen anzukaufen.
  • Biontech/Pfizer (mRNA-Impfstoff, zugelassen am 21.12.2020): Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde bisher in Österreich mit Abstand am häufigsten verwendet. Er weist aktuell die höchste Wirksamkeit gegen die bekannten Varianten des Virus auf. Details dazu kannst du hier lesen.
  • Johnson&Johnson (Vektorimpfstoff, zugelassen am 11.3.2021): Der Impfstoff von Johnson&Johnson hat den Vorteil, dass bei ihm als einzigen Impfstoff nur eine Impfung notwendig ist. Nach Österreich wurden davon jedoch erst rund 30.000 Dosen geliefert.
  • Moderna (mRNA-Impfstoff, zugelassen am 6.1.2021): Obwohl schon sehr lange zugelassen, wurden in Österreich bisher relativ wenige Menschen mit dem Impfstoff von Moderna geimpft. Der Hersteller testet aktuell eine auf die Mutationen angepasste Variante seines Impfstoffs.

Die  Impfstoffe dieser Hersteller könnten bald zugelassen werden:

  • Curevac (mRNA-Impfstoff): Die EMA begann am 12.2.2021 mit dem Zulassungsverfahren für den deutschen Impfstoff. Der Hersteller rechnet mit einer Zulassung im zweiten Quartal, sie könnte noch im Mai erfolgen. Der Impfstoff wird in Europa und Lateinamerika getestet und soll auch Schutz gegen die gängigen Virus-Mutationen bieten.
  • Novavax (Proteinimpfstoff)Die EMA begann am 3.2.2021 mit dem Zulassungsverfahren für den US-amerikanischen Impfstoff, die Zulassung könnte noch im Mai erfolgen. Bei diesem Impfstoff wird das Spike-Protein selbst im Labor hergestellt und direkt in die Zellen geschleust - diese müssen die Proteine also nicht selbst herstellen. Seine Wirksamkeit soll jener der mRNA-Impfstoffe gleichen.
  • Sinovac (Ganzvirusimpfstoff): Die EMA begann am 4.5.2021 mit dem Zulassungsverfahren für den chinesischen Impfstoff. Wie lange dieses dauern wird, ist unklar. Im Gegensatz zu den bereits eingesetzten Impfstoffen, wird bei diesem eine inaktivierte Version des Virus verabreicht. Dies hat theoretisch den Vorteil, dass der Körper bereits das gesamte Virus kennt und somit besser auf Mutationen reagieren kann. Seine Wirksamkeit wird aktuell mit 56,5% als relativ niedrig beziffert.
  • Sputnik V (Vektorimpfstoff): Die EMA begann am 4.3.2021 mit dem Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff, der bereits in 64 Ländern zugelassen ist. Der Impfstoff geriet in den letzten Wochen jedoch mehrfach unter Kritik: In der Slowakei wollte man den Sputnik V zulassen, bekam jedoch zu wenige Informationen vom Hersteller dafür. Außerdem waren die gelieferten Dosen nicht mit jenem Impfstoff ident, der vom Fachmagazin "The Lancet" bewertet wurde. In Brasilien wurde die Zulassung ebenfalls wegen der schlechten Datenlage verweigert. In den gelieferten Dosen wurden darüber hinaus noch aktive Vektorviren entdeckt.

Wie sicher sind die Corona-Impfstoffe?

Die Geschwindigkeit, mit der die Impfstoffe entwickelt wurden, löst bei vielen Menschen Skepsis und Angst aus. Mehrere Gründe sprechen für ein gutes Gewissen beim Impfen.

Bei den Corona-Impfstoffen mussten die ForscherInnen nicht bei Null beginnen. Das Corona-Virus ist ein SARS-Virus ist. An SARS-Viren und möglichen Impfstoffen wird schon seit vielen Jahren geforscht. Bisher war jedoch kein Geld für und wenig Interesse an tatsächlicher Impfstoffentwicklung vorhanden. Dieses Problem fiel jetzt jedoch weg, ForscherInnen konnten sehr schnell mit der Entwicklung beginnen.

Auch die Testphasen für die Impfung konnten schneller fertiggestellt werden. Aber die Unternehmen übergingen dabei keine Schritte, sondern kombinierten Studienphasen, die normalerweise getrennt ablaufen. Die Daten wurden auch nicht erst am Ende aller Tests an die Behörden übermittelt, sondern sobald sie verfügbar waren ("Rolling Review"). Dadurch konnten die Arzneimittelbehörden die Ergebnisse prüfen, während die Studien noch liefen. Auch dass sich viele Menschen mit dem Virus infizierten half bei der Entwicklung - denn dadurch bekamen die ForscherInnen mehr Ergebnisse geliefert. Wie die Tests von Medikamenten und Impfstoffen ablaufen, kannst du hier nachlesen.

Kann ich Corona bekommen, obwohl ich geimpft bin?

Ja, das kann passieren. Allerdings ist das einerseits sehr unwahrscheinlich und andererseits ist man durch die Impfung sehr gut vor schweren Verläufen geschützt.

Man hat zwar auch schon durch die erste Impfdosis einen gewissen Schutz, die volle Wirkung entfalten die Impfstoffe - bis auf jenen von Johnson&Johnson - aber erst nach der zweiten Impfung. Die meisten Menschen, die sich trotz zweier Impfungen mit Corona angesteckt haben, wurden kurz vor oder nach ihrer Impfung infiziert. Sie waren also noch nicht vollständig immunisiert, denn der Impfschutz tritt erst 7-14 Tage nach Verabreichung der zweiten Dosis ein.

Auch nach einer vollständigen Immunisierung kann man noch erkranken. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr niedrig. Daten aus Vorarlberg haben etwa ergeben, dass von 27.600 Erkrankten nur 0,16%, also 44 Personen, bereits zwei Impfungen bekommen haben. Wie groß der zeitliche Abstand zwischen zweiter Impfung und Erkrankung war, wurde dabei nicht erhoben.

Kann man die Langzeitfolgen der Impfung abschätzen?

Ja. Der Begriff "Langzeitfolgen" wird häufig missverstanden und im alltäglichen Sprachgebrauch falsch verwendet. Sollte es ungewollte Langzeitfolgen bei Impfungen geben, treten diese in der Regel in den ersten zwei Monaten auf. Viele Menschen denken bei Langezeitfolgen an Nebenwirkungen, die erst viele Monate oder gar Jahre später auftreten. Doch das ist und war bei Impfungen tatsächlich nie der Fall. Es ist bei manchen Impfungen sehr selten zu Nebenwirkungen gekommen, mit deren Folgen die Betroffenen noch Jahre später zu kämpfen hatten. Doch diese Impfschäden treten eben sehr bald nach der Impfung auf. Daher haben Impfstoffhersteller die Mittel auch zumindest acht Wochen lang getestet, um solche Folgen auszuschließen.

Warum man manche Langzeitfolgen von Impfungen in den Studien nicht erkannt hat, hat einen einfachen Grund: Diese Nebenwirkungen treten so selten auf, dass sie in den Testphasen einfach nicht vorkommen und können so nicht erkannt werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Corona-Impfungen, im Vergleich zu anderen Impfungen, an einer sehr große Anzahl an ProbandInnen in den Studien getestet wurde. Das macht auch seltene Langzeitfolgen, die man in den Studien nicht entdeckt hat, noch unwahrscheinlicher.

Kann ich durch die Impfung eine Thrombose bekommen?

Mittlerweile ist klar, dass ganz spezielle Thrombose-Arten eine Nebenwirkung bei den Impfstoffen von AstraZeneca sowie Johnson&Johnson sein kann. Der Grund dafür, wieso diese in den Testphasen nicht erkannt wurde ist, dass sie ausgesprochen selten auftreten. Bei AstraZeneca gab es beispielsweise bei 20 Millionen geimpften Personen 25 Fälle von Thrombosen, die möglicherweise mit der Impfung zusammenhängen. Mittlerweile weiß man auch, wodurch die Thrombosen hervorgerufen werden und es gibt entsprechende Therapiemöglichkeiten. Betroffen sind davon hauptsächlich Frauen zwischen 18 und 59 Jahren.

Das Risiko einer Thrombose besteht also, die Wahrscheinlichkeit dafür ist allerdings verschwindend gering. Die EMA hat dafür eine Auflistung gemacht, bei der man das tatsächliche Risiko mit dem Nutzen der Impfung vergleichen kann.

Wie erkenne ich eine Thrombose, die durch die Corona-Impfung ausgelöst wurde?

Wie oben erwähnt ist eine Thrombose sehr selten und es gibt viele Impfreaktionen die auftreten können, aber harmlos sind. Vor allem in den ersten Tagen nach der Impfung mit AstraZeneca sind grippeähnliche Symptome ganz normal, dazu gehören auch Kopfschmerzen. Auch Menschen, die schon Thrombosen hatten, sind nicht häufiger davon betroffen.

Folgendes kann jedoch dafür sprechen:

  • Es treten mehrere Tage nach der Impfung plötzlich Kopfschmerzen auf, die relativ stark sind
  • Die Kopfschmerzen halten dauerhaft an
  • Es treten zusätzliche neurologische Symptome wie Lähmung, Sprachstörungen oder epileptische Anfälle auf
  • Man entdeckt punktförmige Hautblutungen, vor allem an Armen oder Beinen

In diesen Fällen, oder wenn man sich unwohl fühlt und sich nicht sicher ist, sollte man auf jeden Fall einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. 

Haben sich Impfstoff-Hersteller von ihrer Haftung bei Impfschäden befreit?

Für die Länder der EU ist das nicht der Fall. Es gibt zwar Einschränkungen, eine grundsätzliche Haftung besteht aber dennoch. Andere Länder, wie etwa die USA oder Israel, haben die Unternehmen jedoch von ihrer Haftung entbunden. Details dazu kannst du hier nachlesen.

Was ist der Unterschied zwischen einer bedingten Zulassung oder einer Notfallzulassung im Vergleich zu einer normalen Zulassung?

Bei einer Zulassung wird der jeweilige Wirkstoff auf Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Die Basis dafür liefern die vorliegenden Daten aus Tests. Bis ein Impfstoff in der EU regulär zugelassen wird, können durchaus zwei Jahre vergehen. Speziell in einer Pandemie ist dieser Zeitrahmen jedoch viel zu lange. Daher gibt es für die Corona-Impfstoffe beschleunigte Zulassungsverfahren. Dafür werden einerseits von der EMA mehr Ressourcen eingesetzt, auch durch die oben beschriebene "Rolling Review" wird Zeit gespart.

Um dieses Verfahren weiter zu beschleunigen gibt es andererseits auch noch die bedingte Zulassung ("Conditional Marketing Authorization"). Diese kommt in Notsituationen zum Einsatz. Sie kann jedoch auch erst dann erfolgen, wenn genügend Daten vorliegen durch die gesichert ist, dass die Vorteile des Impfstoffs mögliche Nachteile deutlich überwiegen. Diese Zulassung ist auf ein Jahr befristet. Vom Hersteller wird verlangt, gewisse Daten zu genauen Fristen laufend nachzureichen. Bisher gab es bereits 33 bedingte Zulassungen in der EU, keine davon wurde in weiterer Folge widerrufen. In weiterer Folge wird aus dieser bedingten Zulassung eine reguläre Zulassung. Eine Notfallzulassung existiert in der EU nur als Zulassung "unter außergewöhnlichen Umständen". Diese kann jedoch nur dann erteilt werden, wenn der Antragsteller versichern kann, dass er für sein Medikament auch in Zukunft keine Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit liefern kann. Dies gilt etwa bei Fällen, die extrem selten sind oder für die es ethisch nicht gerechtfertigt ist, die Daten zu sammeln. Für Corona-Impfstoffe ist eine solche Zulassung also praktisch ausgeschlossen.

Können Impfungen Long Covid verhindern?

Long Covid bezeichnet eine Vielzahl an unterschiedlichen und teils schwerwiegenden Symptomen. Diese können direkte Nachwirkungen der Erkrankung sein, oder sich erst später äußern. Long Covid gilt aktuell als sehr große Herausforderung. Denn es ist erst wenig erforscht und kann sogar Leute treffen, die einen asymptomatischen Corona-Verlauf hatten. Was wir alles zu Long Covid wissen, haben wir hier für dich gesammelt.

Auch wer geimpft ist, kann sich theoretisch noch mit dem Virus infizieren, auch wenn das nur zu moderaten oder asymptomatischen Verläufen führt. Man kann also auch als geimpfte Person Long Covid bekommen. Allerdings ist das Risiko dafür wesentlich geringer, weil man eben bereits einen Schutz vor dem Virus hat und auch seltener erkrankt. 

Aktuell scheint es auch so, als könnte die Corona-Impfung helfen, Long Covid zu bekämpfen. Doch wie bei vielen Aspekten bei Long Covid ist die Datenlage dazu noch sehr dünn.

Soll ich mich gegen Corona impfen lassen?

Wenn du uns fragst: Ja. Denn bei den Impfstoffen geht es nicht nur um die Frage, ob man eine eigene Ansteckung verhindern kann. Es geht auch darum, dass sie die Weitergabe des Virus verhindern oder erschweren. Viele Menschen können nicht oder noch nicht geimpft werden und brauchen diesen Schutz durch die Gemeinschaft ("Herdenimmunität"). Und: je länger das Virus ungebremst durch die Menschheit rast, desto höher ist die Gefahr von Mutationen, gegen die eine Impfung vielleicht nicht mehr hilft. Aber auch für jede einzelne Person von uns sind die Vorteile überwältigend. Erstens wollen wir alle raus aus dieser Pandemie. Und zweitens: Impfungen verhindern bei den bisher bekannten Strängen nachweislich schwere Verläufe von COVID-19. Bei den Versuchsreihen in der Testphase starb niemand an Corona und es kam zu keinen schweren Verläufen, wie du hier auch sehen kannst:

Es gibt natürlich Situationen, in denen man abwägen sollte. So ist etwa zumindest für jüngere Frauen das Thrombose-Risiko bei der AstraZeneca-Impfung zwar nicht hoch. Aber bei geringen Infektionszahlen kann es dennoch angebracht sein, zumindest auf einen anderen Impfstoff zu warten.

Doch wir werden auch in Zukunft mit dem Virus leben. Und wer immun werden möchte, wird nur zwei Möglichkeiten haben: Sich anzustecken und damit eine schwere Erkrankung zu riskieren - oder sich impfen zu lassen.

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