Morgenmoment
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/ 30. Oktober 2020

Guten Morgen!

Eine eilige Pressekonferenz, was junge Menschen ohne Job wirklich brauchen und eine WG für Unternehmen. In deinem heutigen Morgenmoment geht es auch um ernste Themen. Heute zusammengestellt von Katharina Egg.

#1 Möchtest du das teilen?

Das WUK in Wien ist eine Institution, bekannt für Kunst und Kultur - und für seine Werkstätten. In einer davon lernen arbeitslose Jugendliche handwerkliche Tätigkeiten und werden Schritt für Schritt auf das Berufsleben vorbereitet. Nach 15 Jahren wird das Vorzeigeprojekt im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit eingestellt und in etwas anderer Form weitergeführt. Im Gespräch erzählt der Koordinator des Projekts Christian Trauner, welche Angebote junge Menschen wirklich brauchen.

#2 Grafik des Tages

Innerhalb von 65 Jahren haben wir weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik hergestellt. Nur sechs Prozent davon wurde recycelt. Der überwältigende Großteil - nämlich 4,6 Milliarden Tonnen davon - wurde nach einmaligem Gebrauch einfach weggeworfen. Nur 1,2 Prozent des recyceltem Plastik ist noch in Gebrauch. Das ist extrem wenig.

Und Österreich? Umweltministerin Leonore Gewessler von den Grünen will einen Pfand für Plastikflaschen einführen. Diese machen allerdings nur 14 Prozent des Plastikabfalls aus.

Grafik zeigt wie viel Plastik von 1950 bis 2015 recycled wurde. Von den weltweit jemals hergestellten 8,3 Milliarden Tonnen wurden 5,8 Mrd Tonnen nur einmal benutzt. 4,6 Mrd Tonnen davon wurden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Lediglich 500 Mio Tonnen wurden recycled. 2,5 Mrd Tonnen befinden sich noch in Gebrauch.

#3 Lesetipp

Angst ist eine ganz schlechte Ratgeberin in der Krise. Und eine demokratische Regierung sollte sie nicht zur Grundlage ihres Regierens machen, schreibt Natascha Strobl in ihrer Politik-Kolumne. Doch genau das sei gestern Mittag passiert: Kanzler und Gesundheitsminister haben den Menschen in ihrer Pressekonferenz gesagt, wie schlimm alles sei. Ohne dabei einen Ausweg zu bieten. Das ist keine gute Krisenkommunikation.

#4 Besser geht doch

Zu sehen ist eine Frau die einen Fensterladen öffnet und freudig in die Sonne blickt: Text: In Wien teilen sich kleine Unternehmen Räume und Geschäftsflächen.

In Wien bietet die Onlineplattform imGrätzl den „Raumteiler“ an. Das Konzept funktioniert ähnlich wie eine WG-Suche – nur für Unternehmen. Menschen können sich ein Büro, eine Praxis oder ein Geschäftslokal teilen. ️Das soll Leerstand im Erdgeschoss den Kampf ansagen. Die kleinen Unternehmen und Selbständigen können sich die Mietkosten teilen. Das ist vor allem während der Corona-Wirtschaftskrise wichtig. Viele Selbständige mussten in den letzten Monaten ihre Räume aufgeben, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können. Kooperationen können dabei helfen, dass sie ihre Räume halten können.

#5 Hast du das gesehen?

Du bist nicht rassistisch und würdest sofort aufstehen, wenn jemand diskriminiert wird? Dass das leider nicht so ist, zeigt eine spannende ORF-Dokumentation. Bei einem außergewöhnlichen Experiment werden 23 TeilnehmerInnen in Blauäugige und Braunäugige geteilt und unterschiedlich vom Moderator behandelt. Was das mit der Gruppe macht, überrascht alle.

Eine wichtige Sache noch

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Lass dich von eilig einberufenen Pressekonferenzen nicht beängstigen und hab trotz der aktuellen Lage einen schönen Tag!

Katharina

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