Morgenmoment
/ 7. Oktober 2020

Guten Morgen!

Wer eigentlich mehr als genug hat und trotzdem uns alle um Steuern prellt, bekommt ein Problem.  Endlich gibt es ernsthafte Bestrebungen auf internationaler Ebene, Internet-Giganten wie Amazon, Google und Co dazu zu zwingen, ihren fairen Anteil zum Steuerkuchen beizutragen. Den Morgenmoment zusammengestellt hat für dich heute Tina Goebel.

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#1 Möchtest du das teilen?

Donald Trump zahlt lächerlich wenig Einkommensteuer. Doch wie ist das in Österreich? Wie viel Steuern zahlen die MilliardärInnen hierzulande? Und was wissen wir eigentlich über den Reichtum in Österreich? Wir haben uns das für euch genauer angesehen.

Und damit ihr euch überhaupt vorstellen könnt, wieviel der reichste Mann in Österreich (Red-Bull Chef Didi Mateschitz) besitzt, haben wir diese Grafik für euch gebastelt.

#2 Zahl des Tages

Wie schlimm wirkt sich die Corona-Krise auf die psychische Gesundheit der Menschen aus? Eine neue Studie gibt Aufschluss: Bei über einem Viertel der WienerInnen hat sich die psychische Gesundheit verschlechtert. Die Untersuchung kam weiters zum Schluss: Nicht alle erwischt es gleich hart. Wer schon vor der Pandemie krank war oder in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen gelebt hat, hat ein vielfach höheres Risiko, psychisch krank zu werden.

#3 Lesetipp

Gerade jetzt in der Corona-Krise wird eine Idee wieder populär, die verhindern soll, dass Menschen in existenzielle Not geraten oder in Sorge davor leben müssen: das bedingungslose Grundeinkommen. Die Politikwissenschaftlerin Barbara Prainsack forscht dazu und hat jetzt ein Buch veröffentlicht. In „Vom Wert des Menschen“ geht sie der Frage nach, wie Grundeinkommen funktionieren kann, wie es unsere Gesellschaft und die Wertschätzung für jeden einzelnen Menschen verändern könnte und was das Grundeinkommen mit den Menschen macht, die es erhalten. Wir haben es für dich gelesen: 7 Punkte, warum wir ein Grundeinkommen brauchen.

 

#4 Armutprobe

 

Ganze drei Monate hat Daniela Brodessers Familie die Mindestsicherung bekommen, da ihr Mann erkrankt ist und das Krankengeld von nicht einmal 300 Euro niemals zum Leben gereicht hätte. Als sie im Bekanntenkreis davon erzählte, bekam sie unter anderem zu hören: "Ich würde auch gerne so viel Geld fürs Nichtstun bekommen wie du." Warum die Mindestsicherung kein Schlaraffenland ist, nicht einmal für kurze Erholung sorgt, sondern nur knappes Überleben bedeutet, beschreibt Daniela Brodesser in ihrer dieswöchigen Kolumne.

#5 Besser geht doch

Google, Amazon, Apple und Co - bald ist Zahltag! Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD, möchte die Unternehmenssteuer reformieren. Damit große Internet-Konzerne endlich in allen Länder Steuern zahlen, in denen sie auch gut Geld verdienen. Derzeit ist es nämlich so, dass vor allem der Firmensitz - meist ein Steuersumpf - entscheidet, wo versteuert wird, egal wo der Umsatz gemacht wird. Das soll sich nun ändern: Global agierende Unternehmen sollen auch dort Steuern zahlen, wo ihre Kunden oder die NutzerInnen ihrer Dienstleistungen zu Hause sind. Zudem soll ein globaler Mindeststeuersatz vereinbart werden, um zu vermeiden, dass Unternehmen Gewinne weiter in Steuersümpfe verschieben.

#6 Bonustrack

Ja, die Corona-Pandemie macht uns alle müde. Doch manche haben ein bemerkenswert dickes Fell entwickelt, die Hygiene-Maßnahmen längst automatisch in ihren Alltag übernommen und lassen sich auch durch sonst nichts aus der Ruhe bringen

Ich wünsche dir ebensolche Gelassenheit an diesem heutigen Mittwoch! Tina

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