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Klimakrise

Und wem gehörst du?

Und wem gehörst du?
Guten Morgen,

wer von uns ist denn schon richtig unabhängig? Wir alle brauchen etwas von anderen - Unterstützung, Krankenversorgung, Geld, Öl. Gehörst du etwa dir selbst? Man muss schon unterscheiden und kritisch damit umgehen. Wer das auf jeden Fall zu wenig tut, das erfährst du im heutigen Morgenmoment, geschrieben von Charlotte Koi. 

#1 Möchtest du das teilen?

Long Covid wird häufig unterschätzt. Tausende kämpfen aber mit den Symptomen. Vor allem Frauen und junge Menschen sind von Long Covid betroffen. Katrin ist eine davon und teilt ihre Erfahrungen. Wie ist das Leben mit Long Covid wirklich?

 

#2 Hast du das gesehen?

Medien behaupten ja allerhand. Ein beliebtes Steckenpferd ist der sogenannte Sozialbetrug. Wessen Interessen diese Medien wohl decken? Dazu später. Hier klärt Elena erst mal auf: Was den Staat wirklich belastet, sind nicht Menschen, die unrechtmäßig Beihilfen beziehen. Es sind diejenigen, die sich mit Steuerhinterziehung davor drücken, ihren gerechten Anteil zu leisten. Das kostet den Staat jährlich fast 13 Milliarden Euro.

@moment_magazin

Sozialbetrug – das ist das wahre Problem! Wird zumindest oft behauptet. Aber stimmt das überhaupt? Wenn man sich die Zahlen ansieht, muss man dem klar widersprechen. Sozialbetrug ist problematisch. Was den Staat aber wirklich belastet, sind nicht Menschen, die unrechtmäßig Beihilfen beziehen. Sondern diejenigen, die sich mit Steuerhinterziehung davor drücken, ihren gerechten Anteil zu leisten. Das kostet dem Staat jährlich fast 13 Milliarden Euro. #steuerhinteziehung #sozialbetrug #österreich

♬ Originalton – Moment Magazin

 

#3 Ignoriert

Wir alle brauchen ein gutes Gesundheitssystem. Und unser jetziges braucht dringend eine Veränderung. Seit Monaten warnen Wiener Spitäler: Das Personal ist unterbesetzt und überlastet. Patient:innen können nicht optimal versorgt werden, Operationen müssen verschoben werden.  
  
Die Situation bessert sich nicht. Nun hat der Wiener Gesundheitsverbund die Spitäler aufgefordert: Wer keinen Hauptwohnsitz in Wien gemeldet hat, wird abgewiesen. Jede:r sechste Spitalspatient:in in Wien kommt aus einem anderen Bundesland. Notfälle werden weiterhin behandelt.  
  
Österreichs Gesundheitspersonal arbeitet am Limit. Im November streikten bereits Angestellte der Ordensspitäler. Verbessern Politik und Arbeitgeber:innen die Missstände und Arbeitsbedingungen nicht, verschärft sich die Krise im Gesundheitssystem.

#4 In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Nach außen hin prahlen fossile Energiekonzerne gerne mit ihren nachhaltigen Projekten – einen Beitrag zu erneuerbaren Energien hier, ein gepflanzter Wald dort. Sie wollen davon ablenken, dass sie eigentlich Milliarden daran verdienen, die Klimakrise zu verschlimmern.

Alleine zwischen 2021 und März 2022 beschlossen sie Projekte für 157 Milliarden Euro, um neue Öl- und Gasfelder zu erschließen – mit dem Ziel, noch mehr CO2 in die Welt zu schicken, als mit den bisherigen Feldern möglich ist.

Dabei kennen sie keine Grenzen. 55 Milliarden davon werden nur profitabel sein, wenn die Nachfrage für Öl und Gas so sehr steigt, dass wir damit 2,5 Grad Erderwärmung überschreiten. Obwohl die Förderung ab jetzt sinken muss, wollen sie in den nächsten Jahren noch milliardenschwere Projekte eröffnen. Länder wie UK oder USA genehmigen auch noch neue Bohrfelder.

Öl und Gas, das noch im Boden ist, kann nicht verbrannt werden. Die Förderung von fossilen Energieträgern und die Planung neuer Förderfelder muss jetzt stoppen, um einen Klimakollaps zu verhindern.

#5 Grafik des Tages

Es macht einen Unterschied, wem Medien gehören. Eigentümer bestimmen die inhaltliche Ausrichtung und entscheiden über das Führungspersonal. Das hat natürlich Folgen dafür, über welche Themen auf welche Weise berichtet wird.

Die größten Medien in Österreich gehören einer kleinen Gruppe von Eigentümer:innen – wie in der Grafik zu sehen ist, sind das vor allem reiche Familien, Banken und die katholische Kirche. Diese Konzentration von Medienmacht in den Händen von einigen wenigen ist nicht gut für unsere Demokratie.
 
Mit dem Moment Magazin sind wir angetreten, den Interessen und Stimmen der Vielen auch medial mehr Gehör zu verschaffen. Aber auch wir sind nicht völlig unabhängig: Wir brauchen Spenderinnen und Spender, die unsere Arbeit finanzieren.

Bis zum Jahresende wird deine Spende an uns von Millionenerbin Marlene Engelhorn vervierfacht. Bist du dabei? Hier geht’s zur Spendenseite.

 
Eingentumsverhältnisse Medien Österreich

Einen vielfältigen Tag wünscht dir

Charlotte

 

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