Morgenmoment
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/ 21. Juli 2021

Guten Morgen!

Debatten in Medien zu verfolgen wäre speziell als Minister schon angebracht. Dann müsste man später nicht behaupten, von nichts gewusst zu haben - obwohl es alle wussten. Aber was wissen wir schon.

Den Morgenmoment hat dir heute Sebastian Panny zusammengestellt.

 

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#1 Möchtest du das teilen?

Der Terroranschlag von Utøya jährt sich zum zehnten Mal. Der Rechtsextremist Anders Breivik hat seine Tat damals genau durchgeplant und wurde zum Vorbild für Nachahmungstäter. Doch auch konservative Parteien haben einige seiner wirren Ideen mittlerweile übernommen. Welche das sind, liest du in der aktuellen Kolumne von Natascha Strobl.

#2 Meme des Tages

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) war im Ö1-Morgenjournal zu Gast, um unter anderem über die Situation in den Schulen im Herbst zu sprechen. Dabei ging es auch um die Vorbereitung auf das vergangene Schuljahr, die im Sommer 2020 verabsäumt wurde. Laut Faßmann konnte wirklich niemand ahnen, was im Herbst auf uns zukommen würde: “Die, die schon im Juli gesagt haben, es wird zu einer zweiten heftigen Welle kommen - die Stimmen habe ich nicht gehört.”

Wir fragen uns, ob er im vorigen Sommer alle Medien ignoriert hat. Denn dass im Herbst sogar einiges auf uns zukommen würde, haben Expert:innen und viele aufmerksame Beobachter:innen bereits spätestens ab April vorhergesagt. Die Hoffnung, dass die Schulen dieses Jahr besser vorbereitet werden, stirbt zuletzt.

#3 Lesetipp

Diese Temperaturanstiege könntest du noch miterleben.

Diese Grafik zeigt dir, welchen Temperaturanstieg du in deinem Leben noch erwarten kannst. Schuld an diesem Anstieg ist die Klimakrise, die vom Menschen verursacht wird. Darüber ist sich die Wissenschaft einig. Im Abkommen von Paris hat die Welt sich 2015 auf die 1,5-Grad-Grenze geeinigt. Das bedeutet, dass sich die Durchschnittstemperatur bis 2100 weltweit im Vergleich zu 1850 maximal um 1,5 Grad erhöhen soll. Doch diese Grenze werden wir, wie du auch an der Grafik siehst, ohne drastische Schritte ziemlich sicher nicht erreichen.

Was bedeutet der Anstieg allerdings für uns und was wird die nächsten Jahrzehnte passieren? Das kannst du in diesem Artikel nachlesen.

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

In Bulgarien ging am Wochenende die Beachhandball-EM zu Ende. Für Aufregung und internationale Medienberichte sorgte dabei vor allem die Geldstrafe von 1.500 Euro, die dem norwegischen Frauen-Nationalteam auferlegt wurde. Sie hatten im Spiel um Platz 3 auf längere Hosen gewechselt. Das wollte der Verband eigentlich schon vor Turnierbeginn durchsetzen, der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Männer müssen in dem Sport Hosen tragen, die zehn Zentimeter über dem Knie enden. Die Bikinihöschen der Sportlerinnen dürfen hingegen auf der Seite maximal zehn Zentimeter lang sein.

Die Nachricht klingt absurd, aber es gibt auch viele andere Sportarten, in denen Frauen fragwürdige Kleidungsvorschriften bekommen. Oft geht es darum, wie viel oder wenig Haut sie zeigen müssen. Bis zu den olympischen Spielen in London 2012 durften die Bikinihöschen der Beachvolleyballerinnen etwa maximal sieben Zentimeter lang sein. Im selben Jahr wurde Frauenboxen erstmals olympisch - und die Funktionäre wollten die Athletinnen dazu zwingen, im Minirock in den Ring zu steigen. Nach Gegenwehr durften sie auch in Shorts antreten. Auch das Gegenteil kann der Fall sein, so sollte Athletinnen bei einem Beachvolleyball-Turnier in Katar verboten werden, einen Bikini zu tragen. 
 

Einen schönen Mittwoch, 

Sebastian

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