Morgenmoment.
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/ 16. April 2020

Guten Morgen!


Freust du dich auch schon wieder auf das Segelfliegen und Golfspielen? Das dürfen wir nämlich bald wieder. Ach so, du hast keine Zeit, weil du dein Kind unterrichten musst? Und es hat nicht mal einen Computer oder Drucker? Warum Perspektiven für Eltern wichtiger wären als für besser gestellte Hobbysportler, erfährst du heute im Morgenmoment, zusammengestellt von Tina Goebel.

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#1 Möchtest du das teilen?

Seit rund einem Monat sind die Schulen wegen des Coronavirus faktisch geschlossen, der Unterricht wurde auf “Distance Learning” umgestellt. Das stellt vor allem wirtschaftlich schlechter gestellte Familien auf eine harte Probe. Wer keinen Schreibtisch oder Laptop besitzt, hat es schwer. Wie gehen Lehrkräfte mit der sozialen Kluft zwischen Schultypen, Bezirken oder sogar innerhalb der Klasse um? Darüber chatten eine Lehrerin an einem privaten Gymnasium und eine an einer Neuen Mittelschule.

 

#2 Zahl des Tages

9.000 PflichtschülerInnen in Kärnten sind aufgrund fehlender Technik wie Computer oder Drucker beim Homeschooling benachteiligt

Rund 9.000 PflichtschülerInnen in Kärnten fehlt es laut einer Erhebung der Landes- und Bildungsdirektion an wichtigen technischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Unterricht zu Hause. Sie verfügen etwa nicht über einen Computer, Drucker oder einen Internetzugang. Für Bundesschulen wird der Bund rund 12.000 Computer zur Verfügung stellen. Doch für die Ausstattung der PflichtschülerInnen sind die Bundesländer zuständig, die auf verschiedenste Art versuchen, dieser Aufgabe nachzukommen.

Tatsächlich wird durch den aktuell geltenden Heimunterricht soziale Benachteiligung verschärft, rund ein Drittel der SchülerInnen ist für die LehrerInnen nicht einmal erreichbar, wie in diesem Interview mit einem Bildungsexperten nachzulesen ist.

 

#3 Hast du das gesehen?

Woche fünf des Corona-Shutdowns. Gestern hat Vizekanzler Werner Kogler endlich verkündet, worauf viele, viele Menschen gewartet haben: Nein, nicht wann die Schulen wieder aufmachen. Nein, nicht wann und ob überhaupt die Kindergärten wieder ihre volle Arbeit aufnehmen können. Sondern wann Segelfliegen wieder erlaubt ist und die Golfplätze aufsperren. 3,2 Millionen Eltern warten hingegen auf Antworten. Sie brauchen dringend eine Perspektive, sagt Barbara Blaha in ihrem aktuellen Videokommentar.

 

#4 Grafik des Tages

Laut einer neuen Umfrage sind 58 Prozent der ÖsterreicherInnen für Erbschafts- und Vermögenssteuern um die Corona-Krise zu finanzieren.

Die hohe Besteuerung in Österreich betrifft in Österreich eben nicht Menschen mit großen Vermögen, sondern vor allem das Lohneinkommen. Vermögen sind in Österreich bisher im Gegensatz dazu sogar sehr niedrig besteuert. Das MOMENTUM-Institut empfiehlt, Vermögenssteuern als wichtiges Instrument, um die Kosten der Corona-Krise gut zu verteilen.

#5 Besser geht doch

Dir fällt die Decke auf den Kopf und du willst endlich mal wieder eine Stadttour machen? Die Plattform culturalplaces bietet virtuelle Stadttouren an. Etwa durch das historische Zentrum Wiens, die Sezession mit dem berühmten Beethovenfries von Gustav Klimt und eine Musiktour zu den Wirkungsstätten von Mozart, Beethoven, Strauss Vater und Sohn. Die Plattform soll auch KünstlerInnen zur Verfügung gestellt werden, die nun aufgrund der Corona-Krise ihre Auftritte absagen müssen. Die Hälfte der Einnahmen kommt übrigens der Volkshilfe zugute, die damit armutsbetroffene Menschen unterstützt.

 

#6 Bonustrack

Für Abwechslung im Homeoffice sorgt diesmal Franz Moder mit seinem gezeichneten Blick.

 

Franz Moders gezeichneter Blick: Ein Glücksrad für das Homeoffice. Soll es Chillen, Shoppen, Fitness, oder doch mal Hackeln sein?

So, ich geh jetzt an meinem Golf-Handicap arbeiten und pfeffere ein paar übrig gebliebene Ostereier gegen meine Wohnzimmerwand.

Ich hoffe, du hast auch einen schönen Tag!

Tina

 

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